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Vorlage - 229/2019  

 
 
Betreff: Mobilitätspakt für den Wirtschaftsraum Aalen - Oberkochen - Heidenheim
Status:öffentlich  
Federführend:Geschäftsbereich Nahverkehr   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Umweltschutz und Kreisentwicklung Vorberatung
22.10.2019 
Sitzung des Ausschusses für Umweltschutz und Kreisentwicklung ungeändert beschlossen   
Kreistag Entscheidung
Anlagen:
Konzeptentwurf für einen Mobilitäts- und Zukunftskongress

Antrag der Verwaltung

 

Der Ausschuss für Umweltschutz und Kreisentwicklung empfiehlt / der Kreistag beschließt:

 

Die Verwaltung wird mit der Ausarbeitung eines Mobilitätspaktes und der Organisation eines Mobilitäts- und Zukunftskongresses im Frühjahr 2020 beauftragt und stellt Mittel in Höhe von 50.000 Euro bereit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Sachverhalt/Begründung

 

Rahmenbedingungen Verkehrsachse Aalen – Heidenheim

 

Der starke Wirtschaftsstandort Ostwürttemberg mit seinen attraktiven Städten und Gemeinden in der Region verzeichnet ein erhebliches Verkehrsaufkommen und vielfältige Mobilitätsbedürfnisse gerade auch zwischen den beiden Kreisstädten Aalen und Heidenheim.

 

Die Verkehrsinfrastruktur ist durch das starke Pendleraufkommen an der absoluten Belastungsgrenze. Dies äußert sich unter anderem an täglichen Staus auf der B19 sowie in vollen Bussen und Zügen der Brenzbahn. Dabei sorgen insbesondere der motorisierte Individualverkehr und der Güterkraftverkehr für eine hohe Belastung durch Lärm, Abgase und volle Straßen.

 

Für die langfristige Attraktivität des Standorts ist eine schnelle und komfortable Erreichbarkeit essenziell. Die ansässigen Unternehmen sind bei der Gewinnung von Talenten und Fachkräften auf eine gute Verkehrsanbindung beispielsweise in Richtung Ulm oder Stuttgart angewiesen. Im Bereich Logistik ist ein reibungsloser Warenverkehr ebenfalls ein wichtiger Standortfaktor. Auch die ZEISS AG regte ein landkreisübergreifendes Regionalkonzept zu innovativen Lösungen unter Einbindung von Industrie, Gesellschaft und Politik an, um Arbeitgeberattraktivität in der Region gezielt zu steigern und die Erreichbarkeit von ZEISS und weiteren Unternehmen auf der Achse Aalen-Heidenheim zur Sicherung der wirtschaftlichen Zukunft zu verbessern.

 

Mobilitätspakt

 

Vor diesem Hintergrund soll auf Initiative des Ostalbkreises unter Beteiligung von Wirtschaft, Verkehrsbetrieben, Kommunen und Land ein Mobilitätspakt mit konkreten Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilität entlang der Achse Aalen – Heidenheim entwickelt werden. Wichtige Handlungsfelder könnten dabei unter anderem

 

  • eine bessere Verknüpfung der bestehenden Verkehrsträger
  • Wege zur Verkehrsvermeidung durch intelligente Raum- und Bauleitplanung
  • ein fortschrittliches betriebliches Mobilitätsmanagement sowie
  • der Ausbau innovativer Mobilitätsformen wie Ride-Pooling oder dem autonomen Fahren sein.

 

Der Mobilitätspakt für den Wirtschaftsraum Aalen – Oberkochen – Heidenheim soll sich an den bestehenden Mobilitätspakten in Walldorf/Wiesloch und Heilbronn – Neckarsulm orientieren. Hier wurden unter Moderation des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg konkrete Maßnahmen in den Bereichen ÖPNV, betriebliches Mobilitätsmanagement, Radverkehr, Straßenverkehr und Vernetzung von Verkehrsträgern unter aktiver Beteiligung der Bevölkerung mit einem Zeithorizont von 5 Jahren erarbeitet. Die beteiligten Unternehmen, Verkehrsträger und Kommunen treffen sich dort regelmäßig, um die Umsetzung und Wirksamkeit der Maßnahmen zu verfolgen.

 

Mobilitäts- und Zukunftskongress

 

Auftakt für den Mobilitätspakt soll ein Mobilitäts- und Zukunftskongress im Frühjahr 2020 sein. Hierzu ist eine eintägige Fachveranstaltung mit hochkarätigen Referenten im ZEISS Forum Oberkochen geplant. Der Kongress verfolgt dabei zwei Ziele: Vormittags soll die Vision einer zukunftsweisenden Mobilität mit den Themen Mobilität der Zukunft, On-Demand-Services, Stadt-/Regionalentwicklung und Betriebliches Mobilitätsmanagement mit Referenten aus den jeweiligen Bereichen präsentiert werden. Nachmittags sollen die genannten Themen auf die regionale Ebene bezogen und in konkrete Handlungsempfehlungen übersetzt werden. Diese sollen dann in die Ausarbeitung des Mobilitätspaktes einfließen.


Finanzierung und Folgekosten

 

Für den Mobilitäts- und Zukunftskongress und dafür benötigte Beraterleistungen werden insgesamt gut 100.000 Euro benötigt. Ein Teil der Kosten (für Beraterleistungen) wird aus dem laufenden ÖPNV-Haushalt 2019 gedeckt. Der Landkreis Heidenheim hat sich grundsätzlich bereit erklärt, die auf die Landkreise entfallenden Kosten mit dem Ostalbkreis entlang des bereits bei anderen Projekten bewährten Schlüssels von zwei Dritteln Ostalbkreis zu einem Drittel Landkreis Heidenheim aufzuteilen. Deshalb rechnet die Landkreisverwaltung damit, dass für den kommenden Haushalt 2020 50.000 EUR für die Organisation des Kongresses ausreichen.

 

 

 

 

 


Anlagen

 

Konzeptentwurf für einen Mobilitäts- und Zukunftskongress

 

 

Sichtvermerke

 

gez. Conrad, Geschäftsbereich Nahverkehr

gez. Dreher, Geschäftsbereich Nahverkehr

gez. Wagenblast, Dezernat VII

gez. Kurz, Dezernat II

gez. Pavel, Landrat

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Konzeptentwurf für einen Mobilitäts- und Zukunftskongress (1225 KB)    
Stammbaum:
229/2019   Mobilitätspakt für den Wirtschaftsraum Aalen - Oberkochen - Heidenheim   Geschäftsbereich Nahverkehr   Beschlussvorlage
229-1/2019   Mobilitätspakt für den Wirtschaftsraum Aalen - Oberkochen - Heidenheim   Geschäftsbereich Nahverkehr   Beschlussvorlage