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Vorlage - 100/2026  

 
 
Betreff: Geschäftsbericht 2025 des Jobcenters Ostalbkreis
Status:öffentlich  
Federführend:Jobcenter Ostalbkreis Beteiligt:D e z e r n a t V
Beratungsfolge:
Kreistag Kenntnisnahme
30.06.2026 
Sitzung des Kreistags zur Kenntnis genommen   
Anlagen:
20260527_jobcenter-Ostalbkreis_GB-2025

Antrag der Verwaltung

 

Kenntnisnahme.

 

 


Sachverhalt/Begründung

 

Das Jahr 2025 war wieder ein herausforderndes Jahr für das Jobcenter Ostalbkreis. Die Arbeitslosenquote im SGB II lag zum Jahresende bei 1,9 %. Die Zahl derjenigen, die in Arbeit und Ausbildung vermittelt wurden, ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 2.051 Personen in den 1. Arbeitsmarkt integriert.

 

Die Integrationsarbeit war auch in 2025 geprägt von geschäftspolitischen Herausforderungen durch die aus der Ukraine geflüchteten Menschen und der Arbeit mit besonderen Zielgruppen am Arbeitsmarkt. Menschen mit multiplen Handicaps und/oder schwierigem persönlichen Lebensumfeld benötigen mehr als zuvor die Hilfe und Unterstützung des Jobcenters. Die Kunden wurden in ihrer Individualität und Vielfalt durch die Maßnahmen im Arbeitsmarktprogramm in ihrer beruflichen Integration unterstützt. Dem zunehmenden Fach- und Arbeitskräftemangel in Ostwürttemberg wurde durch neue Projekte sowie mehr Qualifizierung und Weiterbildung begegnet. Einen zentralen Schwerpunkt bildeten im Jahr 2025 die Themen Weiterbildung und Qualifizierung. Vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftebedarfs und der sich wandelnden Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt wurde die Förderung beruflicher Weiterbildung weiter ausgebaut und intensiviert. In enger Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit sowie regionalen Bildungsträgern wurden vielfältige Qualifizierungsangebote bereitgestellt und durch Veranstaltungen wie Weiterbildungstage und -messen gezielt vermittelt. Ziel ist es, Kundinnen und Kunden durch passgenaue Qualifizierungen nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren und ihre beruflichen Perspektiven langfristig zu verbessern.

 

Ein weiterhin wichtiges Thema des Jahres 2025 war die berufliche Integration von Langzeitarbeitslosen. Im Januar 2025 waren 1.856 Menschen in der Zuständigkeit des Jobcenters von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen. Mit Abschluss des Kalenderjahres 2025 ist die Anzahl der Langzeitarbeitslosen auf 1.924 angestiegen. Der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr ist mit den Geflüchteten aus der Ukraine zu begründen. Darüber hinaus wirkten sich auch regionale Faktoren aus: Insbesondere der strukturelle Wandel in der Automobil- und Zulieferindustrie in Ostwürttemberg sowie damit verbundene Beschäftigungsrückgänge und steigende Qualifikationsanforderungen erschwerten die nachhaltige Integration.

 

Der Zugang der ukrainischen Geflüchteten in den Rechtskreis SGB II seit Juni 2022 stellte das Jobcenter Ostalbkreis auch im Jahr 2025 vor eine große Herausforderung. Im Dezember 2025 waren 1.551 ukrainische erwerbsfähige Leistungsberechtigte und 644 nichterwerbsfähige Leistungsberechtigte (z. B. Kinder unter 15 Jahren) gemeldet. Diese verteilten sich auf insgesamt 977 Bedarfsgemeinschaften. Mit dem Ziel, Geflüchtete schnell und zugleich nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren stieg gleichzeitig die Informations- und Aufklärungsarbeit in der Gesellschaft. Um die Entwicklungen sichtbar zu machen und Erfolge transparent darzustellen, wird verstärkt auf eine aktive Pressearbeit gesetzt. Im Mittelpunkt stehen dabei ausgewählte, erfolgreiche Integrationsbeispiele aus der Praxis, die in enger Zusammenarbeit mit Integrations- und Netzwerkpartnern sowie den Geflüchteten selbst entstehen. Erfahrungsberichte, Kennzahlen und Entwicklungen werden gezielt aufbereitet, um ein anschauliches und umfassendes Bild der Integrationsarbeit des Jobcenters und aller Mitverantwortlichen zu vermitteln.


Auch im Jahr 2025 wurden die Digitalisierungsprozesse im Jobcenter Ostalbkreis weiter vorangetrieben. Ein Schwerpunkt lag auf der Weiterentwicklung der App „Mein Jobcenter Ostalbkreis“, die den Bürgergeldempfängern eine einfache und sichere Kommunikation sowie die digitale Einreichung von Unterlagen ermöglicht und damit die Bearbeitungszeiten verkürzt. Ergänzend wurden durch den Einsatz von Robotic Process Automation (RPA) interne Abläufe – insbesondere bei der Verarbeitung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen – automatisiert. Zudem beteiligte sich das Jobcenter am Pilotprojekt zum Identitätsdatenabruf (IDA), um Verwaltungsprozesse zu beschleunigen und zu vereinfachen. Auch die digitale Bearbeitung von Anträgen wurde weiter verbessert, sodass eingehende Online-Anträge schneller verarbeitet und zugeordnet werden können. Durch die im Zuge der Digitalisierung gewonnenen Ressourcen konnten wir die Kontaktdichte zu unseren Kundinnen und Kunden erhöhen und damit auch die Integrationsquote steigern.

 

Neben einer Reihe von Statistikdaten werden im Geschäftsbericht 2025 die Schwerpunkte der Integrationsarbeit, die Tätigkeitsfelder und Digitalisierungsprojekte des vergangenen Jahres, die Zusammenarbeit mit Gremien und Organisationen und die organisatorischen Belange detailliert dargestellt.

 

 


Finanzierung und Folgekosten

 

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Anlagen

 

Geschäftsbericht 2025 des Jobcenters

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sichtvermerke

 

gez. Köble, Geschäftsbereichsleiter

gez. Urtel, Dezernat V

gez. Kurz, Dezernat II

gez. Dr. Bläse, Landrat

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 20260527_jobcenter-Ostalbkreis_GB-2025 (13115 KB)