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Antrag der Verwaltung
Der Ausschuss für Umweltschutz und Kreisentwicklung befürwortet, die ÖPNV-Aufwertungskonzeption entsprechend der im Haushaltsplan 2025 hinterlegten Mittel auf der Achse „Abtsgmünd – (Hüttlingen/Neuler) – Aalen – Oberkochen“ zum Zeitpunkt der vollständigen Inbetriebnahme des Hensoldt-Campus in Oberkochen-Süd umzusetzen. Die Verwaltung wird beauftragt die hierfür nötigen Schritte einzuleiten.
Sachverhalt/Begründung
Im Zusammenhang mit der Eröffnung des neuen Hensoldt-Campus, dem Mobilitätspakt Aalen-Heidenheim und der generellen Arbeitsplatzentwicklung am Standort Oberkochen-Süd werden seit ca. zwei Jahren Gespräche geführt, inwieweit die Firma Hensoldt an der eigens entstehenden Bushaltestelle „Moritz-Hensoldt-Straße“ und den perspektivisch bis zu 1.000 Arbeitsplätzen ein gutes ÖPNV-Angebot erarbeitet werden kann - ergänzend zu den bestehenden Job-Linien.
Nach der Einführung der Job-Linien („Übernahme Zeiss-Werksbusverkehr“) zum Juni 2024 hat nun die Firma Omnibusverkehr Müller (FMO) ihr Konzept vorgelegt, welches im Rahmen der nachfrageorientierten Angebotsplanung den vorhandenen und im vergangenen Jahr aufgewerteten ÖPNV abrunden soll. Die ÖPNV-Erschließung des Standortes fände damit ihren -zumindest derzeitigen- Abschluss.
Konzeptskizze
Es ist zu betonen, dass die Vorteile des Konzeptes nicht bloß Oberkochen (Hensoldt/Zeiss) betreffen, sondern v. a. auch Neuler, Abtsgmünd, Hüttlingen, Aalen-Wasseralfingen, Aalen und Aalen-Unterkochen spürbar gegenüber dem derzeitigen Angebot aufwerten und somit einen deutlichen Mehrwert für die betroffene Bevölkerung, aber auch die Wirtschaftsunternehmen - „auf der Strecke“ (Kessler, Alfing/SHW etc.) - darstellt. Auch aus diesem Grund wurde sie im Nahverkehrsplan als Linie der höchsten Kategorien festgelegt. Seitens der Firma Hensoldt wurde die Skizzierung des Konzeptes als „außerordentlich wünschenswert“ beschrieben. Dieses sieht folgende Aspekte vor:
Oberkochen
In Summe würden Mehrleistungen im Umfang von ca. 100.000 Linienkilometern/Jahr entstehen, welche sich wie folgt ergeben:
Der derzeitige Fahrplanentwurf sowie eine Übersicht der besser angebundenen Wirtschaftsunternehmen finden sich im Anhang. Bei erfolgender Umsetzungsplanung sollen diese noch aktiv über den Verbund OstalbMobil angesprochen werden, um weitere Fahrgastpotentiale z. B. über das Job-Ticket zu heben, um somit die Kostendeckung des Verkehres zu steigern. Finanzierung und Folgekosten
Bei der Annahme des derzeit üblichen Kostensatzes von 3,57 Euro/km wäre bei ca. 100.000 zusätzlichen Fahrplankilometern/Jahr mit einer Belastung für den Kreishaushalt von maximal 357.000 Euro/Jahr zu rechnen. Eine exakte Kalkulation steht noch aus und sollte, gemäß Abschätzung der Firma FMO, ggf. etwas geringer ausfallen. Zudem könnten die im vergangenen Jahr eingeführten drei Zusatzkurse (Aalen - Oberkochen) zur Entlastung der Verkehrsspitze, für ca. 40.000 Euro/Jahr, bei Konzeptumsetzung womöglich eingespart werden. Darüber hinaus hat die Firma Hensoldt eine Mitfinanzierung analog Zeiss in Aussicht gestellt, die, sofern sie sich an dem Umfang von Zeiss orientiert, bei einem fünfstelligen Betrag im oberen Bereich liegen würde. Entsprechende Gespräche sind aktuell zwischen der Firma Hensoldt und der Landkreisverwaltung am Laufen. Zusätzliche Fahrgasteinnahmen durch die Aufwertung sind zu erwarten, können aber kaum abgeschätzt werden (Ansatz hier: 12.000 Euro/Jahr). Insofern ist von einem durch den Kreis jährlich zu finanzierenden Betrag von max. 357.000 Euro bis bestenfalls ca. 225.000 Euro auszugehen.
Unwägbarkeiten bestehen aufgrund der außerordentlich herausfordernden verkehrlichen Situation entlang der Zufahrtswege, insbesondere der chronisch überlasteten B19 und geplante Infrastrukturmaßnahmen (z. B. Ausbau des Kreisverkehr Höhe Anschlussstelle Oberkochen Süd). Derzeit verursacht dies enorme Verspätungen in der Stoßzeit von bis zu 50 Minuten. Die betroffenen Busunternehmen und die Straßenverkehrsbehörde sind aktuell im Austausch mit dem für die Signalisierung zuständigen Geschäftsbereich Verkehrsinfrastruktur. Erste Verkehrssteuerungsmaßnahmen werden für eine zügige Besserung geprüft und getestet. Dennoch könnte dieser Umstand dazu führen, dass die skizzierte Aufwertungskonzeption in der Spitze ergänzt werden muss, um etwa den zeitkritischen Schülerverkehr sicherstellen zu können. Eine konkrete Aussage zu Umfang und finanzieller Auswirkung kann im Augenblick noch nicht getätigt werden.
Abgleich mit HH-Plan 2025
Im derzeitigen Haushaltsplan 2025 waren gemäß ursprünglicher Planung 1 Mio. Euro für die Umsetzung der „Teilraumkonzepte“ entlang des Nahverkehrsplanes vorgesehen. Dieser Ansatz wurde im Rahmen der Einsparanstrengungen auf den Betrag von 400.000 Euro für das Haushaltsjahr 2025 reduziert. Fest steht bereits jetzt, dass diese Mittel in 2025 nur noch anteilig in Anspruch genommen werden müssten. Der „Vollbetrieb“ des Hensoldt-Campus wird zum jetzigen Stand am 1. Oktober oder aufgrund der baulichen Verzögerungen bei Hensoldt wohl erst Anfang November starten. Unter Umständen wird es auch ausreichen das Aufwertungskonzept erst zum Fahrplanwechsels am 14. Dezember 2025 zu starten.
Weiteres Verfahren
Da die Firma FMO nach eigenen Angaben acht bis 10 Wochen Vorlaufzeit für die Einrichtung des Verkehres benötigt, ist die Zustimmung des Ausschusses für Umweltschutz und Kreisentwicklung zum Vollzug der Maßnahme im Rahmen des Haushaltsplanes 2025 bereits vor der Sommerpause wünschenswert.
Anlagen
Sichtvermerke
gez. Gehlhaus, GB Nachhaltige Mobilität gez. Wagenblast, Dezernat VII gez. Kurz, Dezernat II gez. Dr. Bläse, Landrat
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