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Vorlage - 080/2026  

 
 
Betreff: Jahresbericht des Kreisjugendrings Ostalb e. V. und die Verwendung der Zuschussgelder für die außerschulische Jugendarbeit für das Jahr 2025
Status:öffentlich  
Federführend:Jugendreferat   
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss Kenntnisnahme
15.06.2026 
Sitzung des Jugendhilfeausschusses      
Anlagen:
Jahresbericht des Kreisjugendrings Ostalb e. V. 2025

Antrag der Verwaltung

 

Kenntnisnahme

 

 

 

 

 


Sachverhalt/Begründung

 

  1. Ausganssituation und Allgemeines

Der Kreisjugendring Ostalb e.V. (KJR) ist die Dachorganisation aller kreisweit organisierten Vereine und Verbände im Ostalbkreis. Interessensvertretung von jungen Menschen, Beratung und Unterstützung, Verteilung von Zuschussgeldern für die gesamte außerschulische Jugendarbeit im Ostalbkreis sowie die Durchführung eigener Aktionen und Arbeitskreise zu verschiedenen Themen gehören zu den Hauptaufgaben des KJR. Weiterer Schwerpunkt ist die Unterhaltung und Vermietung der Freizeitstätte/des Schullandheimes Zimmerbergmühle sowie die Organisation und Durchführung des größten Zeltlagers Nordwürttembergs während der Sommerferien. Der KJR ist zudem noch der freie Träger der Partnerschaft für Demokratie, welche in enger Kooperation mit dem Landkreis seit 2019 umgesetzt wird.

Der KJR berichtet in diesem Jahr über die Verwendung der ihm zur Verfügung gestellten Zuschussmittel und verbindet dies mit der Vorstellung seines Tätigkeitsberichtes 2025.

 

  1. Einzelne Handlungsfelder und Aktivitäten 2025

Die Sternfahrt fand im Jahr 2025 im Schwabenpark statt. Sechs Einrichtungen mit ca. 300 Kindern mit Beeinträchtigungen und ihren Betreuenden waren an diesem Tag vereint, um einen erlebnisreichen Tag zu verbringen. Landrat Dr. Bläse und Bürgermeister Clauss aus Kaisersbach hießen, gemeinsam mit der Vorsitzenden Lara von Alkier, alle willkommen. Bei Achterbahnen, Streichelzoo und rasanten Rutschen war für jeden etwas dabei. Besonders beliebt: Kinderschminken und „Basteln mit Sand“, zwei Programmpunkte, die schon bei der letzten Sternfahrt am Bucher-Stausee begeistert haben.  

Im Juli fand das Hobby-Fußballturnier „Kicken gegen Rechts“ – für Vielfalt und Toleranz – im Carl-Zeiss-Stadion Oberkochen statt. Über 20 bunt gemischte Teams setzten gemeinsam ein Zeichen gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und für ein vielfältiges und tolerantes Miteinander. Nicht nur Preise für den Turniersieg, sondern auch für das beste Banner und das fairste Team wurden feierlich verliehen. Umrahmt von zahlreichen Infoständen, war es ein rundum schöner Tag und ein gutes, respektvolles Miteinander.

Das größte Zeltlager Nordwürttembergs! Über 200 Kinder im 1. Abschnitt und knapp 200 Kinder im 2. Abschnitt fanden einen Platz im schönen Bühlertal. Ebenso war die TeensWeek sehr gut belegt. Das Programm war wie immer bunt gestaltet und die Betreuerteams gaben ihr Bestes, um den Kindern und Jugendlichen ein unvergessliches Ferienerlebnis zu bescheren. Leider mussten sowohl der 2. Abschnitt als auch die Teensweek aufgrund einer Viruserkrankung frühzeitig beendet werden.

Der Vorstand ist stolz darauf, dass so viele Ehrenamtliche im Sommer ihr volles Engagement in die Betreuung der Kinder und Jugendlichen legen und teilweise dafür sogar ihren Sommerurlaub opfern!

 

Der Freizeitbesuch der Kreispolitik sowie der Bundes- und Landtagsabgeordneten für den Landkreis fand 2025 in Lorch statt. Das inklusive Waldheim wird organisiert vom evangelischen Gemeindebezirk Schwäbisch Gmünd in Kooperation mit der Kirchengemeinde Lorch. Hier wird Kindern mit und ohne Beeinträchtigung eine erlebnis- und abwechslungsreiche Tagesfreizeit geboten. Mit viel Prominenz wurde das Engagement der Ehrenamtlichen gewürdigt. Neben Landrat Dr. Bläse kamen zahlreiche Kreisräte und auch die Landtagsabgeordneten Tim Bückner und Martina Häusler. Alle waren begeistert von der Freizeit und dem idyllischen Gelände rund um das Waldheim.

Die hier genannten Handlungsfelder und Aktivitäten bieten nur einen kleinen Einblick in die alltägliche Arbeit der Geschäftsstelle und des Vorstandes. Vier Vorstandssitzungen und zwei Wochenend-Klausurtagungen pro Jahr ermöglichen intensive Arbeit an den vielfältigen Themen. Wenn möglich, besucht der Vorstand an einer der Klausurtagungen einen anderen KJR in Baden-Württemberg zum Austausch und zur Weiterentwicklung. Zudem werden Vereine und Verbände bei ihren Aktionen besucht und unterstützt. Auch vertritt der KJR im Jugendhilfeausschuss die Belange der Kinder und Jugendlichen gegenüber der (Lokal-)Politik. Der KJR ist bei LEADER vertreten und auch überregional sehr gut vernetzt.

 

  1. Instandhaltungen und Investitionen

Das Haus Zimmerbergmühle

Im Jahr 2025 musste die Anschaffung einer neuen Industriespülmaschine gestemmt werden, da diese nach über 30 Jahren nicht mehr einsatzfähig war. Die Anschaffungskosten beliefen sich auf 16.369,16 €. Diese wurde über Rücklagen, Spenden und einen geringen Zuschuss, gemäß der Richtlinien, aus der Förderung des Landkreises für die außerschulische Jugendarbeit in Höhe von 270 € finanziert.

Ebenfalls mussten die Betten in den Schlafräumen ausgetauscht werden. Diese wurden aus der Auflösung der LEA in Ellwangen gewonnen und kostenlos an den Verein abgegeben. Dank der Hilfe der Spedition Brucker wurden diese auch noch kostenlos abgeholt und geliefert. Durch eine große Bereitschaft von Ehrenamtlichen konnten die alten Betten an einem Tag abgebaut und gleichzeitig die neuen Betten aufgestellt werden.

 

 

  1. Finanzierung

Seit 1999 überträgt der Kreistag des Ostalbkreises die Förderung der außerschulischen Jugendarbeit im Ostalbkreis an den KJR. Dafür stehen dem KJR jährlich Budgetgelder zur Verfügung, die gemäß dem in der Jugendhilfeplanung ermittelten Bedarf zur Förderung der Jugendarbeit im Ostalbkreis verwendet werden. Diese Aufgabe wurde seither vom KJR stets im Einvernehmen mit der Landkreisverwaltung gewissenhaft erfüllt.

Veranstalter/Träger können einen Antrag stellen, wenn sie einen Sitz im Ostalbkreis haben und entweder mindestens seit einem Jahr in der Jugendarbeit im Ostalbkreis tätig sind oder einer Mitgliedsorganisation des Kreisjugendrings angehören oder öffentlich-rechtlich anerkannter Träger der Jugendhilfe im Ostalbkreis ist.

Durch diesen niederschwelligen Zugang ist es vielen Veranstaltern/Trägern möglich, Anträge zu stellen. Auch selbstverwaltete Jugendorganisationen erhalten so Zugang zu den Geldern.

Der Ostalbkreis unterstützte die außerschulische Jugendarbeit des Ostalbkreises im Jahr 2025 mit 180.000 €. Trotz der 10 %igen Kürzungen, die der KJR solidarisch mitträgt, konnten zahlreiche in der Jugendarbeit tätigen Veranstalter finanziell unterstützt werden.

 

  1. Zuschussbudget und Vergabe

Dem KJR gelang es stets, die Richtlinien für die Zuschussvergabe in Kooperation mit seinen zahlreichen Mitgliedsorganisationen und den weiteren Zuschussempfängern transparent und zeitgemäß weiter zu gestalten.

Im Kalenderjahr 2025 wurden insgesamt 222 Anträge gestellt und von der Geschäftsstelle bearbeitet. Die Anträge werden mittlerweile online über ein dafür programmiertes Portal gestellt, die meisten davon im Bereich der Freizeiten. An zweiter Stelle stehen die Seminare, welche sowohl in Online- als auch in Präsenzveranstaltungen abgehalten werden konnten.

Im Kalenderjahr 2025 wurden 151.310,38 Zuschussgelder beantragt. Diese Summe beinhaltet den Eigenanteil der PfD mit insgesamt 14.151,20 €.

 


Finanzierung und Folgekosten

 

Der Ostalbkreis stellte im Jahr 2025 dem Kreisjugendring Ostalb e.V. 180.000 € Budget zur Förderung der außerschulischen Jugendarbeit zur Verfügung. Dies gilt auch für das Jahr 2026.

 


Anlagen

 

Jahresbericht des Kreisjugendrings 2025

 

 

Sichtvermerke

 

gez. Nubert, i. V. Hartmann, Jugendreferat

gez. Urtel, Dezernat V

gez. Kurz, Dezernat II

gez. Dr. Bläse, Landrat

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Jahresbericht des Kreisjugendrings Ostalb e. V. 2025 (25352 KB)