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Vorlage - 189/2025  

 
 
Betreff: Digitalisierung im Straßenbau am Beispiel der Straßensanierung K 3316 bei Utzmemmingen
Status:öffentlich  
Federführend:Geschäftsbereich Verkehrsinfrastruktur   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Umweltschutz und Kreisentwicklung Kenntnisnahme
28.11.2025 
Sitzung des Ausschusses für Umweltschutz und Kreisentwicklung zur Kenntnis genommen   

Antrag der Verwaltung

 

Der Bericht über die Digitalisierung im Straßenbau am Beispiel der Straßensanierung K 3316 bei Utzmemmingen wird zur Kenntnis genommen.

 

 

 

 

 

 

 

 


Sachverhalt/Begründung

 

Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg zusammen mit den Straßenbauunternehmen der Bauindustrie arbeiten gemeinsam an der Verbesserung der Standards für den Straßenbau unter Einsatz digitaler Methoden. Der Qualitäts-Straßenbau Baden-Württemberg 4.0 (QSBW 4.0) erzielt über den Einsatz und die Vernetzung von digitalen Technologien eine deutliche Verbesserung der Prozessqualität im Straßenbau. Im Hinblick auf den wachsenden Finanzierungsbedarf für die Straßenerhaltung gegenüber begrenzten Ressourcen werden Möglichkeiten gesucht, um Vorhaben wirtschaftlicher mit vor allem längeren Lebenszyklen zu realisieren. Mit der Umsetzung von QSBW 4.0 ergeben sich Vorteile, die nicht nur zum unmittelbaren Zeitpunkt des Einbaus entstehen, sondern sich auch langfristig auswirken. Grundlegend sind mit dem Handbuch „Qualitäts-Straßenbau Baden-Württemberg 4.0“ seitens des Verkehrsministeriums zusammen mit der Bauindustrie Regelungen getroffen worden, um auf Basis digitaler Hilfsmittel gleichbleibende Prozessbedingungen im Asphalteinbau zu schaffen und hiermit eine Qualitätsverbesserung zu erreichen.  Mit der Erhaltungsmaßnahme K 3316 „Utzmemmingen bis Einmündung K 3314“ wurde im Landkreis die erste Baumaßnahme unter Anwendung von QSBW 4.0 umgesetzt. Inhaltlich werden dabei die im Handbuch beschriebenen Prozessverbesserungen im Rahmen der Ausschreibung an die Baufirma als besondere Leistungen mit vergeben.

 

- Vorteile von QSBW 4.0 -

 

 

 

Im Asphalteinbau sind vier Prozess-Schritte von wesentlicher Bedeutung:

-          Asphaltherstellung im Mischwerk

-          Logistik vom Mischwerk zum Einbauort

-          Einbau auf der Baustelle

-          Verdichtung des Asphalts

Hinter der Umsetzung von QSBW 4.0 steckt dabei eine umfassende Planung der Steuerung in der Logistik in den Bereichen der Materialladung, der Materialkontrolle, des Materialtransportes und der Maschinensteuerung im Einbauprozess. Durch mobile Vernetzung der Schritte werden dynamische Logistiksteuerungen ermöglicht (z. B. kann die Fahrtdauer und der Temperaturverlauf des Asphaltmischgutes eines LKW vom Mischwerk zur Baustelle voraus prognostiziert werden) und damit eine automatische Qualitätskontrolle erfolgen. Daraus ergibt sich ein qualitativ hochwertigerer Einbauprozess und damit eine erhöhte Dauerhaftigkeit bzw. längerer Lebenszyklus des Straßenbelags.

 

 

- Prozessziele bei QSBW 4.0 –

 


- Wesentliche Inhalte von QSBW 4.0 -

 

 

- Asphaltfertiger mit GPS-Antenne -


- QSBW 4.0-App Asphaltintegrator“: Darstellung der Verdichtungskontrolle

aus den Maschinendaten der Straßenwalzen -

 

- QSBW 4.0-App Asphaltintegrator“: Darstellung der Fahrzeiten

eines einzelnen LKW‘s  (SOLL vs. IST) –


Die Belagssanierung der K 3316 zwischen Utzmemmingen und der Einmündung der K 3314 war die erste Maßnahme, bei welcher der Geschäftsbereich Verkehrsinfrastruktur QSBW 4.0 angewendet hat. Die Maßnahme wurde im Oktober 2025 ausgeführt, dass mit der Baufirma abgestimmte Logistik- und Einbaukonzept konnte im Wesentlichen erfolgreich umgesetzt werden.

 

Ziel des Geschäftsbereichs ist es, Erfahrungen bzgl. der digitalen Prozesse sowie des Baustellencontrollings aufzubauen und Ableitungen bzgl. Anwendbarkeit und Kosten für zukünftige Maßnahmen zu treffen, um ebenfalls längere Lebenszyklen der Straßenbeläge zu erhalten. Aktuell befindet sich der Geschäftsbereich noch in der Auswertung.

 

     


Finanzierung und Folgekosten

 

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Anlagen

 

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Sichtvermerke

 

gez. Schneider, Geschäftsbereich Verkehrsinfrastruktur

gez. Kurz, Dezernat II

gez. Dr. Bläse, Landrat