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Vorlage - 157/2025  

 
 
Betreff: Sanierung der Dachflächen des Hauptgebäudes am Beruflichen Schulzentrum Schwäbisch Gmünd - Information über die getätigten Vergaben und aktueller Sachstand
Status:öffentlich  
Federführend:Geschäftsbereich Hochbau und Gebäudewirtschaft   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Finanzen, Bildung und Digitalisierung Kenntnisnahme
14.10.2025 
Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Bildung und Digitalisierung ungeändert beschlossen   
Anlagen:
Anlage 1 - BSZ GD Dach - Bauabschnitte
Anlage 2 - BSZ GD Dach - Photovoltaik - Dachaufsicht
Anlage 3 - BSZ GD Dach - Systemaufbau Unterkonstruktion PV

Antrag der Verwaltung

 

Der Bericht über die getätigten Vergaben und den aktuellen Stand der Sanierungsmaßnahme wird zur Kenntnis genommen und dem vorgeschlagenen Vorgehen wird zugestimmt.

 

 

 

 


Sachverhalt/Begründung

 

Der Kreistag hat am 18.03.2025 die Baufreigabe für die Sanierung der Dachflächen des Hauptgebäudes am Beruflichen Schulzentrum Schwäbisch Gmünd auf Grundlage der Entwurfsplanung und Kostenberechnung des Büros SCD Architekten Ingenieure (Stuttgart) vom 06.03.2025 über 9.475.828 € (Realisierung eines begrünten Daches) erteilt.

 

Gleichzeitig wurde die Verwaltung mit den Vergaben beauftragt, um den Baubeginn im Oktober 2025 zu ermöglichen. Der Handlungsrahmen einer möglichen Überschreitung der Ansätze in der Kostenberechnung von bis zu 15 % musste nicht ausgeschöpft werden.

 

Im Gegenteil konnte durch das große Interesse und den starken Wettbewerb eine Unterschreitung der Kostenberechnung in Höhe von 2.024.583 € oder 25 % erzielt werden.

 

 

 

 

Vor allem beim Hauptgewerk, den Abbruch- und Dachsanierungsarbeiten, konnte mit einer Unterschreitung von 1.838.194 € ein sehr gutes Ausschreibungsergebnis erzielt werden.

 

Die fachtechnische und rechnerische Prüfung erfolgte durch das Büro SCD Architekten und Ingenieure in Abstimmung mit den Fachplanern. Die Vergaben wurden durch Herrn Landrat Dr. Bläse genehmigt und die Aufträge an die genannten Unternehmen erteilt.

Weitere vom Umfang kleinere Leistungen wie die De- und Remontage von Fassadenplatten zur Gerüstverankerung sowie Sanitärarbeiten und Trockenbauarbeiten belaufen sich insgesamt auf 199.866 € (Ansatz in der Kostenberechnung) und befinden sich noch in der Ausschreibungsphase. Nach erfolgter Prüfung und Auswertung werden diese drei Gewerke durch die Verwaltung vergeben.

 

Die Baustelle wurde zum 22.09.2025 eingerichtet und mit dem Gerüstaufbau begonnen. Die Abbrucharbeiten für den ersten der beiden großen Bauabschnitte (vgl. Anlage 1) starteten Anfang Oktober.

Die Gesamtmaßnahme wird voraussichtlich bis Dezember 2026 abgeschlossen werden.

Information über die Remontage der Photovoltaikanlage

 

Wie in der Vorlage zum Baufreigabebeschluss Nr. 027/2025 vom 18.03.2025 und in den Ausschussberatungen berichtet, geht die von 2005-2026 betriebene Photovoltaikanlage auf den Dachflächen der Werkstätten, des Hauptgebäudes und der Sporthalle zum 01.01.2027 in das Eigentum des Ostalbkreises über. Mit dem derzeitigen Betreiber fanden Abstimmungen und Vor-Ort-Termine statt, um den reibungslosen Übergang von der volleinspeisenden Photovoltaikanlage zur Eigenverbrauchsanlage zu ermöglichen. Da der Abbau zeitlich gedrängt hat, wurde eine Einigung erzielt bzgl. der Beendigung des Dachnutzungsvertrages.

So hat der Ostalbkreis 95.200 € zu bezahlen für Beendigung der Dachnutzung durch die Firma Welivit, damit ab Mitte Oktober die Dachsanierung planmäßig beginnen kann.

 

Die von der Dachsanierungsmaßnahme auf dem Hauptgebäude betroffene Teilanlage wird nach dem Abschluss der Baumaßnahme in Ost-West-Richtung (vgl. Anlage 2) auf einer neuen Unterkonstruktion mit neuen Photovoltaikmodulen montiert, um den optimalen Eigenverbrauch im Schulzentrum zu erzielen. Die Erneuerung der veralteten Photovoltaikmodule (Herstellungsjahr 2003, Modulnennleistung von nur 150 Watt) ist technisch und betriebswirtschaftlich sinnvoll und sichert die weitere zuverlässige Solarstromerzeugung.

 

Die Unterkonstruktion dient neben der Befestigung der Photovoltaikmodule auch der Dachbegrünung, da der entsprechende Aufbau mit Granulat und den Pflanzen gleichzeitig als Beschwerung der Konstruktion dient (vgl. Anlage 3).

 

Die Realisierung eines Batteriespeichers sollte nach Auffassung der Verwaltung Ende des Jahres 2027 geprüft werden, da zu diesem Zeitpunkt dann die echten Stromverbrauchs- und Solarstromerzeugungsdaten vorliegen und auf dieser Basis die Wirtschaftlichkeit eines Batteriespeichers zur Steigerung des Eigenverbrauchsanteils bewertet werden kann.

 

Nach der Realisierung des 1. Bauabschnittes der Dachsanierung wird die Verwaltung im Herbst 2026 erneut über den Stand der Baumaßnahme im Ausschuss berichten.

 

 


Finanzierung und Folgekosten

 

Im Haushalt 2025 sind Ermächtigungsreste der Vorjahre in Höhe von 5,4 Mio. € vorhanden. Die Restfinanzierung mit 2,1 Mio. € wird im Haushaltsplan 2026 bereitgestellt.

 

Neben der Förderung der Generalsanierung des Hauptgebäudes hat das Land Baden-Württemberg erfreulicherweise auch die Sanierung der Dachflächen in das Programm zur Sanierung von Schulgebäuden aufgenommen.

 

Das Regierungspräsidium Stuttgart hat mit Bewilligungsbescheid vom 20.12.2023 einen Zuschuss in Höhe von 2.462.000 € zugesagt.

 


Anlagen

 

Anlage 1 - Übersicht Bauabschnitte

Anlage 2 - Dachaufsicht Photovoltaik

Anlage 3 - Systemaufbau der Unterkonstruktion

 

 

 

Sichtvermerke

 

gez. Bihr, Geschäftsbereichsleiter

gez. Kurz, Dezernat II

gez. Dr. Bläse, Landrat

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage 1 - BSZ GD Dach - Bauabschnitte (566 KB)    
Anlage 2 2 Anlage 2 - BSZ GD Dach - Photovoltaik - Dachaufsicht (3210 KB)    
Anlage 3 3 Anlage 3 - BSZ GD Dach - Systemaufbau Unterkonstruktion PV (318 KB)