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Antrag der Verwaltung
Der Betriebsausschuss Klinikimmobilien beschließt die Vergabe der Fachplanung Medizintechnik inklusive Planung für Apotheken- und Labortechnik für das Klinikgebäude des Neubaus Regionalversorger in Essingen in der Leistungsstufe 1 (Leistungsphasen 1 und 2 nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI)) an den Bieter mit dem wirtschaftlichsten Angebot. Die Information zum beauftragten Unternehmen wird mit Präsentation in der Sitzung des Betriebsausschusses Klinikimmobilien am 19.10.2026 bekanntgegeben.
Sachverhalt/Begründung
Grundlage aller Entscheidungen ist die Beschlussfassung des Kreistags im März 2024 für den Standort des Regionalversorgers in Essingen und der Beschluss des Medizinkonzepts 2035 Zielvariante 2plus im September 2024.
Das Neubauprojekt ist zentraler Bestandteil zur Umsetzung der Medizinstrategie und Ergebniskonsolidierung. Entsprechend wird das Projekt mit höchster Priorität behandelt, um möglichst schnell die damit einhergehenden Effekte für eine effiziente, qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung zu erreichen.
Mit Beschluss des Betriebsausschusses vom 10.06.2026 (VO 086/2026) wurde die Durchführung von EU-weiten VgV-Verfahren mit Teilnahmewettbewerb unter anderem für die Fachplanung Medizintechnik freigegeben. Das Verfahren wurde als zweistufiges Verhandlungsverfahren durchgeführt.
Gegenstand des Vergabeverfahrens waren Leistungen der Fachplanung der Medizintechnik inklusive Apotheken- und Labortechnik gemäß Anlagengruppe 7 (nutzungsspezifische Anlagen und verfahrenstechnische Anlagen) gemäß § 53 Absatz 2 Nummer 7 der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (kurz: HOAI, Fassung 2021) sowie Leistungen gemäß § 55 HOAI in Verbindung mit Anlage 15, Leistungsphasen 1 bis 9, für den Neubau Regionalversorger der Kliniken Ostalb am Standort Essingen.
Das Verfahren wurde am 17.07.2026 EU-weit veröffentlicht.
Bis zum Ablauf der Teilnahmefrist am 17.08.2026 gingen insgesamt fünf Teilnahmeanträge ein. Alle Teilnahmeanträge wurden geprüft und waren formal ordnungsgemäß. Alle Teilnahmeanträge erfüllten die Mindestanforderungen an die anzugebenden Referenzen. Anhand der benannten Kriterien wurden die Bewerber ausgewählt, die gemäß den veröffentlichten Bewertungskriterien im Vergleich besonders geeignet sind. Es wurden vier Bewerber zur Angebotsabgabe aufgefordert.
Im Rahmen der Angebots- und Verhandlungsphase gingen drei wertbare Erstangebote ein. Ein Bewerber teilte am 16.09.2026 mit, am weiteren Verfahren nicht mehr teilzunehmen und kein Angebot abzugeben.
Die drei verbliebenen Bieter wurden mit Schreiben vom 22.09.2026 zu einem Präsentations- und Verhandlungstermin am 30.09.2026 aufgefordert. Die aufgeforderten Bieter nahmen an den Präsentations- und Verhandlungsterminen teil.
Im Anschluss an die Präsentations- und Verhandlungsgespräche wurden die Bieter zur Abgabe eines Letztangebots aufgefordert. Die Letztangebote gehen aus Verfahrensgründen erst zum 12.10.2026 und damit nach der Ladungsfrist für die Sitzung des Betriebsausschusses ein. Die frist- und formgerecht eingereichten Angebote werden nach Angebotsöffnung kurzfristig ausgewertet und geprüft und eine Vergabeempfehlung formuliert.
Die Beauftragung der Fachplanung Medizintechnik ist für den weiteren Projektverlauf von wesentlicher Bedeutung. Sie ist erforderlich, um die Planung des Klinikgebäudes fachlich vollständig zu unterlegen, die technischen Anforderungen eines modernen Krankenhausneubaus belastbar zu definieren und die planerischen Schnittstellen zur Objektplanung, Projektsteuerung sowie zu den weiteren Fachplanungen abzustimmen.
Um dies zu gewährleisten ist es erforderlich, dass der Vergabebeschluss noch in die Sitzung am 19.10.2026 eingeht. Die entsprechende Formulierung der Vergabeempfehlung auf Basis der eingegangenen Angebote wird in der Sitzung zur Beschlussfassung persönlich vorgetragen. Finanzierung und Folgekosten
Im Wirtschaftsplan 2026 wird für das Projekt Neubau Regionalversorger mit einer Landesförderung in Höhe von 5,0 Mio. Euro kalkuliert sowie eine Kreditermächtigung in Höhe von 7,0 Mio. Euro eingestellt. Die Finanzierung der jetzt zu beauftragenden Honorare für den Fachplaner Medizintechnik ist in den Wirtschaftsplänen 2026 ff. zu berücksichtigen.
Im Zuge der Vorplanung wird eine Kostenschätzung für das Klinikgebäude erstellt.
Erst nach der Beauftragung der Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung) wird eine qualifizierte Kostenberechnung für den Neubau des Regionalversorgers und die betriebsrelevanten umgebenden Gebäude zur Verfügung stehen.
Die Gespräche mit dem Sozialministerium Baden-Württemberg über die Fördermöglichkeiten des Neubaus in Essingen werden kontinuierlich fortgeführt. Der nächste Termin findet im November 2026 statt.
Der Antrag auf Auszahlung einer vorgezogenen Planungsrate für den Neubau des Regionalversorgers wurde vom Sozialministerium Referat 53 Krankenhausförderung und Krankenhausfinanzierung in Stuttgart am 25.02.2026 positiv beschieden und in das Jahreskrankenhausbauprogramm 2026 aufgenommen. Insgesamt wurden 10 Mio. Euro als erste Planungsrate bewilligt. Die Höhe der jeweils abzurufenden Mittel richtet sich nach den für die Planung bereits angefallenen und nachgewiesenen Kosten.
Anlagen
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Sichtvermerke
gez. Rieß, Betriebsleiter gez. Stauske, Projektleitung gez. Kurz, Dezernat II gez. Dr. Bläse, Landrat
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