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Vorlage - 168/2022  

 
 
Betreff: Transformations- und Innovations-Strukturoffensive Ostalbkreis
"Fit für die Zukunft"
Status:öffentlich  
Federführend:Stabsstelle Wirtschaftsförderung, Europabüro, Kontaktstelle Frau und Beruf   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bildung und Finanzen
27.09.2022 
Sitzung des Ausschusses für Bildung und Finanzen      
Anlagen:
Anlage Zukunftsprojekte

Antrag der Verwaltung

 

1. Der Ausschuss für Bildung und Finanzen nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.

2. Den Investitionen zur Weiterführung und Schaffung von Transformations- und Innovations-(Infra-)Strukturen wird zugestimmt. Die Verwaltung wird beauftragt, sofern noch erforderlich, dem Gremium die Einzelmaßnahmen gesondert zur Beschlussfassung vorzulegen.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Sachverhalt/Begründung

 

Wir erleben derzeit eine Zeit der massiven Veränderungen (Transformation) und auch der außergewöhnlichen Krisen. Die Veränderungen, denen wir nachhaltig und grundsätzlich ausgesetzt sind, werden in der öffentlichen Diskussion durch die sog. "drei D", nämlich Digitalisierung/KI, Dekarbonisierung/Klima und Demografie festgemacht. Diese drei Ursachen für die grundsätzlichen Veränderungen in unserer Gesellschaft und in unserer Wirtschaft gehen rasant und schnell voran. Hinzu kamen nun außergewöhnliche Krisen durch die Pandemie, den Ukrainekrieg und auch die Energiesicherheitsthematik. Diese drei außergewöhnlichen Krisen haben an manchen Stellen die Veränderungen der Transformation überlagert, an anderen Stellen aber noch massiv beschleunigt.

 

Der Ostalbkreis hat von Anfang an die Veränderung der Transformation als Herausforderung und Zukunftsaufgabe angenommen. Im Rahmen von Zukunft Ostwürttemberg und im Rahmen der Europäischen Metropolregion haben wir die Herausforderungen konkret herausgearbeitet und Lösungsansätze gesucht. Zudem ist immer mehr spürbar, und dies bei allen Akteuren, dass wir uns vom Konkurrenzraum zum Kooperationsraum weiterentwickeln. Dies betrifft vor allem die Region Ostwürttemberg, aber auch innerhalb der Europäischen Metropolregion Stuttgart. Dies soll auch am 20.09.2022 beim Metropolkongress großes Thema sein.

 

Um aber kooperieren zu können und um die eigenen „Hausaufgaben“ für den Kreis zu lösen, müssen eigene Strukturen oder Angebote vorangebracht und weiterentwickelt werden. Dies beansprucht auch Finanzmittel. Andere Regionen haben dies ebenfalls erkannt und wollen ihre Strukturen voranbringen (Region Stuttgart allein 15 Mio. EUR für KI-Offensive, Region Heilbronn weit über 50 Mio. EUR für KI).

 

Der Kreistag des Ostalbkreises sollte daher auch finanzielle Mittel sowohl für die Schaffung von Strukturen als auch für die Schaffung inhaltlicher Angebote einbringen, damit wir den Anschluss an den Veränderungsprozess halten und um zusätzliche Fördermittel und Partner gewinnen zu können. Diese Partner sind sowohl auf Bundes- und Landesebene, den Hochschulen sowie innerhalb der Wirtschaft zu suchen und zu finden.

 

Der Ostalbkreis hat sich daher zum Ziel gesetzt, die eigene Transformations- und Innovations-Strukturoffensive „Fit für die Zukunft“ zu bündeln und dem Kreistag zur Beschlussfassung vorzulegen.

 

Dies sind im Einzelnen folgende Bereiche:

 

 

1. Digitalisierung/Künstliche Intelligenz

 

  • digiZ - Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg
    Projektträger: IHK Ostwürttemberg
    Inhalt:
    Das Ziel des digiZ ist es, mittels verschiedener Vernetzungs-, Informations- und Unterstützungsangebote die Sichtbarkeit des digitalen Ökosystems in Ostwürttemberg zu erhöhen und als digitaler Impulsgeber für Unternehmen - insbesondere KMU - zu fungieren. Zudem werden mit Unterstützungsleistungen des digiZ Defizite regionaler Unternehmen branchenunabhängig im Bereich Digitalisierung abgebaut. Das digiZ ist dezentral an den Standorten in Aalen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd vor Ort. Zukünftig sollen die Standorte zur Demonstrations-, Lern- und Ideenwelt systematisch weiterentwickelt werden.
    Kooperationspartner: IHK Ostwürttemberg, Landkreis Heidenheim, Ostalbkreis
    Laufzeit / Förderung / Gesamtkosten:

 1. Bewilligungsperiode 2018 - 2022 / 996.070 EUR (Land) / ca. 2 Mio. EUR

 2. Bewilligungsperiode 2023 - 2025 / 950.000 EUR (Land) / ca. 2 Mio. EUR (in

  Beantragung)
Anteilige Finanzierung Ostalbkreis: 2023 - 2025 jährlich 74.667 EUR
Ermächtigungsgrundlage: Beschluss Kreistag 15.05.2018, Vorlage 099/2018
 

  • KI-Werkstatt Mittelstand:
    Projektträger: Hochschule Aalen
    Inhalt:
    Als prämiertes Leuchtturmprojekt aus RegioWIN 2030 adressiert das Projekt „KI-Werkstatt Mittelstand“ zentrale Handlungsfelder des regionalen Entwicklungskonzepts des Ostalbkreises „NiO - Nachhaltige Innovationen im Ostalbkreis“ und hat zum Ziel, regionale Innovationskapazitäten zum Thema „Künstliche Intelligenz“ an der Hochschule Aalen zu bündeln. Zu diesem Zweck entsteht an der Hochschule Aalen eine Forschungs- und Transfereinrichtung mit den Schwerpunkten Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz. Diese Einrichtung zielt darauf ab, die Methoden der künstlichen Intelligenz anwendungsnah zu erforschen und insbesondere der Zielgruppe der Klein- und Mittelunternehmen zugänglich zu machen. Neben den KMUs gehört auch die breite Öffentlichkeit zur Zielgruppe des Projekts.
    Kooperationspartner: Hochschule Aalen, Stadt Aalen, Ostalbkreis
    Laufzeit / Förderung / Gesamtkosten:
    2023 - 2027 / 2.703.000 EUR (Land + EU) / 4.505.000 EUR (in Beantragung)
    Anteilige Finanzierung Ostalbkreis: 2023 - 2027 insg. 700.000 EUR in unterschiedlich hohen Jahrestranchen zwischen 202.153 EUR und 121.354 EUR.
    Ermächtigungsgrundlage: Grundsatzbeschluss Kreistag 15.12.2020, Vorlage 242/2020
     
  • KI-Exzellenzzentren (i. V. m. KI-Allianz Baden-Württemberg):
    Inhalt:
    Am 22.12.2021 hat der Landtag von Baden-Württemberg im Rahmen des Beschlusses des Staatshaushaltsgesetz 2022 entschieden, dass im Land an mehreren Standorten Innovationscluster als regionale Kl-Exzellenzzentren gefördert werden sollen. Hierdurch sollen neue, aber auch bereits im Rahmen des Wettbewerbsverfahrens zum Innovationspark Künstliche Intelligenz (Kl) Baden-Württemberg entwickelte Ideen umgesetzt und in die Fläche des Landes getragen werden. Bis 2025 stehen hierfür 15 Mio. EUR zur Verfügung. Auf den Ostalbkreis entfallen davon voraussichtlich rund 1,1 Mio. EUR, womit Projekte im Rahmen der „KI-Allianz Baden-Württemberg“ gefördert und umgesetzt werden sollen.
     
  • KI-Allianz Baden-Württemberg:
    Projektträger: Hochschule Aalen (für Teilgebiet Ostalbkreis)
    Inhalt:
    Die Regionen Stuttgart, Neckar-Alb, Karlsruhe, Ostalbkreis und Freiburg haben sich darauf verständigt, sich partnerschaftlich für den systematischen Auf- und Ausbau eines landesweiten, international sichtbaren und aktiven Netzwerks von dezentralen KI-Leuchttürmen einsetzen zu wollen. Dies mit dem Ziel, als „KI-Allianz Baden-Württemberg“ einen Innovationsraum mit integrierten, branchenübergreifenden und anwendungsorientierten Datenräumen, Reallaboren und Testfeldern für Unternehmen, Start-ups und Wissenschaft zu schaffen. Dazu sollen sowohl gebietsübergreifende als auch individuelle regionale Projekte umgesetzt werden. Im Ostalbkreis sollen in der Trägerschaft der Hochschule Aalen die Projekte „KI-Datenqualität“ und „Regionales Community Management“ angesiedelt sein. Eine schlussverbindliche Aussage des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus zur Förderhöhe und ggf. notwendiger Kofinanzierung kann erst nach Einreichung und Prüfung der Förderanträge erfolgen.
    Als Beteiligungs- und Organisationsmodell ist die noch in Gründung befindliche Genossenschaft „KI-Allianz Baden-Württemberg eG“ vorgesehen, der der Ostalbkreis mit einem Geschäftsanteil beitreten wird. Hierfür ist auch der Aufbau und Betrieb einer zentralen Geschäftsstelle geplant.
    Kooperationspartner: Regionen Stuttgart, Neckar-Alb, Karlsruhe, Ostalbkreis und Freiburg, ggf. erweitert um die Region Nordschwarzwald.
    Laufzeit / Förderung / Gesamtkosten:
    Projekte Datenqualität und Community Management:
    2022 - 2025 / 1,1 Mio. EUR (Land) / 1,1 Mio. EUR + ggf. Kofinanzierung durch
    Ostalbkreis (Förderantrag in Vorbereitung)
    Anteilige Finanzierung Ostalbkreis:
    Genossenschaftsanteil (einmalig): 25.000 EUR (fällig 2022 oder 2023)
    Geschäftsstelle: 2022 - 2025 jährlich 85.000 EUR
    Ermächtigungsgrundlage: Beschluss Kreistag 28.06.2022, Vorlage 130/2022
     
  • KI/Photonik/Lasercluster: Einrichtung von zwei Stiftungsprofessuren
    Projektträger: Hochschule Aalen
    Inhalt:

 Mit der Hochschule Aalen verfügt die Region über eine der forschungsstärksten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Deutschland. Aufbauend auf ihren Stärken hat die Hochschule Aalen zwei profilbildende Forschungsschwerpunkte etabliert: 1) Photonik sowie 2) Neue Materialien und Fertigungstechnologien. Erklärtes Ziel der Hochschule ist es, beide Schwerpunkte in Forschung, Transfer sowie Lehre und Weiterbildung unter Berücksichtigung der regionalen Randbedingungen und Bedarfe weiterzuentwickeln und zukunftsfähig aufzustellen. An der Hochschule Aalen soll der Bereich Lasermaterialbearbeitung am LAZ (LaserApplikationsZentrum) durch die Einrichtung der Stiftungsprofessur Lasermaterialbearbeitung gestärkt werden. Dabei stehen als Werkstoffe Metalle und Kunststoffe im Fokus, die mit Lasern im 2 µm-Bereich vorteilhaft bearbeitet werden können. Anwendungsbereiche lassen sich u. a. bei den zahlreichen Unternehmen im Bereich Maschinenbau der Region finden. So kann die Lasermaterialbearbeitung als Querschnittstechnologie insbesondere für die anwendungsnahe Forschung im Bereich von Batteriesystemen oder bei der Komponentenherstellung für die Wasserstofftechnologie verwendet werden.
Zum anderen soll die Photonik am ZOT (Zentrum für optische Technologien) durch die Stiftungsprofessur „Angewandte Quantentechnologie“ weiterentwickelt werden. Sie soll am ZOT als anwendungsorientierte Professur, zum Beispiel mit Schwerpunkt Quantenimaging (Quantensensorik), ausgestaltet werden. Hierdurch wird eine komplementäre Situation zwischen der grundlagenorientierten Forschung am IOSB (Fraunhofer-Institut fürOptronik, Systemtechnik und Bildauswertung) im Bereich der Quantenphotonik und der anwendungsorientierten Forschung am ZOT der Hochschule Aalen geschaffen. Das IOSB soll als eigenständiges Projekt am Standort Oberkochen entstehen.
Beide Stiftungsprofessuren sind für einen Zeitraum von fünf Jahren, mit der Möglichkeit einer Verlängerung um weitere fünf Jahre angedacht. Eine Verstetigung der beiden Stiftungsprofessuren an der Hochschule Aalen wird angestrebt.
Kooperationspartner: Hochschule Aalen, Firmen, Kommunen, Ostalbkreis
Laufzeit / Gesamtkosten:

 5 Jahre (frühestens ab 2023) / 3,5 Mio. EUR
Anteilige Finanzierung Ostalbkreis: 600.000 - 800.000 EUR

 Evtl. in Kooperation bzw. mit Beteiligung der Stiftung der Kreissparkasse Ostalb
 

 

 

 

 

2. Dekarbonisierung/Klima

 

  • albturm mit Zukunftsforum
    Projektträger: Stadt Heubach
    Inhalt:
    Prämiertes Leuchtturmprojekt aus RegioWIN 2030. Der albturm aus acetyliertem Buchen-Furnierschichtholz (B-FSH), als zukunftsweisende technologische Innovation im Holzbau und mit 61,5 m höchster Holzturm Deutschlands, wird durch das zu 100 % in zirkulärer Wertschöpfung entwickelte Zukunftsforum komplettiert. Im albturm mit Zukunftsforum werden Transformationsstrategien sowohl über Seminare, Workshops und öffentlichen Events als auch über Social Media digital vermittelt. Zielgruppen sind Betriebe (KMU) aus der Bauwirtschaft, speziell der Holzbauwirtschaft, Kommunen und Bauämter sowie Wissenschaftler, Architekten, Ingenieure, Bauherren und die interessierte Öffentlichkeit.
    Kooperationspartner: Stadt Heubach, Ostalbkreis, Hochschule Aalen, Hochschule Rottenburg, Internationale Bauausstellung IBA’27, TU Kaiserslautern.
    Laufzeit / Förderung / Gesamtkosten:
    2023 - 2027 / ca. 6,6 Mio. EUR (Land + EU) / ca. 13,1 Mio. EUR (in Beantragung).
    Anteilige Finanzierung Ostalbkreis: 800.000 EUR (Jahrestranchen noch nicht entschieden)
    Ermächtigungsgrundlage: Grundsatzbeschluss Kreistag 15.12.2020, Vorlage 242/2020
     
  • Modellregion Grüner Wasserstoff, Verbundvorhaben Hy-FIVE
    Projektträger: Ostalbkreis, Landkreise Reutlingen, Alb-Donau-Kreis, Heidenheim und Tübingen sowie die Städte Schwäbisch Gmünd und Ulm
    Inhalt:
    Das Verbundvorhaben Hy-FIVE steht für Wasserstoff - Fahrzeuge, Industrie Verteilung und Erzeugung. Über das Förderprogramm „Modellregion Grüner Wasserstoff“ werden vier Leuchtturmprojekte in den beteiligten Gebietskörperschaften sowie eine koordinierende Geschäftsstelle gefördert. Für das Leuchtturmprojekt H2-Aspen in Schwäbisch Gmünd werden die Fördermittel für den Aufbau einer Wasserstofferzeugung und für Forschungstätigkeiten des fem Forschungsinstitut Edelmetalle + Metallchemie genutzt.
    Kooperationspartner: 15 weitere Projektpartner aus Wirtschaft und Wissenschaft
    Laufzeit / Förderung / Gesamtkosten:
    2022 - 2027
    Gesamtbudget des Verbundvorhabens: 56,9 Mio. EUR
    Fördervolumen des Verbundvorhabens: 32,5 Mio. EUR (Land + EU)
    davon Gesamtkosten H2-Aspen: 23 Mio. EUR
    davon Fördervolumen H2-Aspen: 11,5 Mio. EUR (Land + EU)
    Anteilige Finanzierung Ostalbkreis:
    Für die Umsetzung der Projektziele wurde von den Projektpartnern der Verein Hy-FIVE gegründet. Aufnahmebeitrag einmalig: 20.000 EUR, Jahresbeiträge: 5.000 EUR
    Ermächtigungsgrundlage:
    Mündlicher Bericht zum Bewerbungsverfahren in der Sitzung des Ausschusses für Umweltschutz und Kreisentwicklung am 08.06.2021. Beschluss Ausschuss für Bildung und Finanzen vom 06.12.2021 zum Beitritt in den Verein Hy-FIVE, Vorlage 248/2021.
     
  • HyExperts „H2Ostwürttemberg“
    Projektträger: Ostalbkreis
    Inhalt:
    Der Ostalbkreis ist mit dem Landkreis Heidenheim mit dem Projekt „H2Ostwürttemberg“ bundesweit eine von insgesamt 15 ausgezeichneten HyExperts-Regionen. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Konzepts, wie die Region mit Wasserstoff einen Beitrag zur Energiewende leisten und auch wirtschaftlich mit dem Thema Wasserstoff wachsen kann. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Anbindung der Region an das überregionale Wasserstoffnetz. Zu den weiteren zentralen Projektideen zählen H2-Aspen und die Entwicklung eines klimaneutralen Technologieparks mit Elektrolyseanlage. In Ellwangen soll auf der Konversionsfläche der Kaserne eine klimafreundliche Wärmeversorgung mit Wasserstoff als ein Bestandteil dessen entwickelt werden sowie der Aufbau eines Logistiknetzwerks im Landkreis Heidenheim mit der Nutzung von Wasserstoff für Nutzfahrzeuge. Als kompetenten Partner konnte die EurA AG aus Ellwangen gewonnen werden. Die Projektlaufzeit beträgt 15 Monate. Für die Erstellung des regionalen Wasserstoffkonzepts stehen 400.000 EUR zur Verfügung. Der Ostalbkreis bringt keine Eigenmittel ein.
    Kooperationspartner: Ostalbkreis, Landkreis Heidenheim, Stadt Schwäbisch Gmünd
    Laufzeit / Förderung / Gesamtkosten:
    07/2022 - 10/2023 / 400.000 EUR (Bund) / 400.000 EUR
    Anteilige Finanzierung Ostalbkreis: keine, da 100 %-Förderung
    Ermächtigungsgrundlage: Eilentscheidung durch Landrat Dr. Bläse zur Vergabe des Dienstleistungsauftrags an die EurA AG am 22.06.2022. Bekanntgabe der Eilentscheidung im Ausschuss für Bildung und Finanzen am 19.07.2022.

 

3. Demografie

 

a) Gesundheit, Pflege
 

  • Physician Assistant
    Projektträger: Hochschule Aalen
    Inhalt:
    Mit dem Ziel – Entlastung der knappen Ressource Arzt – wurde in Deutschland ein neuer akademischer Gesundheitsberuf eingeführt: Physician Assistant. Die Hochschule Aalen startet zum Oktober 2022 in Zusammenarbeit mit den Kliniken Ostalb einen entsprechenden Studiengang. Für den Landkreis ergibt sich aus diesem neuen Studienprogramm der Hochschule ein großer Mehrwert: Akademisches Gesundheitspersonal wird zukünftig im Kreis selbst ausgebildet. Physician Assistants sind nach ihrem Abschluss unter anderem in der stationären Versorgung, aber zunehmend auch in ambulanten Einrichtungen, wie zum Beispiel größeren Gemeinschaftspraxen oder medizinischen Versorgungszentren (MVZ) tätig. Die Nachfrage nach dem neuen Studiengang stellt sich als sehr gut dar. Auf die zur Verfügung stehenden 24 Studienplätze bewarben sich deutlich mehr als 200 Personen. Die Kooperation zwischen den Kliniken Ostalb und der Hochschule Aalen soll nach Wunsch beider Einrichtungen nicht auf die praktische Ausbildung von Studierenden in den Klinken beschränkt bleiben. Sinnvoll ist vielmehr eine vertiefte Zusammenarbeit auf Ebene von Forschung und Lehre. Dazu bietet sich ein Kooperationsmodell mit der Bezeichnung Gemeinsame Professur oder „Shared Professorship“ an. Die beiden „Shared Professorship“-Stellen sind durch den Ostalbkreis bzw. die Kliniken Ostalb als „Anschubunterstützung“ zu werten.
    Kooperationspartner: Hochschule Aalen, Kliniken Ostalb gkAöR, Ostalbkreis
    Laufzeit / Förderung / Gesamtkosten:
    Projektstart 2022; Laufzeit 6 Jahre ab Stellenbesetzung der Professuren; keine weitere Förderung. Für diesen neuen Studiengang und für das Erproben dieses Studienganges an der Hochschule Aalen benötigt die Hochschule in der Anlaufphase die Unterstützung durch die Region, erbringt aber selbst für die Anlaufphase des Studienganges Physician Assistant erhebliche finanzielle und personelle Mittel ein. Zum einen ist dies die Umwandlung von drei bestehenden W2-Professuren, einer Anschubfinanzierung aus zentralen Mitteln für weitere Personalstellen (Studiengangsmanagerin, Sekretariat, wissenschaftliche Mitarbeiter sowie Sachpauschalmittel für die Erstausstattung in Forschung und Lehre, Lehrbeauftragte und Marketing mit rund 400.000 EUR. Hinzukommen Overhead-Kosten und Vorbereitungskosten für das Einrichten des neuen Studiengangs. Der finanzielle Gesamtaufwand für die Hochschule Aalen liegt bei über 4 Mio. EUR. Personalkosten für die beiden Ärzte und Praxisanleitung für 24 Studierende entfallen auf die Kliniken Ostalb.
    Anteilige Finanzierung Ostalbkreis: 130.000 EUR pro Jahr (ab 2023 oder 2024) befristet auf 6 Jahre;
    Beginn mit Stellenbesetzung
    Ermächtigungsgrundlage: Beschluss im Ausschuss für Bildung und Finanzen am 27.09.2022, Vorlage 161/2022
     
  • Gesundheitsakademie Ostalb
    Projektträger: Ostalbkreis/Infrastrukturgesellschaft des Ostalbkreises mbH (IGO)
    Inhalt:
    Ziel der Gesundheitsakademie mit Sitz in Ellwangen ist es, einen modernen Lern- und Wissensort für Gesundheitsberufe der Zukunft im Ostalbkreis zu schaffen. Am 01.10.2020 wurde die Gesundheitsakademie Ostalb offiziell eröffnet. Unter dem Dach der Gesundheitsakademie sind alle Ausbildungsangebote der Kliniken Ostalb, alle Weiterbildungsangebote sowie Fortbildungsveranstaltungen verortet. Das Angebot der grundständigen Ausbildungen umfasst nicht mehr nur die Pflegebildung, sondern erweitert sich um eine Reihe von medizinischen Assistenzberufen. Zur Weiterentwicklung der Gesundheitsakademie Ostalb ist die Etablierung eines Trainingszentrums für Pflege, Medizin- und Gesundheitsberufe – Skills Labs - als innovatives Leuchtturmprojekt geplant. Für einen solchen modernen Lernort sind Sanierungs- und Umbaumaßnahmen der ehemaligen Pflegeschule notwendig. Die Kosten für die Infrastruktur stehen noch nicht fest. Der Betrieb der Gesundheitsakademie Ostalb soll sich ohne Zuschuss tragen.
    Kooperationspartner: Kliniken Ostalb gkAöR
    Ermächtigungsgrundlage: Grundsatzbeschluss Verwaltungsrat der Kliniken Ostalb gkAöR und des Betriebsausschusses Klinikimmobilien vom 13.07.2021, Vorlage 153/2021
     
  • Creative Hall Assisted Living:
    Projektträger: Infrastrukturgesellschaft des Ostalbkreis mbH (IGO)
    Inhalt:
    Die Gestaltung der digitalen Transformation birgt enorme Chancen für Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft. Im Zuge des demographischen Wandels betrifft dies auch die Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität im Alter durch digitale Innovationen zur nachhaltigen Steigerung und wertschöpfenden Verknüpfung von individuellem Wohlbefinden, sozialem Zusammenhalt und volkswirtschaftlichem Nutzen. Die Creative Hall Assisted Living bietet dafür Raum für Inspiration, Innovation, Management und Networking von KMU, Start-ups, Hochschulen, sowie weiterer relevanter Marktakteure, v. a. aus der Gesundheitswirtschaft. Assisted Living kreiert, entwickelt, erprobt und prüft die Innovationen auf Grundlage zentraler Themen der Digitalisierung. Die Kompetenzen liegen dabei in den Bereichen Technologie (Analytics, Connectivity, Sensors, Safety & Security), Wirtschaft und User. Ein Beispiel für das Potential digitaler Helfer ist ein Wearable mit Sensorik für Vitalfunktionen und Notfallapplikation. Das Projekt wurde 2018 über den Förderaufruf „Innovationsinfrastrukturen zur Stärkung regionaler Innovationssysteme“ in der EFRE-Förderperiode 2014-2020 von der Stadt Schwäbisch Gmünd beantragt und vom Land bewilligt. 2022 wurde im Zuge des Wechsels des Projektträgers von der Stadt Schwäbisch Gmünd auf die IGO ein Änderungsantrag gestellt. Das Gebäude wird auf dem Campus der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd errichtet.
    Kooperationspartner: PH Schwäbisch Gmünd, Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd, Hochschule Aalen, in:it co-working lab, eule gmünder wissenswerkstatt, Stadt Schwäbisch Gmünd, Ostalbkreis
    Laufzeit / Förderung / Gesamtkosten:
    01.07.2022 - 30.06.2023 / 750.000 EUR (EU) / ca. 2,7 Mio. EUR (in Beantragung)
    Anteilige Finanzierung Ostalbkreis: 600.000 EUR (Jahrestranchen noch nicht entschieden)
     
  • ZHUM - Zentrum für Human Resource Development
    Projektträger: Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg
    Inhalt: Auf dem Campus der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd entsteht mit dem Zentrum für Human Resource Development ein Forschungs-, Kompetenz- und Transferzentrum. Es wird damit ein Schlüsselprojekt aus der RegioWIN-Konzeption des Ostalbkreises in der EU-Förderperiode 2024-2020 umgesetzt. Mit dem Neubau sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um neue wissenschaftliche Erkenntnisse in unterschiedlichsten Zukunftsfeldern wie z. B. der Gesundheitsförderung und der Digitalisierung zu generieren, um alle Menschen der Region bei unternehmerischen Innovationen mitzunehmen, vorhandene Potenziale erfolgreich einzusetzen und neue Arbeitskräfte für die Region zu gewinnen. Darüber hinaus soll ein Treffpunkt für externe Kooperationspartner und der Pädagogischen Hochschule geschaffen werden. Das Raumkonzept umfasst Räume für Beratung, Labor- und Medienkonzepte für Forschung und forschungsbasierten Transfer in einer zweigeschossigen Bauweise.
    Kooperationspartner: Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd
    Laufzeit / Gesamtkosten:
    Baubeginn März 2023 / ca. 8,2 Mio. EUR
    Anteilige Finanzierung Ostalbkreis: 600.000 EUR (als Beteiligung an den von der PH zu erbringenden Eigen- und Drittmitteln). Ursprünglich eingeplant im Zeitraum 2018-2020, jetzt 2023-2025.
    Ermächtigungsgrundlage: Beschluss Kreistag vom 13.03.2018, Vorlage 024-1/2018
     

b) Ausbildung/Studium/Zuwanderung
 

  • EATA - Europäische Ausbildungs- und Transferakademie für junge Erwachsene
    Projektträger: Stadt Ellwangen
    Inhalt:
    Auf dem Konversionsgelände der Reinhardt-Kaserne in Ellwangen entsteht als EU-Leuchtturmprojekt aus der RegioWIN-Förderperiode 2014-2020 die Europäische Ausbildungs- und Transferakademie für junge Erwachsene (EATA). Das Angebot der EATA richtet sich an junge Menschen aus europäischen Staaten mit hoher Jugendarbeitslosigkeit sowie an junge Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive. Sie erhalten Sprachschulungen und werden parallel dazu auf eine Ausbildung oder einen Beruf vorbereitet. So kann auch dem Fachkräftemangel in der Region entgegengewirkt werden. 2018 hat die EATA ihren Betrieb aufgenommen. Nach Abschluss der Umbauarbeiten stehen 200 Appartements und entsprechende Lehrräume zur Verfügung. Investor des Projekts ist die Stadt Ellwangen. Gesellschafter der für den Betrieb zuständigen EATA gGmbH sind die Stadt Ellwangen, der Ostalbkreis und das Kolping-Bildungswerk Württemberg e. V.
    Kooperationspartner: Stadt Ellwangen, Ostalbkreis, Kolping-Bildungswerk Württemberg e. V.
    Laufzeit / Förderung / Gesamtkosten:
    2016 - 2022 / ca. 16 Mio. EUR (Land + EU), 27,21 Mio. EUR
    Anteilige Finanzierung Ostalbkreis: 2017-2023 insgesamt 1,35 Mio. EUR für die Anschubfinanzierung des Betriebs.
    Ermächtigungsgrundlage: Beschluss Kreistag 22.03.2016, Vorlage 022/2016 und Eilentscheidung zur Verlängerung der Anschubfinanzierung vom 07.04.2020

 

  • Welcome Center Ostwürttemberg
    Projektträger: WiRO mbH
    Inhalt:
    Die Welcome Center in Baden-Württemberg dienen insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen als zentrale und übergeordnete Anlauf-, Erstberatungs- und Informationsstelle für Fragen rund um die Rekrutierung und der erfolgreichen Integration internationaler Fachkräfte. Gleichzeitig sind die Welcome Center auch für internationale Fachkräfte und ihre Familien, einschließlich der internationalen Studierenden an den Hochschulen des Landes, eine wichtige Anlaufstelle. Die Erstberatung umfasst Themen wie Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen, Informationen über den regionalen Arbeitsmarkt und seine Unternehmen, Arbeitsplatzsuche und Bewerbung, Anerkennung beruflicher Qualifikationen und Deutschkurse. Das Welcome Center Ostwürttemberg wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg sowie den Ostalbkreis und die Städte Aalen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd unterstützt. 
    Kooperationspartner: WiRO, Ostalbkreis, Städte Aalen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd
    Laufzeit / Förderung / Gesamtkosten:
    2020-2025 / 498.000 EUR (Land) / 830.000 EUR
    Anteilige Finanzierung Ostalbkreis: 2020-2025 insgesamt 209.700 EUR
    (2020: 9.700 EUR, ab 2021 jährlich 40.000 EUR)
    Ermächtigungsgrundlage: Beschluss Ausschuss für Bildung und Finanzen vom 18.02.2020, Vorlage 011/2020
     
  • Vernetzte Studienorientierung (Hochschulkampagne)
    Projektträger: Ostalbkreis
    Inhalt: (s. Förderantrag Regionalprogramm Fachkräftesicherung)
    Das Projekt verfolgt drei Ziele: Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen bzw. ihre strategische Weiterentwicklung, die Erarbeitung einer gemeinsamen kommunikativen Botschaft zur gezielten und zeitgemäßen Ansprache primär der Zielgruppe Schülerinnen und Schüler und Präzisierung des konkreten Aktionsplans im Handlungsfeld „Erstausbildung“ der Fachkräfteallianz Ostwürttemberg. Durch eine verbesserte Kommunikationspolitik und eine Vielzahl von innovativen, kreativen und erfahrungsbasiert angelegten Maßnahmen soll der Prozess der Studienorientierung in der Region optimiert werden und der sich in den letzten zwei Jahren abzeichnende Trend zu rückläufigen Studienanfängerzahlen im Ostalbkreis gestoppt werden. Zur Sicherung des künftigen Fachkräftebedarfs sollen hierzu insbesondere die Potenziale von jungen Frauen für die Ingenieurberufe und die technische Gestaltung noch besser gehoben werden und die neuen Angebote in den Pflegewissenschaften bekannter gemacht werden. Die Förderung für das Projekt konnte über das Regionalprogramm Fachkräftesicherung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg akquiriert werden.
    Kooperationspartner: Hochschule Aalen, Pädagogische Hochschule und Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd, WiRO mbH
    Laufzeit / Förderung / Gesamtkosten:
    2022-2024 / 17.850 EUR (Land) / 42.005 EUR
    Anteilige Finanzierung Ostalbkreis: 15.000 EUR
     
  • Technik - eule gmünder wissenswerkstatt,
    Projektträger: Stadt Schwäbisch Gmünd und Kommunalverbund
    Inhalt:
    Die eule gmünder wissenswerkstatt wurde im Jahr 2014 als Europäisches Leuchtturmprojekt mit Fördermitteln der EU und des Landes Baden-Württemberg gegründet. Ein grundsätzliches Ziel der Einrichtung ist es, Menschen für Technik zu begeistern. Das in der eule stark praxisorientierte Arbeiten schafft einen Ausgleich zum theorielastigen (Schul-) Unterricht und erzeugt Nähe zur Arbeitswelt. Die Themenvielfalt der eule ermöglicht das Erkunden und Verknüpfen vieler Bereiche auf unterschiedlichen Komplexitätsstufen. Die Bildungsangebote der eule umfassen Kursangebote speziell für Mädchen, freie Angebote wie z. B. Maker-Space, Praxisangebote zur Berufsorientierung, spezielle Angebote für Unternehmen wie z. B. das digiZ Ostwürttemberg, Workshops für Auszubildende und Wettbewerbe und Kooperationsangebote mit Bildungsträgern oder Stiftungen. Der Betrieb der eule erfolgt durch die Technische Akademie Schwäbisch Gmünd e. V..
    Kooperationspartner: Stadt Schwäbisch Gmünd, TA, Kommunalverbund, Ostalbkreis, Firmen
    Laufzeit / Förderung / Gesamtkosten:
    Anteilige Finanzierung Ostalbkreis: 2015-2019 jährlich 5.000 EUR, ab 2020 jährlich 100.000 EUR; jährlicher Mitgliedsbeitrag 5.000 EUR.
    Ermächtigungsgrundlage: Beschluss Kreistag zum Mitgliedsbeitrag vom 24.06.2014, Vorlage 096/2014
     
  • Technik -explorhino und Schülerforschungszentrum (SFZ)
    Inhalt explorhino:
    Das explorhino besteht aus dem explorhino science center und dem explorhino Schülerlabor. Beide arbeiten Hand in Hand und bieten gemeinsam Zugänge und Erlebnisse im Bereich der Naturwissenschaften für den Ostalbkreis. Im Experimente-Museum explorhino stehen selbständiges Erforschen von Phänomenen, Erleben und Erfahren, Anfassen und Begreifen im Mittelpunkt. Das Angebot richtet sich an Privatpersonen aber auch Gruppen und Schulklassen. Zusätzlich zum freien Experimentieren werden Kurse zu ausgewählten Themen angeboten. Der Besuch in der Ausstellung und die Kurse gehen dabei Hand in Hand und ergänzen sich gegenseitig. Die Kombination aus Science Center und Schülerlabor schafft so eine breite und intensive Möglichkeit, sich naturwissenschaftlichen Themen zu nähern und sie gezielt zu erforschen. Das Kursangebot richtet sich auch an Schulen zur Umsetzung und Betreuung vor Ort in den Schulen.
    Inhalt Schülerforschungszentrum im Aaccelerator:
    Das Schülerforschungszentrum der Hochschule Aalen wurde 2020 gegründet und bietet Schülerinnen Schülern ab Klasse 7 und MINT-interessierten Jugendlichen einen professionellen Rahmen und einen Raum für eigene, kreative Forschung. Die Jugendlichen gehen selbstständig und eigenverantwortlich einer eigenen Forschungsfragestellung auf den Grund. Sie entwickeln Problemstellungen und Hypothesen, planen Experimente und werten sie aus, erarbeiten Modelle, finden Erklärungen und hinterfragen diese kritisch. Die Jugendlichen arbeiten über längere Zeit in Teams zusammen und werden von kompetenten Mentoren unterstützt. Gerade für Jüngere oder Neueinsteiger gibt es die Möglichkeit, bei bestehenden Teams mitzuarbeiten, die sich bereits mit einem Thema auseinandersetzen. Dadurch kommen sie leichter ins selbständige Forschen. Das SFZ ist eng mit dem explorhino Schülerlabor der Hochschule Aalen verbunden. Dieses führt Kinder ab dem Kindergartenalter an das freie Forschen heran mit Ferienaktionen und Forscher-Clubs, sowie einer offenen Werkstatt parallel zum SFZ ebenfalls im AAccelerator.
    Anteilige Finanzierung Ostalbkreis:
    explorhino Science Center: jährlich 150.000 EUR (seit 2020)
    explorhino Schülerlabor: jährlich 50.000 EUR (seit 2020)
     
  • Arbeitsgruppe MINT Ostwürttemberg:
    Inhalt:
    Ostwürttemberg ist eine MINT-Region. Mit den drei MINT-Akteuren (eule gmünder wissenswerkstatt der TA in Schwäbisch Gmünd, explorhino Aalen, Zukunftsakademie Heidenheim), sind wir mit einem umfangreichen MINT-Angebot in der Region Ostwürttemberg bestens aufgestellt. Im Jahr 2021 haben sich die drei Akteure mit Unterstützung des Bildungsbüros Ostalbkreis und unter Koordination der WiRO als Arbeitsgruppe MINT zusammengeschlossen mit der Überzeugung, dass man gemeinsam in der Region noch viel mehr junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik erreichen und begeistern kann. Die erste gesamtregionale Initiative war in 2022 der „Makeathon Ostwürttemberg“. Diesen unterstützten die beiden Landkreise (Ostalbkreis und Heidenheim) finanziell und personell im Rahmen des bestehenden Personals. Solche gemeinsamen Aktionen können zukünftig unsere Region Ostwürttemberg im MINT-Bereich weiter voranbringen.
    Kooperationspartner: WiRO, Landkreis Heidenheim, Ostalbkreis
    Gesamtkosten: 20.000 EUR
    Anteilige Finanzierung Ostalbkreis 2022: 10.000 EUR (Fortsetzung für 2023 vorgesehen)

     
  • Schulische Übergänge fördern mit Schwerpunkt Ausbildung“ - Bildungsbegleitung an den allgemeinbildenden und Beruflichen Schulen im Ostalbkreis
    Projektträger: Ostalbkreis
    Inhalt:
    Der Anspruch „Kein Abschuss ohne Anschluss“ und „Keiner darf verloren gehen“ sind im Ostalbkreis festgesteckte Ziele. Dafür benötigt es eine umfangreiche vertiefte berufliche Orientierung. Nicht nur mit dem neuen Schulfach „Wirtschaft-, Berufs- und Studienorientierung“ hat die Schule insgesamt einen gesetzlichen Auftrag, die Schülerinnen und Schüler auf die Arbeitswelt vorzubereiten. Die Agentur für Arbeit hat zudem einen gesetzlichen Auftrag zur Berufsorientierung an den Schulen. Die vom Ostalbkreis zusätzlich eingesetzten BildungsbegleiterInnen an allen Schularten unterstützen dabei und decken Inhalte der vertieften beruflichen Orientierung ab. Die BildungsbegleiterInnen sind im engen Kontakt mit den Eltern, Lehrern und Berufsberatern und arbeiten eng mit dem gesamten Netzwerk „Übergang Schule-Beruf“ zusammen. Es handelt sich bei den BildungsbegleiterInnen um pädagogisches Fachpersonal, weshalb an den Beruflichen Schulen die Schulsoziarbeiter auch unter der Bezeichnung „Bildungsbegleiter“ eingesetzt sind. Dies ermöglicht einen intensiven Beziehungsaufbau und eine ganzheitliche Betreuung mit den einzelnen Schülern. Dieses Unterstützungsangebot für die Schülerinnen und Schüler trägt dazu bei, dass der Ostalbkreis mit die höchsten Übergangszahlen in eine duale Ausbildung vorweisen kann.
    Kooperationspartner: Agentur für Arbeit, Wirtschaftsministerium, Regierungspräsidium, ZSL, Staatliches Schulamt Göppingen Bildungsträger, Schulen, Ostalbkreis
    Förderung / Gesamtkosten:
    für 2021 rund 600.000 EUR (Bund + Land) / Gesamtkosten 2021: 1.180.000 EUR

 Es handelt sich um ein jährlich wiederkehrendes Programm. Es wird daher mit jährlichen Kostensteigerungen von 3 % für Personal kalkuliert.
Anteilige Finanzierung Ostalbkreis: 2021 rund 580.000 EUR
 

     


Finanzierung und Folgekosten

 

Insgesamt werden wir im Zeitraum 2022 sowie 2023 - 2027 rund 11,1 Mio. EUR aufwenden müssen. Diese werden wir, wie in den vergangenen Jahren, in jährlichen Tranchen von ca. 1,9 Mio. EUR im Haushalt darstellen und finanzieren.

Dem Kreistag und den zuständigen Ausschüssen wurden bzw. werden jeweils die Einzelmaßnahmen gesondert zur Beschlussfassung vorgelegt. Das Papier Transformations- und Innovations-Strukturoffensive Ostalbkreis „Fit für die Zukunft“ soll aber die Gesamtheit der Maßnahmen darstellen, um das „große Ziel-Bild“, welches wir verfolgen, auch öffentlich zu skizzieren und um darzulegen, dass wir im Ostalbkreis nicht nur irgendwelche Einzelthemen bearbeiten, sondern an diesem „Ziel-Bild“ konsequent arbeiten.

Weitere Partner für die einzelnen Maßnahmen sind teilweise schon bei den Projekten aufgeführt. Dies sind die Hochschule Aalen, die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd, die Städte Aalen, Schwäbisch Gmünd und Ellwangen, der Gemeindeverband der Kommunen des Ostalbkreises, die KSK-Stiftung, die Zeiss-Stiftung, die Infrastrukturgesellschaft des Ostalbkreises sowie das Land Baden-Württemberg, der Bund und die EU. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Anlagen

 

Übersicht Zukunftsprojekte

 

 

Sichtvermerke

 

 

gez. Hahn, Stabsstelle 02

gez. Kurz, Dezernat II

gez. Dr. Bläse, Landrat

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage Zukunftsprojekte (71 KB)