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Vorlage - 059/2026  

 
 
Betreff: Zwischenbericht zum Kreishaushalt 2026
Stand 15.04.2026
Status:öffentlich  
Federführend:Geschäftsbereich Kämmerei   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Finanzen, Bildung und Digitalisierung Kenntnisnahme
28.04.2026 
Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Bildung und Digitalisierung      

Antrag der Verwaltung

 

Kenntnisnahme

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Sachverhalt/Begründung

 

Der Kreistag hat am 16.12.2025 den Haushalt des Ostalbkreises für das Haushaltsjahr 2026 beschlossen. Mit der Bestätigung der Gesetzmäßigkeit des Haushalts 2026 durch das Regierungspräsidium Stuttgart vom 19.03.2026 wurde die Haushaltssatzung rechtskräftig.

 

Der Gesamtergebnishaushalt weist zum 31.12.2026 ein geplantes ordentliches Ergebnis in Höhe von -15.078.277 € aus. Wie aus der Darstellung des aktuellen Zwischenberichts ersichtlich, weisen einzelne Prognosewerte bereits heute auf eine zu erwartende Kostensteigerung hin.

 

Im bisherigen Verlauf der Haushaltsbewirschaftung haben sich folgende Sachverhalte ergeben:

 

Personal

Im Personaletat mit 113.978.615 € Brutto-Aufwendungen sind tarifliche Steigerungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Höhe von 2,8 % ab 01.05.2026 einkalkuliert. Hinzu kommt die weiter beschlossene Anpassung der Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld) auf einen einheitlichen Wert in Höhe von 85 % für alle Entgeltgruppen. Dies ergibt beim Ostalbkreis für 2026 zusätzliche Personalaufwendungen in Höhe von rund 555.000 €, die in der Prognose auf Jahresende enthalten sind.

 

 

ÖPNV/Schülerbeförderung

Zum Ende des ersten Quartals liegen die Erträge und Aufwendungen im Geschäftsbereich Nachhaltige Mobilität insgesamt im Rahmen der Planansätze. Allerdings hat der Krieg im Iran die weltweite Unsicherheit verstärkt und die Energiemärkte maßgeblich beinflusst. Durch geopolitische Spannungen steigen in der Regel die Öl- und Dieselpreise, da die Märkte auf mögliche Lieferunterbrechungen reagieren. Die Busunternehmen spüren die Mehrkosten in Form von höheren Treibstoffausgaben und werden versuchen, diese über Tarifanpassungen zu refinanzieren. Die Preisentwicklung beim ÖPNV und der Schülerbeförderung wird auch weiterhin in hohem Maß von den geopolitischen Entscheidungen abhängig sein und so das Kostenrisiko für den weiteren Jahresverlauf bestimmen.

 

 

Soziales

Hilfe zur Pflege

Die Hilfe zur Pflege präsentiert sich aktuell im laufenden Haushaltsjahr als ein Leistungsbereich, der momentan durch eine relative Stabilität der Fallzahlen gekennzeichnet ist. Durch die aber parallel kontinuierlich steigenden Kosten für Maßnahmen der Hilfe zur Pflege ergeben sich Mehrbelastungen für die Haushalte.

 

Auch im Jahr 2026 ist mit Vergütungserhöhungen im Bereich der Hilfe zur Pflege zu rechnen. Je nach Umfang und Ausgestaltung dieser Anpassungen können sich hieraus unerwartete Auswirkungen auf den Kreishaushalt ergeben. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt bewegen sich die absehbaren Erhöhungen im erwarteten Rahmen, so dass aus heutiger Sicht keine außerplanmäßigen Belastungen zu befürchten sind. Gleichwohl bleibt die Entwicklung aufmerksam im Blick zu behalten.

Eine besondere Herausforderung ergibt sich aus der Anwendung der höheren Vermögensfreigrenzen des SGB IX. Diese veränderten Rahmenbedingungen für die Leistungsgewährung führen dazu, dass in vielen Fällen weder ein Vermögenseinsatz noch eine Beteiligung über das Einkommen der leistungsberechtigten Personen möglich ist ein Umstand, der bei klassischen stationären Fällen der Hilfe zur Pflege üblicherweise anders gelagert wäre. Im Ergebnis müssen die Pflegekosten in den betroffenen Fällen nahezu vollständig von der öffentlichen Hand getragen werden, was eine nicht unerhebliche zusätzliche Belastung des Kreishaushalts darstellt.

 

 

Eingliederungshilfe

Die Eingliederungshilfe nach dem SGB IX befindet sich in einer Phase der Konsolidierung, in der die großen Umstellungsprozesse der vergangenen Jahre ihren Abschluss finden und der Blick sich zunehmend auf die Feinsteuerung und Optimierung der Leistungsgewährung richtet. Gleichwohl verbleiben eine Reihe von Sachverhalten, die das Haushaltsjahr 2026 mit Unwägbarkeiten versehen.

 

Im Haushaltsjahr 2026 stehen Fortschreibungen der Vergütungssätze an. Je nach Ausgang der Verhandlungen können hieraus Kostensteigerungen resultieren, die in der bisherigen Planung noch nicht vollumfänglich abgebildet sind. Dieses Risiko wird aufmerksam begleitet. Auch einige individuelle, kostenintensive Fälle befinden sich noch in Verhandlungen. Auch hier ist ein latentes Risiko vorhanden, dass der Kreishaushalt zusätzlich belasten werden muss.

 

Für die Abschlagszahlungen für BTHG-bedingte Mehraufwendungen hat das Land höhere Summen angekündigt. Die erste Abschlagszahlung ist zwischenzeitlich eingegangen. Die weitere Entwicklung wird vom Geschäftsbereich Soziales mit der gebotenen Sorgfalt beobachtet.

 

Mit der vollständigen Umsetzung des BTHG sollte die Phase der hohen Fallzahlensteigerungen in der Eingliederungshilfe beendet sein. Die Fallzahlen bewegen sich derzeit auf einem weitgehend stabilen Niveau mit lediglich vereinzelten Veränderungen. Dennoch ist weiterhin mit Kostensteigerungen zu rechnen, da Vergütungsvereinbarungen nach Ablauf ihres jeweiligen Geltungszeitraums neu verhandelt werden und die Ergebnisse dieser Verhandlungen regelmäßig ein höheres Kostenniveau widerspiegeln.

 

 

Jugend und Familie

Der Geschäftsbereich Jugend und Familie geht aktuell von einer planmäßigen Erfüllung der Haushaltsansätze aus. Aktuell sind keine nennenswerten Fallzahlenänderungen aufgetreten, die schon heute auf Mehrbelastungen im Haushalt hinweisen würden. Sollte sich im Jahresverlauf die Anzahl der Hilfeempfänger ändern, sind die Prognosewerte auf Ende des Jahres entsprechend anzupassen.

 

Bei den weiteren Haushaltsstellen gehen wir Stand 15.04.2026 von einer Planerfüllung aus.


Ergebnishaushalt

 

 

Planansatz

derzeitiger Stand

Prognose

Veränderung Planansatz/ Prognose

Personalaufwendungen

(Brutto)

113.298.615 €

25.407.343 €

114.319.707 €

1.021.092 €

Personalaufwendungen

(Netto)

89.721.414 €

20.420.234 €

90.293.811 €

572.397 €

Gebäudekosten

19.726.378 €

4.539.644 €

18.430.000 €

-1.542.919 €

Sächliche Ausgaben

11.236.274 €

3.544.467 €

10.920.000 €

-316.274 €

Gebühren der unteren
Verwaltungsbehörde

9.646.300 €

3.078.204 €

9.400.000 €

-246.300 €

Buß-, Zwangs- und
Verwarnungsgelder

2.217.800

307.166 €

2.100.000 €

-117.800 €

Grunderwerbsteuer

17.000.000 €

4.152.168 €

16.800.000 €

-200.000€

Schlüsselzuweisungen des Landes

47.191.449 €

26.083.323 €

47.191.449 €

0 €

Beiträge des Landes für UA- und UI-Maßnahmen an Kreisstraßen

4.285.000 €

2.140.650 €

4.285.000 €

0 €

ÖPNV - Zuschussbedarf

19.311.849 €

5.002.926 €

19.560.374 €

+248.525 €

Schülerbeförderung -
Zuschussbedarf

5.281.522 €

2.021.777 €

4.971.522 €

-310.000 €

Sozialhilfeleistungen

126.789.337 €

41.035.954 €

126.334.521 €

-454.816 €

SGB II / Jobcenter

10.747.000 €

4.190.827 €

10.648.000 €

-99.000 €

Jugendhilfeleistungen

28.225.706 €

5.201.589 €

27.815.328 €

-410.378 €

Integration und Versorgung

1.377.500 €

314.268 €

1.377.500 €

0 €

 


Finanzhaushalt

 

 

Planansatz

derzeitiger Stand

Prognose

Veränderung Planansatz/ Prognose

Erwerb beweglicher

Vermögensgegenstände

4.213.193

743.869

3.910.000

 

-303.193

Verwaltungsgebäude Aalen, UNION-Areal

10.000.000

EMR    18.381.693

28.381.693

 

 

5.782.615

 

 

28.000.000

 

 

-381.693

Berufsschulzentrum Aalen

- Fassadensanierung

1.000.000

EMR      6.716.499

7.716.499

 

 

801.106

 

 

7.700.000

 

 

-16.499

Jagsttalschule

- Anbau K-Zug

600.000

49.152

600.000

0

Berufsschulzentrum Schwäbisch Gmünd

- Hauptgebäude

  Sanierung Flachdach

2.100.000

EMR      2.391.446

4.491.446

 

 

292.413

 

 

4.400.000

 

 

-91.446 €

 

Breitbandversorgung

500.000 €

EMR     2.268.445

2.768.445

 

 

21.231

 

 

2.700.000

 

 

-68.445

 

Ostalb-Klinikum

Planansatz

derzeitiger Stand

Prognose

Veränderung Planansatz/ Prognose

Energiekonzept

335.000

335.000

335.000

0 €

Radiologiekonzept

0 €

EMR       879.166

879.166

 

 

0

 

 

879.000

 

 

-166

 

St. Anna-Virngrund-Klinik

Planansatz

derzeitiger Stand

Prognose

Veränderung Planansatz/ Prognose

Integration Tagesklinik KJPP

200.000 €

EMR       130.000

330.000 €

 

 

0 €

 

 

330.000

 

 

0

 

Stauferklinikum

Planansatz

derzeitiger Stand

Prognose

Veränderung Planansatz/ Prognose

Integration Urologie

0 €

EMR     414.000 €

414.000 €

 

 

291.000

 

 

414.000

 

 

0

Zytostatikalabor

1.195.000

1.142.000

1.195.000

0

 

Neubau

Regionalversorger Essingen

Planansatz

derzeitiger Stand

Prognose

Veränderung Planansatz/ Prognose

 

2.750.000 €

1.424.000

2.750.000 €

0

 

Kreisstraßen

Ausbaumaßnahmen

Planansatz

einschl. Ermächtigungen

Vergabe

Kostenvoranschlag

K 3258 Leintalradweg Täferrot – Leinzell

1.480.000 €

1.881.219 €

2.050.000 €

K 3320 RGW Hüttlingen – Bhf Goldshöfe – Buch

1.950.000

EMR         29.581

1.979.581

1.858.616 €

(1. BA)

2.000.000 €

(1. BA)

K 3328 Steigung Tierhaupten – Täferrot

635.000

EMR       100.000

735.000

Vergabe erfolgt noch

 

K 3334 Abzwg. Radelstetten – Abzw. Großdeinbach

570.000 €

436.478 €

560.000 €

K3335 Beseitigung Bahnübergang Goldshöfe

10.320.000

EMR    1.720.410

12.040.410

5.171.590 €

(Straßenbau)

5.850.000 €

(Straßenbau)

 

 

 


 


Sichtvermerke

 

gez. Stocker, Geschäftsbereich

gez. Kurz, Dezernat II

gez. Dr. Bläse, Landrat