Bürgerinformationssystem

Vorlage - 042/2026  

 
 
Betreff: Neubau Zweiter Verwaltungsstandort in Aalen - Information zum Stand der Vergaben und aktueller Sachstand
Status:öffentlich  
Federführend:Geschäftsbereich Hochbau und Gebäudewirtschaft   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Finanzen, Bildung und Digitalisierung Kenntnisnahme
28.04.2026 
Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Bildung und Digitalisierung      
Anlagen:
ZVSA Vergabestand - 28-04-2026

Antrag der Verwaltung

 

Die Verwaltung informiert mit dieser Mitteilungsvorlage über den Stand der Vergaben beim Neubau des Zweiten Verwaltungsstandortes der Landkreisverwaltung in Aalen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Sachverhalt/Begründung

 

Der Kreistag hat am 20.12.2022 den Baufreigabebeschluss für den Neubau des Zweiten Verwaltungsstandortes der Landkreisverwaltung in Aalen auf Grundlage der Kostenberechnung über 76.679.073 € gefasst.

 

Der Bauausschuss hat als beschließender Ausschuss am 15.04.2024 seine Vergabezuständigkeit an die Verwaltung mit der Maßgabe übertragen, dass der Ansatz in der Kostenberechnung um nicht mehr als 15 % überschritten wird. In diesem Zuge wurde beschlossen, dass die Verwaltung nach getätigten Vergaben über den jeweiligen Stand informiert.

 

 

Information über getätigte Vergaben und den aktuellen Vergabestand

 

Seit der letzten Information im Ausschuss für Finanzen, Bildung und Digitalisierung am 24.02.2026 wurden folgende Gewerke vergeben:

 

  • Einbaumöbel
  • Photovoltaikanlage

 

 

Vergabe der Einbaumöbel

 

Bei der öffentlichen Ausschreibung konnten fünf Angebote geprüft und gewertet werden.

 

#

Bieter

Angebotspreis

Vergleich

1

Dreier GmbH, 74473 Iffezheim

438.169 €

100,0 %

2

Weiterer Bieter

477.057 €

108,9 %

3

Weiterer Bieter

488.973 €

111,6 %

4

Weiterer Bieter

617.634 €

141,0 %

5

Weiterer Bieter

728.614 €

166,3 %

 

Das wirtschaftlichste Angebot mit 438.169 € liegt um 1,9 % über dem Ansatz in der Kostenberechnung von 430.035 €. Die fachtechnische und rechnerische Prüfung erfolgte durch den Objektplaner Hirner und Riehl.

 

Vergabegenehmigung

 

Die Vergabe wurde durch die Verwaltung genehmigt und der Auftrag an die Fa. Dreier GmbH, Iffezheim, zum Angebotspreis von 438.169 € erteilt.

 

 


Vergabe der Lieferung und Installation der Photovoltaikanlage

 

Auf den Dachflächen von beiden Verwaltungsgebäuden wird eine Photovoltaikanlage zum Direktverbrauch des erzeugten Solarstroms realisiert und mit extensiver Begrünung kombiniert. Die Nennleistung der Photovoltaikanlage beträgt 224 kW.

 

Bei der öffentlichen Ausschreibung konnten neun Angebote geprüft und gewertet werden.

 

#

Bieter

Angebotspreis

Vergleich

1

Heldele Aalen GmbH, Aalen

121.100 €

100,0 %

2

Weiterer Bieter

127.698 €

105,7 %

3

Weiterer Bieter

134.517 €

111,1 %

4

Weiterer Bieter

144.835 €

119,6 %

5

Weiterer Bieter

147.353 €

121,7 %

6

Weiterer Bieter

148.204 €

122,4 %

7

Weiterer Bieter

155.331 €

128,3 %

8

Weiterer Bieter

186.303 €

153,8 %

9

Weiterer Bieter

197.360 €

163,0 %

 

Das wirtschaftlichste Angebot mit 121.100 € liegt um 16,3 % unter dem Ansatz in der Kostenberechnung von 144.743 €. Die Fa. Heldele führt bereits die gesamte Elektroinstallation aus. Dadurch können Schnittstellen- und Haftungsprobleme zwischen verschiedenen ausführenden Unternehmen vermieden werden. Die fachtechnische und rechnerische Prüfung erfolgte durch den Fachplaner Kummich und Weißkopf.

 

Vergabegenehmigung

 

Die Vergabe wurde durch die Verwaltung genehmigt und der Auftrag an die Fa. Heldele Aalen GmbH, Aalen, zum Angebotspreis von 121.100 € erteilt.

 

 

Gesamtleistung der Photovoltaikanlagen des Zweiten Verwaltungsstandortes

 

Neben der jetzt vergebenen Photovoltaikanlage auf den beiden Verwaltungsgebäuden mit 224 kW Nennleistung wird im Zuge der Errichtung der Park- und Mobilitätsstation eine Aufdachanlage mit 200 kW und eine fassadenintegrierte Anlage mit 90 kW realisiert. Die Gesamtleistung beträgt damit 514 kW.

 

Die gesamte Solarstromerzeugung auf dem Union-Areal wird auf die zentrale Niederspannungshauptverteilung im Untergeschoss von Gebäude 2 geführt und somit der Direktverbrauch ermöglicht und nur der überschüssige Strom in das öffentliche Netz eingespeist.

 

Derzeit erarbeitet die Verwaltung mit dem Fachplaner Büro Kummich und Weißkopf eine Konzeption zum möglichen Einsatz eines Stromspeichers zur Erzielung von Kostenvorteilen gegenüber dem externen Strombezug.

Ein weiterer Vorteil eines Stromspeichers besteht darin, dass durch die Kappung von Lastspitzen die monatlich berechneten Leistungspreise reduziert werden können. Bei großen Abnehmern mit registrierender Leistungsmessung (RLM) wie dem Zweiten Verwaltungsstandort ergeben sich bei optimaler Auslegung eines Stromspeichers dadurch doppelte Vorteile. Die Verwaltung wird für den Ausschuss eine Entscheidungsvorlage vorbereiten.

 

 

Aktueller Stand der Vergaben

 

Nach den ersten 34 Vergaben liegt die Auftragssumme von 48.163.851 € um 9.880.637 € oder 17,0 % unter dem Ansatz in der Kostenberechnung von 58.044.488 €.

 

Die deutliche Unterschreitung des Ansatzes in der Kostenberechnung ist sehr erfreulich.

 

Die Beteiligung an den öffentlichen Ausschreibungsverfahren ist hinsichtlich Anzahl und Qualität der Angebote deutlich besser als in den vergangenen Jahren, was erheblich zum wirtschaftlichen Ergebnis der einzelnen Vergaben beiträgt. Die Übersicht zum Stand der Vergaben ist in der Anlage dargestellt.

 

Folgende weitere Gewerke und Leistungen werden noch ausgeschrieben:

 

Zeitraum

Gewerk / Leistung

Kostenberechnung

Mai 2026

Außenanlagen, Innenhöfe

3.064.340 €

September 2026

Schließanlage

107.100 €

Dezember 2026

Beschilderung

53.550 €

Februar 2027

Arbeitsplatzleuchten

426.675 €

Summe noch zu vergebende Gewerke

3.651.665

 

Bei den noch zu vergebenden Gewerken ist mit einer ähnlich günstigen Marktsituation und einer Einhaltung oder Unterschreitung des Kostenbudgets zu rechnen.

 

 

Terminplan und Bauverlauf

 

Bei beiden Gebäuden ist bei der Fassade der wichtige Termin „Hülle dicht“ bis Anfang April erreicht worden. Bei Gebäude 2 wurden bereits die schwarzen Witterungsschutzbahnen entfernt und mit der Montage der Gesimse und Halterungen für die feststehenden Lamellen mit Streckmetall begonnen. Diese Arbeiten werden bis August/September 2026 andauern. Im Dezember 2026 werden dann die Gerüstaufzüge zurückgebaut und die noch vorhandenen Einbringöffnungen der Fassade geschlossen.

 

Im Innenausbau arbeiten der Hohlraumbodenbauer sowie der Estrichleger im Gebäude 2 und im Verbindungsbau. Die ersten Trockenbauwände zwischen den zukünftigen Büroräumen sind gesetzt und im Mai 2026 beginnt der Einbau der Systemtrennwände. 

 

Der Bauverlauf des Neubaus des Zweiten Verwaltungsstandortes wird mit einer Baukamera an Werktagen stündlich von 6:00 Uhr bis 18:00 Uhr dokumentiert. Die Aufnahmen werden historisiert und sind über https://aalen.bau-kamera.de abrufbar.

 

Die Gesamtfertigstellung des Zweiten Verwaltungsstandortes ist für das erste Halbjahr 2027 vorgesehen, sodass Mitte des Jahres 2027 die erforderlichen Umzüge aus den Dienststellen in Aalen und die Inbetriebnahme des neuen Standortes erfolgen können. 


Finanzierung und Folgekosten

 

Für den Neubau des Zweiten Verwaltungsstandortes sind im Haushaltsplan 2026 Ausgaben in Höhe von 10,0 Mio. € eingeplant. Aus Vorjahren sind Restmittel von rund 18,44 Mio. € vorhanden. Für die restliche Finanzierung des Projekts sollen 10,0 Mio. € im Jahr 2027 und 4,0 Mio. € im Jahr 2028 bereitgestellt werden.

 

 


Anlagen

 

Anlage 1  Übersicht zum Stand der Vergaben (Stand: 28.04.2026)

 

 

 

Sichtvermerke

 

gez. Bihr, Geschäftsbereichsleiter

gez. Kurz, Dezernat II

gez. Dr. Bläse, Landrat

 

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 ZVSA Vergabestand - 28-04-2026 (128 KB)