Bürgerinformationssystem

Vorlage - 197/2018  

 
 
Betreff: Gebäudesanierung des Kreisberufsschulzentrums Schwäbisch Gmünd
- Beschluss über Ausweichräume für die Generalsanierung
Status:öffentlich  
Federführend:Geschäftsbereich Hochbau und Gebäudewirtschaft   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bildung und Finanzen Entscheidung
02.10.2018 
Sitzung des Ausschusses für Bildung und Finanzen geändert beschlossen   

 

Antrag der Verwaltung

 

Der Ausschuss für Bildung und Finanzen beschließt:

 

  1. Für die Durchführung der Gebäudesanierung des Kreisberufsschulzentrums Schwäbisch Gmünd ist die Bereitstellung von ca. 3.800 m² Ausweichfläche erforderlich.

 

Zur Deckung des Platzbedarfs wird auf dem Areal des Kreisberufsschulzentrums Schwäbisch Gmünd eine Modulanlage auf der bestehenden Buswendeschleife aufgestellt.

 

 

  1. Die Bereitstellung der Modulanlage soll durch eine entsprechende Anmietung von der S-Projektverwaltungsgesellschaft Ostalb mbH, ein Unternehmen der Kreissparkasse Ostalb, erfolgen.


Die Verwaltung wird beauftragt, einen Mietvertrag auf die Dauer von 10 Jahren mit der S-Projektverwaltungsgesellschaft Ostalb mbH zur Nutzung der Modulanlage abzuschließen.

 

 

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, die vorbereitenden Arbeiten und die Umlegung der Busspur vorzubereiten und diese Maßnahmen zeitnah durchzuführen. Die erforderlichen Finanzmittel werden aus dem Haushaltsplanansatz für die Generalsanierung des Hauptgebäudes bereitgestellt.

 

 

 


Sachverhalt/Begründung

 

Ausgangslage

 

Das Hauptgebäude des Kreisberufsschulzentrums Schwäbisch Gmünd bedarf einer umfassenden Generalsanierung.

 

In der Sitzung des Kreistags vom 19.12.2017 wurde die Verwaltung zur Beauftragung des Architekturbüros KTL-Architekten (Rottweil) für die Leistungsphasen 5-9 ermächtigt.

 

Auf Grund der langjährigen Erfahrungen des Architekturbüros KTL-Architekten mit Generalsanierungen im Schulbau wurden weitere Schadstoffproben veranlasst.

 

Das Ergebnis der Beprobung ergab, dass in einigen Bauteilen Schadstoffe enthalten sind, von denen jedoch bei Belassung des gegenwärtigen Zustandes keine Gefahr ausgeht. Mögliche Gefährdungen könnten sich jedoch dann ergeben, wenn Eingriffe in diese Bauteile erfolgen. Dahingehend wurde entschieden, dass im Rahmen einer Generalsanierung alle belasteten Bauteile entfernt werden, um mit Abschluss der Sanierungsmaßnahme ein schadstofffreies Gebäude zu erhalten.

 

Am 17.09.2018 und 24.09.2018 wurden am Kreisberufsschulzentrum Schwäbisch Gmünd Informationsveranstaltungen bezüglich der Schadstoffbeseitigung für Schüler- und Lehrerschaft und Eltern durchgeführt.

 

 

Auswirkungen der Schadstofffunde auf den weiteren Bauverlauf

 

Ursprünglich war die Durchführung der Sanierung des Hauptgebäudes des Kreisberufsschulzentrums Schwäbisch Gmünd in 18 Bauabschnitten vorgesehen. Die Planung sah vor, dass die Bereitstellung von Ausweichräumen innerhalb des Schulgebäudes sowie mit der Herstellung der Erweiterungsräume im Erdgeschoss organisiert hätte werden können.

 

Durch das Vorhandensein von Schadstoffen und die erforderlichen Schutzvorkehrungen bei den Sanierungsarbeiten bedarf das Sanierungskonzept größerer Bauabschnitte.

 

Aus diesem Grund wurde ein neues Sanierungskonzept mit vier Quadranten in Übereinstimmung mit den vier Lüftungszentralen entwickelt. Dabei beschreibt ein Quadrant jeweils alle Räume vom Untergeschoss bis ins erste Obergeschoss inklusive Lüftungszentrale und Technikräumen.

 

Durch diese größeren Bauabschnitte müssen nun Ausweichräume für 31 Klassenzimmer, fünf Fachräume sowie Lehrerzimmer und Räume für die Verwaltung geschaffen werden. Dies entspricht rund 2.900 m² Nutzfläche zzgl. Verkehrsflächen, Technik- und Sanitärräumen. Somit müssen ca. 3.800 m² Ausweichfläche bereitgestellt werden.

 

 

Geeignete Ausweichräume

 

Da im Schulgebäude selbst kein Platz für Ausweichklassenzimmer vorhanden ist, muss der Platzbedarf anderweitig gedeckt werden. Hierzu bietet sich die Aufstellung einer Modulanlage an. Unter Berücksichtigung der Liefertermine und Kosten kommt nur eine gebrauchte Anlage in Betracht.

 

 

Modulanlage in der Krähe

 

Bei der Recherche nach geeigneten Ausweichräumen hat sich der glückliche Umstand ergeben, dass in Schwäbisch Gmünd eine für den Raumbedarf sehr gut passende, dreigeschossige Modulanlage existiert, die ab dem 01.01.2019 verfügbar ist.

 

ModulanlageStraßenmeisterei GD

 

Abb.1: Aktueller Standort der Modulanlage

 

Auf drei Stockwerken besteht die Anlage überwiegend aus Großraumbüros, die mit vertretbarem Aufwand zu Klassenräumen umgebaut werden können. Die Anlage verfügt über fünf Treppenhäuser und eine flächendeckende Brandmeldeanlage. Die Wärmeversorgung erfolgt über Erdgasthermen. Auch die IT-Technik ist vorhanden und könnte für schulische Zwecke genutzt werden. Außerdem sind neben Damen- und Herren-WCs jeweils auch barrierefreie Toiletten sowie Nebenräume (kleinere Büros, Besprechungsräume, Technik, Lager etc.) vorhanden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb.2: Außenansicht Modulanlage

 

Diese Modulanlage stellt daher die Ideallösung für die notwendige Schaffung von Ausweichräumen dar. Mit den Schulleitungen fanden hierzu bereits mehrere Besichtigungs- und Abstimmungstermine statt.

 

Für die Modulanlage gibt es weitere Interessenten. Da vom Ostalbkreis als erstes Interesse für die Anlage geäußert wurde, hat der Eigentümer dem Ostalbkreis das Vorrecht zugesichert und eine Entscheidung bis Anfang Oktober eingeräumt.

 

Der vom Eigentümer geforderte Preis für die Modulanlage ist der Marktlage angemessen.

Lage der Modulanlage auf dem Schulcampus

 

Um einen störungsfreien Schulbetrieb zu ermöglichen, müssen sich die Ausweichräume in unmittelbarer Nähe des Schulgebäudes befinden.

 

Der Standort der Modulanlage wurde in Abstimmungen und Vor-Ort-Terminen mit dem Vermessungsamt und dem Baurechtsamt der Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd, den Stadtwerken Schwäbisch Gmünd, dem Anlageneigentümer sowie den Schulleitungen hinsichtlich der Geländehöhe, der beiden Zugänge und der Lage der Abwasserleitungen untersucht. Als einziger Standort eignet sich die bestehende Bushaltestelle und Wendeschleife für Busse.

 

 

Abb. 3: Platzierung Modulanlage auf dem Schulcampus

 

Durch die einzig mögliche Platzierung der Containeranlage auf der bestehenden Buswendeschleife müssen Bushaltestelle und die Wendeschleife für Busse in den nördlichen Bereich des Parkplatzes verlegt werden.

 

 

Abb. 4: Lage neue Buswendeplatte und Stellplätze

 

 

Versetzen und Umbaumaßnahmen sowie Kosten und Finanzierung der Modulanlage

 

Das Versetzen auf das Hardt, die notwendigen Umbauarbeiten von Großraumbüros zu Klassenräumen und der Erwerb der Modulanlage wird einen Finanzbedarf von rund
4,9 Mio. € (brutto) verursachen.

 

Um den Finanzhaushalt zu entlasten, wurde durch die Verwaltung Kontakt mit der S-Projektverwaltungsgesellschaft Ostalb mbH, ein Unternehmen der Kreissparkasse Ostalb, aufgenommen. Angedacht ist, dass die S-Projektverwaltungsgesellschaft Ostalb mbH die Modulanlage erwirbt, versetzt und die notwendigen Umbauarbeiten im Inneren der Modulanlage auf ihre Kosten vornimmt. Die S-Projektverwaltungsgesellschaft Ostalb mbH als Eigentümerin und Vermieterin der Modulanlage würde dann mit dem Ostalbkreis als Mieter einen zehnjährigen Mietvertrag abschließen und darüber die Investition in den Erwerb und die Bereitstellung der Modulanlage refinanzieren. Der Ostalbkreis als Mieter dieser Anlage würde in den ersten 4-5 Jahren die Modulanlage selbst für die Interimsunterbringung während der Generalsanierung des beruflichen Schulzentrums nutzen und sich dann für die weitere Mietdauer um geeignete Untermieter kümmern. Denkbar wäre eine Nutzung durch die benachbarte Pädagogische Hochschule oder als Bildungs- und Gründerzentrum. Auf diese Weise könnte ein Wissenscampus auf dem Hardt entstehen.

 

 

Notwendige vorbereitende Maßnahmen

 

Mit der Sanierung des Schulgebäudes soll im Juni 2019 begonnen werden. Dies setzt voraus, dass in den Osterferien 2019 mit der Auslagerung der Klassenzimmer begonnen werden kann. Unter Berücksichtigung des erforderlichen Zeitfensters von mindestens drei Monaten für die Umbauarbeiten, müsste die Modulanlage spätestens im Februar 2019 auf das Hardt versetzt werden.

 

Damit dieser Zeitplan gehalten werden kann, muss mit den notwendigen vorbereitenden Maßnahmen für die Fundamente der Modulanlage, die Herstellung der Anschlüsse für Wasser/Abwasser, Strom und Erdgas sowie für die Fahrbahnarbeiten zur Verlegung der Buswendeplatte und Stellplätze sofort begonnen werden. Diese Ausgaben sind bei den Kosten für Erwerb, Versetzen und Umbaumaßnahmen nicht enthalten.

 

Aktuell werden die Kosten für die vorbereitenden Arbeiten und Verlegung der Buswendeplatte ermittelt. Die Ausgaben dafür kommen noch zu den oben genannten Kosten hinzu. Es ist mit einem Aufwand von geschätzt 890.000 € zu rechnen. Es ist vorgesehen, dass diese Kosten über die bisher bereitgestellten Mittel für die Sanierungsmaßnahme finanziert werden.

 

 


Finanzierung und Folgekosten

 

Modulanlage

 

Das Versetzen auf das Hardt, die notwendigen Umbauarbeiten von Großraumbüros zu Klassenräumen und der Erwerb der Modulanlage wird einen Finanzbedarf von rund
4,9 Mio. € (brutto) verursachen. Kosten in dieser Höhe für die Interimsunterbringung waren bisher nicht eingeplant, da bisher von weniger Ausweichräumen ausgegangen wurde.

 

 

Daher ist geplant, das Versetzen der Modulanlage auf das Hardt, die notwendigen Umbauarbeiten von Großraumbüros zu Klassenräumen und den Erwerb nicht selbst zu finanzieren, sondern die Anlage wie dargestellt von der S-Projektverwaltungsgesellschaft Ostalb mbH anzumieten, um den Finanzhaushalt zu entlasten. Aktuell werden Verhandlungen mit der S-Projektverwaltungsgesellschaft Ostalb mbH hinsichtlich der genauen Konditionen geführt. Ziel ist, dass die jährlichen Mietaufwendungen möglichst dem Betrag nahe kommen, der für Zins und Tilgung bei Eigenfinanzierung anfallen würde.

 

Nach der interimsweisen Benutzung der Modulanlage durch den Ostalbkreis während der Sanierungsmaßnahme sind Mieteinnahmen durch eine Nachnutzung denkbar.

 

 

Notwendige vorbereitende Maßnahmen

 

Die Kosten für die notwendigen vorbereitenden Maßnahmen könnten aus dem Haushaltsplanansatz für die Generalsanierung des Hauptgebäudes bereitgestellt werden.

 

Sie werden aktuell ermittelt und werden im Rahmen der Sitzung erläutert.

 

 

Gesamtkosten Generalsanierung

 

Eine aktualisierte Kostenübersicht für die Generalsanierung basierend auf den neuen Erkenntnissen der aufgefundenen Schadstoffen wird bis zur Sondersitzung des Ausschusses für Bildung und Finanzen im Kreisberufschulzentrum Schwäbisch Gmünd am 27. Oktober 2018 ermittelt.

 

 

 

 

 

 

 


Anlagen

 

-

 

Sichtvermerke

 

Geschäftsbereichsleiter

__________________________________________

 

Bihr

 

 

Dezernat I     

__________________________________________

 

Wolf

 

 

Dezernat II

__________________________________________

 

Kurz

 

 

Landrat

__________________________________________

 

Pavel

 

Stammbaum:
197/2018   Gebäudesanierung des Kreisberufsschulzentrums Schwäbisch Gmünd - Beschluss über Ausweichräume für die Generalsanierung   Geschäftsbereich Hochbau und Gebäudewirtschaft   Beschlussvorlage
197-1/2018   Gebäudesanierung des Kreisberufsschulzentrums Schwäbisch Gmünd - Beschluss über Ausweichräume für die Generalsanierung   Geschäftsbereich Hochbau und Gebäudewirtschaft   Beschlussvorlage