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Antrag der Verwaltung
Der Betriebsausschuss Klinikimmobilien beschließt die Durchführung von EU-weiten VgV-Verfahren mit Teilnahmewettbewerb für die Fachplanung von
des Regionalversorgers in Essingen als zweistufige Verhandlungsverfahren.
Sachverhalt/Begründung
Das Neubauprojekt ist zentraler Bestandteil zur Umsetzung der Medizinstrategie und Ergebniskonsolidierung bei den Kliniken Ostalb. Entsprechend wird das Projekt mit höchster Priorität behandelt, um möglichst schnell die damit einhergehenden Effekte für eine effiziente, qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung zu erreichen.
Nach der Beschlussfassung des Kreistags im März 2024 für den Standort des Regionalversorgers in Essingen, dem Beschluss des Medizinkonzepts 2035 im September 2024 und den ersten Gesprächen mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, Referat 53 Krankenhausförderung und Krankenhausfinanzierung, erhielten die Kliniken Ostalb am 25.02.2026 den Bescheid, dass das Projekt Neubau Klinik Essingen im Jahreskrankenhausbauprogramm 2026 aufgenommen wurde. Die Ausschüttung der Planungsrate durch das Land Baden-Württemberg zur Unterstützung der Planungsleistungen erfolgt im zweiten Halbjahr 2026.
Im April 2026 wurde das Architekturbüro Sweco GmbH nach intensiver Beratung durch die Auswahlkommission, Empfehlung des Betriebsausschusses (23.02.2026) und Beschluss des Kreistages (09.03.2026) mit der Objektplanung des Klinik-Neubaus beauftragt. Der Auftrag umfasst zunächst nur die Leistungsstufe 1, also die Grundlagenermittlung (Leistungsphase 1) und Vorplanung (Leistungsphase 2) nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (kurz: HOAI) für das Klinikgebäude inklusive Wirtschaftshof.
Parallel dazu erhielt die Hitzler Ingenieure GmbH & Co. KG ebenfalls im April 2026 nach Empfehlung des Betriebsausschusses und Beschluss des Kreistages den Auftrag für die Projektsteuerung für den Neubau des Regionalversorgers. Gemäß Beschluss und analog zur Beauftragung der Architekten erhielt der Projektsteuerer den Auftrag zunächst nur für die Projektvorbereitung und anteilig für die Planung (Projektstufe 1 und 25 % von Projektstufe 2). Sowohl Architekt als auch Projektsteuerer haben bereits ihre Arbeit aufgenommen und mit der Grundlagenermittlung sowie Entwicklung der Projektstruktur einschließlich Erstellung von Rahmenterminplänen begonnen. Im Weiteren erhielt die Unity GmbH den Auftrag, ein Logistikkonzept für den Neubau zu erstellen, um möglichst frühzeitig erforderliche Flächen und Ausstattung im Projekt für eine zukunftsfähige Logistik im Gebäude zu berücksichtigen.
Die Gemeinde Essingen hat am 30.04.2026 in ihrer Gemeinderatssitzung den Entwurf des Bebauungsplans beschlossen und umgehend zur Beteiligung ausgelegt.
Nach erfolgtem Beschluss im Kreistag am 16.12.2025 wurden zeitversetzt die VgV-Verfahren für die Tragwerksplanung, die Fachplanung der Technischen Gebäudeausrüstung für Elektrotechnik (Stark- und Schwachstrom), die Fachplanung der Technischen Gebäudeausrüstung für Heizung, Lüftung, Sanitär und Fördertechnik, sowie die Fachplanung der Technischen Gebäudeausrüstung für Gebäudeautomation gestartet. Die Vergaben sollen im 3. Quartal 2026 erfolgen.
Um den Planungsfortschritt kontinuierlich voranzutreiben und dem hohen Niveau an Komplexität des Klinik-Neubaus gerecht zu werden, ist es nun, wie angekündigt, erforderlich, weitere Fachplaner ins Planungsteam zu holen. Für die jetzt anstehende Ermittlung der Experten für die Fachplanung von Medizintechnik einschließlich Apotheke und Labor, Frei- und Verkehrsanlagen, Bauphysik und Brandschutz sind aufgrund der Überschreitung des Schwellenwertes für EU-weite Verfahren (221.000,00 Euro netto) Wettbewerbsverfahren durchzuführen. Die Betreuung der Vergabeverfahren für die Fachplaner wurde in bewährter Weise an die Kanzlei Lutz Abel aus Stuttgart übergeben.
Auf die Ausschreibung externer Dienstleistungen zur Betriebsorganisationsplanung wird zunächst verzichtet. Das von Teamplan im Rahmen der Erstellung des Raum- und Funktionsprogramms erarbeitete Konzept ist nach Abstimmung mit den Architekten für die Grundlagenermittlung und Vorplanung ausreichend. Die verbleibenden Aufgaben werden durch das interne Fachpersonal der Kliniken Ostalb in Zusammenarbeit mit dem Projektteam eigenverantwortlich erbracht.
Die Planerauswahlverfahren sollen wie die vorangegangenen Wettbewerbe als zweistufige Verfahren mit Präqualifikation (Stufe 1) sowie Angebot und anschließendem Verhandlungsverfahren (Stufe 2) durchgeführt werden.
Die vier erforderlichen Verfahren sollen ab Ende Juni 2026 in kurzen Abständen veröffentlicht werden. Für jedes Verfahren sind knapp zwei Monate für Phase 1 und knapp vier Monate für Phase 2 vorgesehen. Die geplante Zeitschiene sieht eine Vergabe und Beauftragung der Fachplaner bis Ende dieses Jahres vor.
In Stufe 1 des VgV-Verfahrens können sich alle interessierten Planungsbüros und Bietergemeinschaften für die Teilnahme am Verfahren bewerben. Daraus werden maximal fünf Bewerber nach im Voraus festgelegten Kriterien ausgewählt, die im weiteren Verfahren teilnehmen dürfen. Die ausgewählten Teilnehmer werden aufgefordert, ihr Angebot für die Fachplanung der jeweiligen Gewerke für den Neubau des Regionalversorgers abzugeben.
Nach Präsentation und Verhandlung der eingereichten Angebote erfolgt eine stufenweise Beauftragung des Erstplatzierten ohne Auftragsversprechen für den Gesamtauftrag.
Mit diesem Beschluss erfolgt die Freigabe für die Beauftragung von vier Fachplanern für die Leistungsstufe 1. Die Leistungsstufe 1 umfasst die Leistungsphase 1 (Grundlagenermittlung) und Leistungsphase 2 (Vorplanung) nach der Honorarordnung für Architekten- und Ingenieurleistungen (kurz: HOAI). Je nach Projektfortschritt wird dann entschieden, für welche weiteren Leistungsstufen und Nebengebäude die Fachplaner beauftragt werden.
Die Honorare für die Leistungsstufe der zu beauftragenden Fachplaner betragen im Einzelnen:
Dieser Beschluss ermöglicht den planmäßigen und fristgerechten Fortschritt des zukunftsweisenden Projekts für den Gesundheitsstandort Essingen und den gesamten Ostalbkreis. Finanzierung und Folgekosten
Im Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Immobilien Kliniken Ostalb 2026 sind zur Finanzierung von Ausgaben für den Neubau des Regionalversorgers 12,0 Mio. € im Investitionsprogramm veranschlagt.
Im Zuge der Vorplanung wird eine Kostenschätzung für das Klinikgebäude erstellt.
Erst nach der Beauftragung HOAI-Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung) wird eine qualifizierte Kostenberechnung für den Neubau des Regionalversorgers und die betriebsrelevanten umgebenden Gebäude zur Verfügung stehen.
Die Gespräche mit dem Sozialministerium zur Förderhöhe des Neubaus in Essingen werden kontinuierlich fortgeführt. Der nächste Termin findet im Juli 2026 statt.
Der Antrag auf Auszahlung einer vorgezogenen Planungsrate für den Neubau des Regionalversorgers wurde vom Sozialministerium Referat 53 Krankenhausförderung und Krankenhausfinanzierung in Stuttgart am 25.02.2026 positiv beschieden und in das Jahreskrankenhausbauprogramm 2026 aufgenommen. Eine Auszahlung wird im zweiten Halbjahr erwartet.
Anlagen
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Sichtvermerke
gez. Rieß, Betriebsleiter gez. Stauske, Projektleitung gez. Kurz, Dezernat II gez. Dr. Bläse, Landrat |
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