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Vorlage - 174/2017  

 
 
Betreff: Bericht über die Schüleranmeldezahlen für das Schuljahr 2017/2018 im Vollzeitbereich und über die Lehrerversorgung an den Beruflichen
Schulen im Ostalbkreis
Status:öffentlich  
Federführend:Geschäftsbereich Bildung und Kultur   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bildung und Finanzen Kenntnisnahme
04.10.2017 
Sitzung des Ausschusses für Bildung und Finanzen zur Kenntnis genommen   
Anlagen:
Anlage 1: Schülerentwicklung im Teilzeit- und Vollzeitbereich im Ostalbkreis
Anlage 2: Übersicht über die Lehrerversorgung

Antrag der Verwaltung

 

Kenntnisnahme.

 

 


Sachverhalt/Begründung

 

1. Ausgangslage:

 

 Als Fortführung der 2006 begonnenen Information über die Entwicklung der Schülerzahlen im Vollzeit- und Teilzeitbereich an den Beruflichen Schulen im               Ostalbkreis wird auch 2017 diese Sitzungsvorlage dem Ausschuss für Bildung und Finanzen zur Kenntnis gegeben. Zum dritten Mal werden auch die Schülerzahlen der vier Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ), der früheren Sonderschulen, zur Kenntnis gegeben.

 

2. Schülerzahlen:

 

 a) Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ)

 

 Die Schülerzahlen haben sich vom Jahr 2010 an wie folgt entwickelt:

 

Jahr

Insgesamt

2010

561

2011

541

2012

523

2013

526

2014

493

2015

502

2016

549

vorläufige Zahlen

2017

572

 

 

Schule

vorl. Schüler-zahlen

2015

vorl. Schüler-zahlen

2016

vorl. Schüler-zahlen

2017

Klosterbergschule Schwäbisch Gmünd

127

139

149

Jagsttalschule Westhausen

144

147

156

Schloss-Schule Wasseralfingen

114

122

118

Heideschule Mutlangen

  92

117

125

Schule am Ostalb-Klinikum Aalen

  12

  12

  12

Schule am Stauferklinikum Mutlangen

    6

  12

  12

Summe

495

549

572

 

 Nachdem im vergangenen Schuljahr die Schülerzahlen der SBBZ deutlich gestiegen sind, sind sie in diesem Jahr erneut angestiegen. Der Schüleranstieg bei der Klosterbergschule erfolgte durch Kinder, welche den Schulkindergarten durchlaufen haben und durch drei Kinder mit Migrationshintergrund. Der starke Anstieg der Schülerzahlen bei der Jagsttalschule ist auf Quereinsteiger              im Laufe des vergangenen Schuljahres, auf umgeschulte Schüler aus der Förderschule und auf Schüler mit Migrationshintergrund zurück zu führen. Der erneute Anstieg der Schülerzahlen bei der Heideschule ist auf die Arbeit der neu eingerichteten Frühförderung zurückzuführen.

 

 b) Berufliche Schulen

 

 Die Schülerentwicklung im Teilzeit- und Vollzeitbereich hat sich vom Jahr 2000 an               wie folgt entwickelt:

 

Jahr

Teilzeit

Vollzeit

Insgesamt

2000

7.014

4.130

11.144

2001

7.034

4.253

11.287

2002

6.796

4.393

11.189

2003

6.595

4.611

11.206

2004

6.473

4.702

11.175

2005

6.443

4.829

11.272

2006

6.402

4.896

11.298

2007

6.625

4.992

11.617

2008

6.922

4.840

11.762

2009

7.046

4.884

11.930

2010

6.854

4.773

11.627

2011

6.568

4.545

11.113

2012

6.459

4.510

10.969

2013

6.529

4.707

11.236

2014

6.323

4.745

11.068

2015

6.304

4.776

11.080

2016

6.121

4.729

10.850

vorläufige Zahlen 2017

6.121

4.601

10.722

 

 Siehe hierzu auch die beigefügte Grafik.

 

 Nach mehreren Jahren des kontinuierlichen Anstiegs der Schülerzahlen im Teilzeitbereich musste im Jahr 2010 erstmals ein Rückgang in diesem Bereich verzeichnet werden. Dieser hat sich bis heute auf niedrigem Niveau stabilisiert.

 

 In allen Bereichen der Wirtschaft wird aktuell auf einem hohen Niveau ausgebildet. Immer mehr haben die Betriebe Schwierigkeiten, geeignete Bewerber zu finden. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen können ihre Ausbildungsplätze immer schwerer besetzen. Dies zeigen auch die Ausbildungszahlen im Bereich der IHK und im Bereich des Handwerks. In Zusammenarbeit mit den Beruflichen Schulen und der Agentur für Arbeit Aalen führt der Ostalbkreis jährlich Ausbildungsplatzmessen in Aalen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd durch. Von Seiten der ausstellenden Betriebe erfahren diese Messen eine immer größer werdende Nachfrage. Auch viele Städte und Gemeinden, allgemein bildende Schulen und Betriebe führen Veranstaltungen zur Berufsorientierung und zur Kontaktaufnahme mit den Ausbildungsbetrieben und den Beruflichen Schulen durch. Daneben kann mit dem Projekt Zukunft frühzeitig die Berufsorientierung gestartet werden. All diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass sich die Schulabgänger rechtzeitig über Ausbildungsmöglichkeiten und Ausbildungsangebote informieren können. Durch Schnupperpraktika wird den Schülern darüber hinaus die Möglichkeit gegeben, ihre Fähigkeiten und Neigungen auszuloten.

 

 Der neue einjährige, vollschulische Bildungsgang im Übergangsbereich der Beruflichen Schulen mit der Bezeichnung AV dual (duale Ausbildungsvorbereitung) wird seit dem vergangenen Schuljahr flächendeckend im Ostalbkreis angeboten. Zielgruppe von AV dual sind Jugendliche, die im Anschluss an die allgemeine Schulpflicht noch Förderbedarf haben, um eine Ausbildung beginnen zu können. AV dual ersetzt im Wesentlichen die bisherigen Bildungsgänge VAB bzw. BVJ und BEJ. Die Schülerzahlen im AV dual haben sich in diesem Schuljahr erhöht.

 

 Die Schülerzahlen im Vollzeitbereich sind im Vergleich zum Vorjahr um 128 Schüler auf 4.601 Schüler zurückgegangen. Damit liegen sie mit 391 Schülern unter dem Spitzenwert von 2007 mit 4.992 Vollzeitschülern.

 

 Die Eingangsklassen der Beruflichen Gymnasien im Ostalbkreis sind auch in diesem Schuljahr wieder relativ gut belegt. In einigen Profilen sind nicht alle Plätze belegt. Nach Aussage der Schulleitungen gibt es keine Warteliste mehr. Für die Bewerber für die Beruflichen Gymnasien wurde wiederum das neue „Online-Bewerberverfahren (BewO) als Pilotverfahren im Ostalbkreis (neben Göppingen und Heidenheim) durchgeführt. So wurden bereits im Frühjahr die Halbjahreszeugnisse der Bewerber gesichtet und bei Vorliegen der Voraussetzungen eine vorläufige Zusage an die Bewerber heraus gegeben. Nach Vorlage der Abschlusszeugnisse wurden Ende Juli die endgültigen schriftlichen Zusagen an die Bewerber versandt.


Im aktuellen Schuljahr setzen sich die Schülerzahlen im Vollzeitbereich wie folgt zusammen:


  Berufsschulzentrum Aalen

 

Schule,

Vollzeitschüler

insgesamt

Gymnasium

vorl. Schüler-zahlen 2016

vorl. Schüler-zahlen

2017

weitere

schulische

Ausbildungen

vorl. Schüler-zahlen

2016

vorl. Schüler-zahlen

2017

Technische Schule

Aalen

Technisches

Gymnasium, Profil

- Gestaltungs- und

  Medientechnik

- Informationstechnik

- Technik und

  Management

- Mechatronik

 

 

76

 

47

75

 

44

 

 

74

 

57

62

 

39

VABO

 

AV dual

 

Einjährige

Berufsfachschule

 

Zweijährige

Berufsfachschulen

 

Zweijähriges

Berufskolleg

 

Einjähriges

Berufskolleg

 

Fachschulen

 

Technische

Oberschule

29

 

19

 

 

174

 

 

82

 

 

48

 

 

79

 

211

 

 

35

20

 

46

 

 

168

 

 

75

 

 

49

 

 

85

 

212

 

 

34

919   /   921

 

242

232

 

677

689

Kaufmännische

Schule Aalen

Wirtschaftsgymnasium, Profil:

- Wirtschaft

- Internationale Wirtschaft

- Finanzmanagement

 

 

210

62

0 1)

 

 

205

60

0 2)

Zweijährige

Berufsfachschule

 

Einjährige

Berufskollegs

 

Wirtschaftsoberschule

 

80

 

 

120

 

37

 

92

 

 

121

 

31

509   /   509

 

272

265

 

237

244

Justus-von-Liebig-

Schule Aalen

Biotechnologisches

Gymnasium

 

Ernährungswissen-schaftliches

Gymnasium

 

Sozialwissenschaft-

liches Gymnasium

 

73

 

 

 

71

 

 

158

 

72

 

 

 

65

 

 

159

Vollzeit Berufsschule

Agrarwirtschaft

 

VAB-O

 

AV dual

 

BVE

 

Zweijährige

Berufsfachschulen

 

Zweijährige

Berufsfachschule für

Kinderpflege

 

Einjähriges

Berufskolleg

 

Sozialoberschule

 

16

 

11

 

38

 

13

 

 

85

 

 

 

41

 

 

46

 

24

 

17

 

13

 

55

 

12

 

 

95

 

 

 

17

 

 

42

 

26

576   /   573

 

302

296

 

274

277

Summe Kreisberufsschulzentrum Aalen

816

793

 

1.188

1.210

 

1) Das Profil wurde vom Regierungspräsidium Stuttgart erst im Februar 2016 genehmigt und

 Anmeldeschluss für die Gymnasien ist der 1. März.

2) Es haben sich nur 3 Schüler/innen mit Priorität 1 über das BewO-Verfahren für das Profil

 Finanzmanagement angemeldet, die im BewO-Verteillauf gleich den Priorität 2-Profilen/

 Schulen zugeordnet wurden. Die Schulen haben keinen Einfluss auf das Verteilverfahren.

 


 Berufsschulzentrum Ellwangen

 

Schule,

Vollzeitschüler

insgesamt

Gymnasium

vorl. Schüler-zahlen

2016

vorl. Schüler-zahlen

2017

weitere

schulische

Ausbildungen

vorl. Schüler-zahlen

2016

vorl. Schüler-zahlen

2017

Kreisberufsschul-

zentrum Ellwangen,

gewerbl. Bereich

Technisches

Gymnasium, Profil:

- Gestaltungs-

  und Medientechnik

- Umwelttechnik

- Mechatronik

 

 

82

 

28

33

 

 

67

 

29

27

Einjährige

Berufsfachschule

 

Zweijährige

Berufsfachschule

 

Einjähriges

Berufskolleg

 

Zweijährige

Berufskollegs

 

74

 

 

43

 

 

21

 

 

151

 

87

 

 

28

 

 

25

 

 

123

432   /   386

 

143

123

 

289

263

Kreisberufsschul-

zentrum Ellwangen, kaufmännischer Bereich

 

 

 

Zweijährige

Berufsfachschule

 

Einjähriges

Berufskolleg

 

Einjähriges

Berufskolleg II

 

53

 

 

120

 

 

47

 

40

 

 

103

 

 

43

220   /   186

 

 

 

 

220

186

Kreisberufsschul-

zentrum Ellwangen,

hauswirtschaftlicher Bereich

 

 

 

VAB-O

 

VAB (Kooperation

mit Mittelhofschule)

 

AV dual

 

Zweijährige

Berufsfachschulen

 

Einjähriges

Berufskolleg

34

 

 

14

 

26

 

 

57

 

 

18

38

 

 

8

 

43

 

 

65

 

 

19

149  /   173

 

 

 

 

149

173

Summe Kreisberufsschulzentrum

Ellwangen

 

143

 

123

 

 

658

 

622

 

 Berufsschulzentrum Schwäbisch Gmünd

 

Schule,

Vollzeitschüler

insgesamt

Gymnasium

vorl. Schüler-zahlen

2016

vorl. Schüler-zahlen

2017

weitere

schulische

Ausbildungen

vorl. Schüler-zahlen

2016

vorl. Schüler-zahlen 2017

Gewerbliche Schule Schwäbisch Gmünd

Technisches

Gymnasium, Profil:

- Gestaltungs-

  und Medientechnik

- Informationstechnik

- Technik und

  Management

- Mechatronik

 

 

85

 

60

67

 

67

 

 

80

 

62

74

 

57

VAB-R

 

VAB-O

 

AV dual

 

Einjährige

Berufsfachschulen

 

Zweijährige

Berufsfachschulen

 

Einjährige

Berufskollegs

 

Zweijähriges

Berufskolleg

 

Dreijähriges

Berufskolleg

 

Fachschulen

 

Berufsaufbauschule

16

 

43

 

24

 

 

89

 

 

82

 

 

53

 

 

55

 

 

55

 

54

 

13

18

 

38

 

26

 

 

82

 

 

72

 

 

55

 

 

51

 

 

51

 

50

 

0

763   /   716

 

279

273

 

484

443

Kaufmännische

Schule

Schwäbisch Gmünd

Wirtschaftsgymnasium, Profil:

- Wirtschaft

- Internationale Wirtschaft

- Finanzmanagement

 

 

231

68

42

 

 

196

67

66

Zweijährige

Berufsfachschule

 

Einjährige

Berufskollegs

 

Zweijähriges

Berufskolleg

 

134

 

 

98

 

 

43

 

101

 

 

105

 

 

42

616   /   577

 

341

329

 

275

248

Agnes-von-Hohenstaufen-Schule

Schwäbisch Gmünd

Ernährungswissen-schaftliches

Gymnasium

 

Sozialwissenschaft-

liches Gymnasium

 

Sozialwissenschaft-

liches Gymnasium

Profil: Gesundheit

 

 

73

 

 

135

 

 

 

69

 

 

62

 

 

167

 

 

 

65

AV dual

 

VAB-R

 

VAB-O

 

Zweijährige

Berufsfachschulen

 

Einjährige

Berufskollegs

19

 

17

 

32

 

 

130

 

 

93

20

 

19

 

13

 

 

131

 

 

83

568   /   560

 

277

294

 

291

266

Summe Kreisberufsschulzentrum

Schwäbisch Gmünd

 

897

 

896

 

 

1.050

 

957

 

 

 

 Von Seiten der Agentur für Arbeit Aalen wird mitgeteilt, dass in der Summe im Ost-albkreis in diesem Vermittlungsjahr 2.998 Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen. Dies sind 169 Ausbildungsplätze mehr (+ 6,0 %) als im Vorjahr. Derzeit gibt es noch 659 nicht besetzte Ausbildungsstellen. Die Zahl der Bewerber (2.309) verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 75 (- 3,1 %). Daraus ergibt sich ein Verhältnis der gemeldeten Ausbildungsstellen zu gemeldeten Bewerbern von 1,3 : 1. Den 659 offenen Ausbildungsstellen stehen 142 Bewerber gegenüber (Verhältnis 4,64 : 1). Durch ein anhaltend hohes Angebot an Ausbildungsstellen und das Angebot der Arbeitsagentur an überbetrieblichen Ausbildungsplätzen und an Plätzen für die Einstiegsqualifizierung ist es in den letzten Wochen insgesamt gelungen, die Zahl der nicht versorgten Bewerber deutlich zu verringern. Die Arbeitsagentur geht davon aus, dass bis zum Ende des Vermittlungsjahres das sehr gute Ergebnis des Vorjahres wieder erreicht wird und alle Bewerber in ein entsprechendes Angebot vermittelt werden können. Dieses Ergebnis konnte auch dadurch erreicht werden, dass               aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung weitere Ausbildungswillige in der letzten Phase vermittelt werden konnten. Dies auch deshalb, da noch einige Bewerber durch die Agentur für Arbeit in Berufsqualifizierungsmaßnahmen vermittelt werden. Nach Einschätzung der Agentur für Arbeit werden voraussichtlich rd. 400 offene Ausbildungsstellen nicht besetzt werden können. Ein endgültiges Ergebnis kann jedoch erst Ende Oktober vorgelegt werden.

 

 Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres, Anfang September, berichtet die IHK Ostwürttemberg, dass die bei ihr eingetragenen Ausbildungsverträge für den Bereich des Ostalbkreises um 49 (+ 4,2 %) auf 1.213 (Vj.1.164) angestiegen sind. Die IHK bezeichnet dies als ein überaus erfreuliches Ergebnis angesichts der immer noch abnehmenden Schülerabgangszahlen und des anhaltenden Trends der Jugendlichen zum Studium. Trotz des endlich wieder positiven Trends würde es auch in Zukunft eine Herausforderung bleiben, die offenen Ausbildungsplätze mit Fachkräften zu besetzen.

 

 Wie die Kreishandwerkerschaft Ostalb berichtet, sind für den Bereich des Ostalbkreises bei der Handwerkskammer Ulm insgesamt 534 neue Ausbildungsverträge eingegangen. Im vorangegangenen Ausbildungsjahr beliefen sich die neueingetragenen Ausbildungsverhältnisse zu diesem Zeitpunkt auf 529. Dies stellt einen leichten Anstieg um 1 % gegenüber dem Vorjahr dar. Darüber hinaus ist aber nicht auszuschließen, dass zum Ende des Vermittlungsjahres, Ende September 2017, noch in geringem Umfang weitere Ausbildungsverhältnisse eingegangen werden. Diesen 534 neu eingegangenen Ausbildungsverhältnissen stehen aktuell noch 159 (Vj. 160) offene Stellen im Handwerk gegenüber.

 

3. Lehrerversorgung:

 

 Zu Beginn des neuen Schuljahres führte die Verwaltung bei den Beruflichen Schulen des Ostalbkreises eine Umfrage bezüglich der Lehrerversorgung durch. Von den Schulen wurden die in der Anlage 2 aufgeführten Zahlen zur Lehrerversorgung mitgeteilt. Aus der Übersicht ergibt sich, dass aufgrund der Stellenzuweisungen sich das Deputatedefizit im neuen Schuljahr, im Vergleich mit dem Vorjahr, leicht verringert hat. Insgesamt fehlen noch 9 Deputate (Vorjahr: 13,8 Deputate) an den Beruflichen Schulen des Ostalbkreises für eine vollständige Unterrichtsversorgung.

 

 Nach Aussage des Staatlichen Schulamtes Göppingen sei die Lehrerversorgung an den vier Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) nicht problembehaftet. Dies wird von den Schulleitungen der vier SBBZ des Ostalbkreises bestätigt, die von einer auskömmlichen Lehrerversorgung im aktuellen Schuljahr berichten.

 

 Allgemein haben die Schulen vermehrt Probleme geeignete Bewerber zu finden. Es stehen nicht genügend ausgebildete Lehrer zur Verfügung, da junge Lehrer vermehrt Anstellungen in den Ballungsräumen suchen und Spezialisten für Technik, Gewerbe oder Betriebswirtschaftslehre häufig in die Wirtschaft abwandern. Ähnlich trifft dies bei den SBBZ zu. Hier können, wenn überhaupt, die Stellen zum Teil nur mit befristet eingestellten Grundschullehrern, kirchlichen Lehrkräften, Fachlehrern oder mit Pensionären besetzt werden. Von Junglehrern wird der ländliche Bereich als Arbeitsort immer weniger gewählt.

 

4. Fazit:

 

 Nach den vorliegenden Zahlen hat sich die Ausbildungsplatzsituation für Ausbildungsplatzsuchende im Ostalbkreis weiter verbessert. Erfreulicherweise ist festzustellen, dass die Zahl der nicht vermittelten Bewerber voraussichtlich wieder auf nahezu Null zurückgehen wird und dass durch die weitsichtige und vorausschauende Planung des Ostalbkreises und seiner Beruflichen Schulen alle Schüler in schulischen Angeboten versorgt und einer verbesserten Qualifizierung zugeführt werden können.

 

 Leider muss aber auch festgestellt werden, dass der demografische Wandel im Ost-albkreis weiter voranschreitet und die Betriebe noch mehr Schwierigkeiten haben, die angebotenen Ausbildungsplätze mit geeigneten Bewerbern zu besetzen. Auch zukünftig ist es immens wichtig, dass Maßnahmen aller, an der beruflichen Bildung beteiligten Akteure, greifen, um einen Fachkräftemangel entgegen zu wirken.

 

 Auch zukünftig wird der Ostalbkreis in enger Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, den Kammern, den Innungen und den Schulleitungen dafür Sorge tragen, dass die Jugendlichen einen Ausbildungs- bzw. einen Schulplatz erhalten, um eine erfolgreiche Ausbildung starten zu können.


5. Ausblick:

 

 Im Juli veröffentlichte die Bertelsmann-Stiftung eine neue Studie die davon spricht, dass sich nach 15 Jahren des kontinuierlichen Rückgangs ein Schüler-Boom ankündigen würde. Laut der Studie würden im Jahr 2025 in Deutschland 300.000 Kinder und Jugendliche mehr an den allgemein bildenden Schulen zur Schule gehen als 2015. Nach Schätzung der Bertelsmann-Stiftung seien dies 2025 vier Prozent mehr Kinder und Jugendliche als heute, im Jahre 2030 seien es sogar 8 Prozent.

 

 Auch das Kultusministerium Stuttgart bestätigt in einer Pressemitteilung Anfang September diesen Trend auf der Basis der Zahlen für Baden-Württemberg. Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg habe voraus berechnet, dass insbesondere an den Grundschulen die Schülerzahlen signifikant steigen würden. Für das Schuljahr 2025/2026 rechnet das Landesamt bei den Grundschulen mit einem Anstieg der Schülerzahlen um 14 Prozent im Vergleich mit dem Schuljahr 2016/2017.

 

 Dies bedeutet, dass auch für die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren mit einem weiteren Anstieg der Schülerzahlen in den kommenden Jahren zu rechnen ist. Entsprechend verzögert kommt dieser Schülerzuwachs dann auch bei den Beruflichen Schulen an.

 


Finanzierung und Folgekosten

 

Keine.

 

 

 


Anlagen

 

Anlage 1:  Schülerentwicklung im Teilzeit- und Vollzeitbereich im Ostalbkreis

Anlage 2:  Übersicht über die Lehrerversorgung

 

 

Sichtvermerke

 

Geschäftsbereichsleiter

__________________________________________

 

Maier

 

 

Dezernat II

__________________________________________

 

Kurz

 

 

Landrat

__________________________________________

 

Pavel

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage 1: Schülerentwicklung im Teilzeit- und Vollzeitbereich im Ostalbkreis (230 KB)    
Anlage 2 2 Anlage 2: Übersicht über die Lehrerversorgung (41 KB)