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Vorlage - 129/2026  

 
 
Betreff: Sachstandsbericht zu Landwirtschaft 4.0
Status:öffentlich  
Federführend:Geschäftsbereich Bildung und Kultur   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Finanzen, Bildung und Digitalisierung Kenntnisnahme
16.07.2026 
Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Bildung und Digitalisierung ungeändert beschlossen   

Antrag der Verwaltung

 

  1. Der Ausschuss nimmt den Bericht über das erste erfolgreiche Geschäftsjahr des Innovationszentrums Landwirtschaft 4.0 an der Justus-von-Liebig-Schule Aalen zur Kenntnis. Die Fortführung des Konzepts zur Stärkung der landwirtschaftlichen Betriebe im Ostalbkreis wird unterstützt.

 

  1. Die notwendigen finanziellen Mittel für das EIP-Projekt (Eigenanteil) in Höhe von 8.750 € für die Jahre 2027 und 2028 werden in den jeweiligen Haushalten dargestellt und genehmigt.

 

 

 

 


Sachverhalt/Begründung

 

Innovationszentrum Landwirtschaft 4.0 – Bericht über das erste Geschäftsjahr und die zukünftige Ausrichtung

 

 

1. Sachverhalt und Ausgangslage

Auf Grundlage des Kabinettsbeschlusses vom Juli 2022 zur Stärkung der Bildungsstrukturen im ländlichen Raum wurde das innovative Konzept „Landwirtschaft 4.0“ entwickelt. Ziel war es von Beginn an, die grünen Berufe im Ostalbkreis „fit für die Zukunft“ zu machen und die Zukunftsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe durch ein hochwertiges und praxisnahes Weiterbildungsangebot zu sichern.

 

Besondere Schwerpunkte wurden auf die Digitalisierung, die Unternehmensführung und die Anpassung an neue rechtliche Rahmenbedingungen gelegt. Vor einem Jahr wurde das „Innovationszentrum Landwirtschaft 4.0“ an der Justus-von-Liebig-Schule Aalen implementiert, um diese Ziele zu verwirklichen. Der Ausschuss für Finanzen, Bildung und Digitalisierung hat in seiner Sitzung vom 25.02.2025 davon Kenntnis genommen und der Finanzierung von 25.000 € über die nächsten 3 Jahre beschlossen.

 

 

2. Geschäftsbericht des ersten Jahres: Umsetzung und Erfolge

Das erste Jahr des Innovationszentrums war von Aufbau, Vernetzung und der erfolgreichen Durchführung erster Bildungsangebote geprägt.

 

a)   Aufbau der Strukturen und Kooperationen

 

Ein zentraler Meilenstein war der Aufbau und die Vertiefung der Kooperation mit der Universität Hohenheim, der Hochschule Nürtingen-Geislingen, dem Bauernverband und weiteren Partnern. Wie geplant, wurde eine Geschäfts- und Koordinierungsstelle direkt an der Justus-von-Liebig-Schule in Aalen eingerichtet und zunächst durch die ALH Kupferzell besetzt. Aufgrund von Krankheit musste die Stelle im September 2025 neu besetzt werden. Diese Stelle berät, organisiert und koordiniert das gesamte Weiterbildungsangebot.

 

Gleichzeitig wurde die Beschulung der Wirtschafter (ca. 4 Studierende pro Jahr) an die ALH Kupferzell verlagert. Die dadurch an der Fachschule für Landwirtschaft Aalen freigewordenen Personalressourcen verblieben wie vorgesehen vollständig am Standort Aalen und wurden gezielt zur qualitativen Stärkung und zum Ausbau des Konzepts „Landwirtschaft 4.0“ eingesetzt.

 

b)   Der Innovationsrat als zentrales Netzwerkgremium

 

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist der etablierte „Innovationsrat“. Dieses Gremium dient dem permanenten Austausch und der strategischen Weiterentwicklung und stellt sicher, dass die Angebote des Zentrums praxisrelevant und wissenschaftlich fundiert sind. Die Gründungssitzung war am 01.10.2025.


Im Innovationsrat sind entscheidende Akteure der Branche vernetzt:

  • Geschäftsbereich Landwirtschaft und Bildung und Kultur
  • Fachhochschule Nürtingen/Geislingen und Universität Hohenheim, Justus-von-Liebig-Schule Aalen
  • Bauernverband Ostalb-Heidenheim, Landfrauen
  • Vertreter der Landtechnik und des Landhandels
  • Maschinenring, LEL, LKV, Beratungsdienste und Buchstellen
  • Biomusterregionen und das Forstliche Bildungszentrum Königsbronn
  • Ausbilder und Direktvermarkter
  • Ministerium für ländlichen Raum Baden-Württemberg
  • ALH Kupferzell

 

Diese enge Vernetzung stellt sicher, dass Forschungsergebnisse direkt in die Aus-, Fort- und Weiterbildung einfließen und umgekehrt praktische Anwendungserkenntnisse zurück in die Wissenschaft gelangen.

 

c) Digitale und fachliche Ausstattung

 

Die Justus-von-Liebig-Schule Aalen hat sich als idealer Standort erwiesen. Mit einer modernen digitalen Ausstattung können digitale und technische Innovationen für die Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter unmittelbar erlebbar gemacht werden. Ein hochqualifiziertes Kollegium von 107 Lehrkräften mit vielfältigen Praxiserfahrungen sichert die hohe Qualität der Lehre. Der Einsatz von KI-Tools ist bereits fester Bestandteil der Ausbildung, was die Zukunftsgerichtetheit des Standorts unterstreicht.

 

 

3. Auftaktveranstaltung:
 

22.10.2025: Auftaktveranstaltung Innovationszentrum Landwirtschaft 4.0

Dr. Beate Zimmermann von der Universität Hohenheim präsentierte im Foyer der Justus-von-Liebig-Schule vor rund 120 Teilnehmenden das Forschungsprojekt NOcsPS, eine innovative Methode für den Pflanzenschutz. Die Universität Hohenheim untersucht derzeit, inwieweit ein Anbausystem, das auf den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel verzichtet, aber Ertragsvorteile eines effizienten Einsatzes mineralischer Düngemittel sowie innovative Anbaumaßnahmen nutzt, zu einer nachhaltigen Landwirtschaft beitragen kann.

 

Auftakt-Veranstaltung Innovationszentrum Landwirtschaft 4.0_22.10.2025

 

 

4. Veranstaltungsrückblick

 

26.11.2025: Vorstellung der App „Mein Acker

 

Helmut Winter und Julian Keim vom Maschinenring Ostalb e.V. stellten bei dieser Veranstaltung die Funktionen der App vor, demonstrierten die einfache Bedienung und beantworteten Fragen der rund 30 Teilnehmenden, die vor Ort und auch Online zugeschaltet waren. Funktionen der App sind z.B. die automatische Erstellung von gesetzeskonformen Pflanzenschutz- und Düngedokumentationen oder die Erstellung, der Empfang und Versand von E-Rechnungen.

VA_11.2025_Vorstellung App „Mein Acker“

 

 

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18.12.2025:  Effizienter Pflanzenschutz mit Hilfe von digitaler Entscheidungsunterstützung mit Dr. Maximilian Seitz, BASF Digital Farming GmbH


Digitale Entscheidungsunterstützungssysteme ermöglichen es Anwendern, Pflanzenschutzmaßnahmen effektiver und effizienter durchzuführen.

Im Rahmen dieses Vortrags wurden rund 20 Teilnehmenden die Grundlagen von Prognosemodellen zur Vorhersage von Pflanzenkrankheiten sowie die biomassebasierte, teilflächenspezifische Behandlung vermittelt. Die Veranstaltung konnte auch im Livestream verfolgt werden. Am Beispiel des xarvio FIELD MANAGERS wurde aufgezeigt, wie diese Ansätze in der Praxis umgesetzt werden können. Abschließend wurden Versuchsergebnisse präsentiert, die den Mehrwert sowohl aus pflanzenbaulicher als auch aus betriebswirtschaftlicher Perspektive verdeutlichen.

 


VA_18.12.2025_Effizienter Pflanzenschutz

 

 

5. Veranstaltungen Ausblick

 

Das Innovationszentrum wird sein Angebot kontinuierlich ausbauen und an die Bedürfnisse der landwirtschaftlichen Betriebe anpassen. Für das kommende Jahr sind unter anderem folgende Themenschwerpunkte geplant:

 

  • Seminarreihe zur Unternehmensnachfolge: Strategien und rechtliche Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Hofübergabe.
  • Workshop „Drohnentechnologie in der Landwirtschaft“: Praktischer Einsatz von Drohnen zur Bestandsüberwachung und teilflächenspezifischen Düngung.
  • Feldtag „Regenerative Landwirtschaft“: Vorstellung von Methoden zur Verbesserung der Bodengesundheit und Wasserspeicherkapazität.
  • Informationsabend „Neue GAP-Förderperiode“: Ein detaillierter Überblick über die neuen Richtlinien und Antragsverfahren.

 

Das Projekt wird weiterhin über die verbleibenden zwei Jahre der Implementierungsphase vom MLR evaluiert. Verbesserungsvorschläge aus der Praxis und dem Innovationsrat werden kontinuierlich aufgenommen und umgesetzt, um die hohe Qualität und Relevanz des Angebots sicherzustellen.

 

 


Das Innovationszentrum hat bereits eine Reihe vielbeachteter Veranstaltungen organisiert, die auf großes Interesse stießen. Die Formate reichten von Präsenzterminen über hybride Modelle bis zu reinen Online-Vorträgen. Weitere innovative Veranstaltungen sind bereits fest im Programm aufgenommen:

 

Datum

Veranstalter/Partner

Referent(en)

Thema

 

 

 

 

Mi, 21.10.2026

Landratsamt Ostalbkreis

Martin Brandt, Markus Gürtler

Datenschutz und Datensicherheit in der Landwirtschaft

Do, 26.11.2026

Landwirtschaftliche Buchstelle Aalen

Thomas Schneider

Start in die digitale Buchführung - Vorstellung der App „Just Farming“

Mi, 16.12.2026

HfWU Nürtingen-Geislingen

Prof. Dr. Markus Frank

Einsatz digitaler Technologien in der Außenwirtschaft

Do, 28.01.2027

farming-revolution Böhmenkirch

Timo Grupp

Vorstellung des Hackroboters Farming GT

Mi, 24.02.2027

HfWU Nürtingen-Geislingen

Prof. Dr. Schneider

Neue Ansätze in der Milchtierfütterung

Di, 16.03.2027

LSZ Boxberg

Andrea Wild

Digitalisierung in der Schweinehaltung

Do, 22.04.2027

Bio-Musterregion Rems-Murr-Ostalb

Melina Kesel

Regionale Wertschöpfungsketten in der Bio-Landwirtschaft

Di, 09.06.2027

Innovationszentrum Landwirtschaft 4.0

Diverse

Vorstellung des aktuellen Stands des EIP-Projekts

 

Diese Veranstaltungen zeigen die thematische Bandbreite von Digitalisierung und Robotik über Betriebswirtschaft bis hin zu Fütterungsmanagement und regionaler Vermarktung.

 

 

6. EIP- Förderantrag:

 

Der Ostalbkreis hat sich im Rahmen von Landwirtschaft 4.0 gemeinsam mit einer operationellen Gruppe beim Ministerium für ländlichen Raum mit der Stufe 1 des Antrags für ein sehr innovatives und zukunftsweisendes Projekt beworben und am 01.07.2026 den Bescheid erhalten, dass der Antrag für die 2. Stufe des Förderprogramms gestellt werden kann. Maßnahmenbeginn wäre Januar 2027 mit einer Laufzeit von 2 Jahren.

 

Thema: Entwicklung und Verbreitung innovativer und digital basierter Verfahren zur effizienten Unkrautkontrolle in Naturschutzgebieten

 

1. Einleitung und Problemstellung

 

Der Anbau von Mais ist ohne eine effektive Unkrautregulierung wirtschaftlich nicht tragfähig, da Ertragsverluste von bis zu 5,8 t/ha drohen. Während in der konventionellen Landwirtschaft Herbizide zur Anwendung kommen, ist deren Einsatz auf landwirtschaftlichen Flächen in Naturschutzgebieten sowie im ökologischen Landbau gesetzlich untersagt. Dieses Verbot, verankert im Biodiversitätsstärkungsgesetz Baden-Württembergs, stellt Landwirte vor erhebliche Herausforderungen. Bestehende nicht-chemische Verfahren, wie die mechanische Bearbeitung, erreichen oft nur einen Wirkungsgrad von 60-70 %, was zu signifikanten Ertragseinbußen führt und die Wirtschaftlichkeit der Betriebe gefährdet.

 

Das Projekt „InnoNat“ adressiert diesen Zielkonflikt zwischen landwirtschaftlicher Produktivität, Naturschutzauflagen und dem politischen Ziel, den Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren.

 

 

2. Projektziele und Innovationspotenzial

 

Hauptziel des Projekts ist die Entwicklung, Erprobung und Bewertung eines integrierten Systems aus innovativen, digital basierten und nicht-chemischen Verfahren zur Unkrautkontrolle im Maisanbau. Angestrebt wird ein Bekämpfungserfolg von über 90 %, der mit dem von Herbizid-Anwendungen vergleichbar ist.

 

Die Innovation liegt in der intelligenten Kombination und Weiterentwicklung modernster Technologien, die in einem mehrstufigen Ansatz (additive Strategie) aufeinander aufbauen:

 

  • Autonome, KI-gesteuerte Hackroboter: Präzise Unkrautbekämpfung zwischen und in den Pflanzenreihen.

 

  • Kameragesteuerte Hacken: Automatische, hochpräzise Steuerung von Hackwerkzeugen zur Minimierung von Kulturpflanzenschäden.

 

  • Etablierung von Untersaaten und Zwischenfrüchten: Einsatz von Streudrohnen zur Aussaat und einer neuartigen, reihenbezogenen Messerwalze zur Steuerung des Biomasseaufwuchses. Dies erhöht die Biodiversität, unterdrückt Unkraut und schützt den Boden.

 

Durch diesen Ansatz soll Landwirten in Schutzgebieten und Öko-Betrieben eine robuste, praxistaugliche und wirtschaftliche Alternative zum chemischen Pflanzenschutz geboten werden.

 

 

3. Methodik und Vorgehensweise

 

Die Umsetzung erfolgt in vier aufeinander abgestimmten Arbeitspaketen (AP), die auf Praxisbetrieben im Ostalbkreis durchgeführt werden:

 

AP1: Pflanzenbauliche Versuche und Demonstrationen (Leitung: Universität Hohenheim): Auf den Flächen der Partnerbetriebe werden Exaktversuche und Demonstrationen angelegt. Hierbei werden die innovativen Maßnahmenpakete (MPs) getestet, die präzise auf die Entwicklungsstadien von Unkraut und Mais abgestimmt sind. Dies umfasst Maßnahmen zur Reduktion der Bodensamenbank, den Einsatz der Hackroboter und Kamerahacken sowie die Etablierung von Untersaaten und Zwischenfrüchten mittels Drohne und Messerwalze.

 

AP2: Ökonomische Begleituntersuchungen (Leitung: HfWU Nürtingen-Geislingen): Die entwickelten Verfahren werden systematisch ökonomisch bewertet. Dabei werden Kosten und Leistungen der innovativen Methoden erfasst und mit den praxisüblichen Verfahren verglichen. Ziel ist die Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen zur Wirtschaftlichkeit für die landwirtschaftliche Praxis.

 

AP3: Aus- und Weiterbildung (Leitung: Justus-von-Liebig-Schule Aalen & InnoZ LW 4.0): Die Projekterkenntnisse fließen direkt in die landwirtschaftliche Aus- und Weiterbildung ein. Es werden moderne Lehrangebote (z.B. Tutorials, Online-Formate) entwickelt, um Fachkompetenzen für digitale Techniken zu vermitteln und den Nachwuchs frühzeitig mit den Innovationen vertraut zu machen.

 

AP4: Projektkoordination, Ergebnisverbreitung und Öffentlichkeitsarbeit (Leitung: Landratsamt Ostalbkreis): Der Leadpartner steuert das Gesamtprojekt und sorgt für eine breite Verbreitung der Ergebnisse. Durch Feldtage, Fachveranstaltungen, Publikationen und digitale Medien werden Landwirte, Berater, Naturschutzakteure und die interessierte Öffentlichkeit erreicht, um einen schnellen Transfer in die Praxis zu gewährleisten.

 

 

4. Projektpartner und Zusammenarbeit

 

Das Projekt zeichnet sich durch ein starkes, transdisziplinäres Konsortium aus, das die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung bis zur Anwendung abbildet:

 

Leadpartner & Koordination: Landratsamt Ostalbkreis

 

Wissenschaft & Forschung: Universität Hohenheim (Fachgebiet Herbologie), Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU)

 

Landwirtschaftliche Praxis: Feldwieser Hof, Götzenmühle, Nagelmühle

 

Bildung & Beratung: Justus-von-Liebig-Schule Aalen, Innovationszentrum Landwirtschaft 4.0, Bauernverband Ostalb-Heidenheim e.V., LEL

 

Industrie & Technologie: Farming revolution GmbH, AMAZONEN-WERKE H. DREYER SE & Co. KG, Fyeld Deutschland GmbH

 

Weitere Partner: Hohenloher Molkerei eG, Maschinenring Ostalb e.V.

 

Die Zusammenarbeit wird durch regelmäßige Treffen, eine gemeinsame Online-Plattform und einen Expertenbeirat sichergestellt.

 

 

5. Erwartete Ergebnisse und Bedeutung für die Praxis

 

Der Hauptnutzen des Projekts ist die Bereitstellung eines praxiserprobten und wirtschaftlich tragfähigen Verfahrens zur herbizidfreien Unkrautkontrolle. Dies sichert die Erträge und damit die Existenz von landwirtschaftlichen Betrieben in ökologisch sensiblen Gebieten. Weiterhin leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag:

 

Stärkung des Ökolandbaus: Es erleichtert Betrieben die Umstellung auf ökologische Bewirtschaftung.

Förderung der Biodiversität: Durch Untersaaten und den Verzicht auf Herbizide wird die Artenvielfalt auf dem Acker erhöht.

 

Umwelt- und Klimaschutz: Reduktion von Treibhausgasemissionen durch den Einsatz energieeffizienter Roboter und Drohnen sowie Schutz von Boden und Wasser.

 

Wissenstransfer: Die direkte Integration der Ergebnisse in die Aus- und Weiterbildung sichert die Zukunftsfähigkeit der Branche.

 

Das Projekt unterstützt somit direkt die Ziele des Green Deals, der Farm-to-Fork-Strategie und die spezifischen Anforderungen des Landes Baden-Württemberg zur Pflanzenschutzmittelreduktion.

 

 

Eckdaten des Projekts

 

 

 

Projektlaufzeit:

24 Monate (01.01.2027 – 31.12.2028)

Ansprechpartner:

Marion Freytag, Landratsamt Ostalbkreis

Geplanter Fördermittelbedarf:

517.351,20 € €

 

Mit Bescheid vom 01.07.2026 hat das Regierungspräsidium Stuttgart die Fördermittel in Höhe von 517.351,20 € zugesagt. Der Eigenanteil des Ostalbkreises für Investionen liegt bei 8.750 € aufgeteilt auf die Jahre 2027 und 2028. Maßnahmenbeginn ist der 01.01.2027.

 

 

6. Bewertung und Fazit

 

Das Innovationszentrum Landwirtschaft 4.0 hat sich im ersten Jahr seines Bestehens erfolgreich etabliert. Die geschaffenen Strukturen, insbesondere die Koordinierungsstelle und der schlagkräftige Innovationsrat, haben sich als äußerst wirksam erwiesen. Es ist gelungen, ein attraktives, regionales Weiterbildungsangebot zu schaffen, das die Betriebe im Ostalbkreis direkt bei den aktuellen Herausforderungen unterstützt.

Die konsequente Nutzung der freigewordenen Personalressourcen am Standort Aalen hat die notwendige qualitative Stärkung ermöglicht. Gemäß dem bildungspolitischen Credo „Kein Abschluss ohne Anschluss“ bietet das Zentrum eine essenzielle Anlaufstelle für die berufliche Bildung und sichert die Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft in unserer Region.

 


Finanzierung und Folgekosten

 

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Anlagen

 

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Sichtvermerke

 

gez. Freytag, Geschäftsbereich

gez. Kurz, Dezernat II

gez. Dr. Bläse, Landrat