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Vorlage - 200/04  

 
 
Betreff: Verwaltungsreform
- Integration der schulpsychologischen Beratungsstelle in die Landkreisverwaltung
Status:öffentlich  
Federführend:Hauptamt   
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss Vorberatung
18.10.2004 
Sitzung des Jugendhilfeausschusses zur Kenntnis genommen   

Antrag der Verwaltung:

 

Von der Umsetzung der Verwaltungsreform im Bereich der Schulpsychologischen Beratungsstelle wird Kenntnis genommen.


Sachverhalt/Begründung:

 

Mit In-Kraft-Treten des Verwaltungsstruktur-Reformgesetzes (VRG) zum 1. Januar 2005 gehen die Aufgaben der bisher zu den Oberschulämtern gehörenden schulpsychologischen Beratungsstellen auf die Landratsämter über. Die in Aalen ansässige Beratungsstelle ist derzeit für den Ostalbkreis sowie für den Landkreis Heidenheim zuständig. Gemäß den Regelungen des VRG wird zum 1. Januar 2005 keine kreisgrenzenscharfe Trennung erfolgen. Dies bedeutet, dass der Landkreis Heidenheim weiterhin von der schulpsychologischen Beratungsstelle in Aalen mitbetreut wird.

 

Die Aufgaben der schulpsychologischen Beratungsstelle liegen vor allem in der Einzelberatung von Kindern und Eltern, aber auch von Lehrern. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Lehrerfortbildung sowie die Beratungslehrerausbildung. Ergänzend werden Maßnahmen der Schulentwicklung (vor allem zu den Themen Mobbing und Krisenintervention angeboten). Hier bestehen bereits enge Verflechtungen und eine gute Zusammenarbeit mit den heute bestehenden Beratungsangeboten des Ostalbkreises.

 

Die schulpsychologische Beratungsstelle ist eine wertvolle Hilfe vor allem für Kinder und Eltern, wenn Probleme vorliegen, deren Ursachen im Umfeld des Themas Schule zu suchen sind. So sind vor allem Ängste (z. B. vor Klassenarbeiten, vor Mitschülern, vor Lehrern), die Drogenproblematik, Erziehungsfragen, Hausaufgaben, das Thema Hochbegabung, Hyperaktivität, ADS, Konzentrationsstörungen, Linkshändigkeit, Nachhilfe, Rechenschwäche, Legasthenie, Stottern, Schulwahl usw. Gründe dafür, die Hilfe der schulpsychologischen Beratungsstelle in Anspruch zu nehmen. Die Dienst- und Fachaufsicht in diesem Bereich liegt weiterhin beim Land Baden-Württemberg.

 

Die Leiterin der schulpsychologischen Beratungsstelle, Frau Saul, wird in der Sitzung weitergehende Informationen geben.

 

 

Einbindung der schulpsychologischen Beratungsstelle in die künftige Organisation des Landratsamts Ostalbkreis

 

Die schulpsychologische Beratungsstelle geht als Gesamtheit auf den Ostalbkreis über; auch weiterhin wird der Landkreis Heidenheim mitbetreut. Personell ist die Beratungsstelle mit zwei Diplom-Psychologen (1,5 Stellen) sowie zwei Verwaltungskräften (eine Stelle) besetzt. Im Rahmen der Eingliederung in die Landkreisverwaltung ist vorgesehen, die schulpsychologische Beratungsstelle dem Dezernat V - Jugend und Soziales - zuzuordnen. Aufgrund der engen Wechselwirkungen mit dem Bereich Sozialplanung, Controlling, Prävention wird es möglich, die Beratungsangebote des Ostalbkreises nun noch umfassender „aus einer Hand“ anzubieten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die schulpsychologische Beratungsstelle wird in Aalen im Kreishaus untergebracht.

 

Die räumliche Unterbringung in Aalen gewährleistet, dass keine Verschlechterung gegenüber der bestehenden Erreichbarkeit entsteht, insbesondere auch im Hinblick auf die nach wie vor gegebene Zuständigkeit für den Landkreis Heidenheim.


Finanzierung und Folgekosten:

 

Den Landkreisen werden über den kommunalen Finanzausgleich die für die Aufgabenerfüllung erforderlichen Mittel für Personal, Unterbringung, IuK-Aufwand und Sachaufwand zugewiesen. Es ist jedoch innerhalb von sieben Jahren eine Effizienzrendite von 20 % zu erwirtschaften, da die Landesmittel stufenweise zurückgefahren werden.


Anlagen:

 

keine

 

 

 

Sichtvermerke:

 

Fachamt   __________________________________________________

    Brandt

 

Fachdezernent/Hauptamt __________________________________________________

   Wolf

 

Kämmerei   __________________________________________________

    Hubel

 

Sozialdezernent  __________________________________________________

   Rettenmaier

 

Landrat   __________________________________________________

    Pavel