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Vorlage - 349/03  

 
 
Betreff: Fachklassenbildung an der Kaufmännischen Schule Aalen und am Kreisberufsschulzentrum Ellwangen im Bereich Wirtschaft und Verwaltung
Status:öffentlich  
Federführend:Schul- und Kulturamt   
Beratungsfolge:
Schul- und Kulturausschuss Vorberatung
01.04.2003 
Sitzung des Schul- und Kulturausschusses ungeändert beschlossen   
Kreistag Entscheidung

Antrag der Verwaltung:

Antrag der Verwaltung:

 

Dem Kreistag wird empfohlen

 

1.Ab dem Schuljahr 2003/2004 werden an der Kaufmännischen Schule Aalen und

am Kreisberufsschulzentrum Ellwangen im Bereich Wirtschaft und Verwaltung fol-

gende Ausbildungsberufe neu geordnet:

 

-Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel

-Kaufmann/-frau im Einzelhandel

-Industriekaufmann/-frau

-Bürokaufmann/-frau

 

2.Der Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel wird vom

Kreisberufsschulzentrum Ellwangen an die Kaufmännische Schule Aalen verlagert.

 

3.Schülerinnen und Schüler aus dem Einzugsbereich Riesbürg, Bopfingen,

Lauchheim und Westhausen der Ausbildungsberufe

 

-Kaufmann/-frau im Einzelhandel

-Industriekaufmann/-frau

-Bürokaufmann/-frau

 

werden von der Kaufmännischen Schule Aalen an das Kreisberufsschulzentrum

Ellwangen verlagert.

 

4.Die Verwaltung wird beauftragt, entsprechend § 30 Schulgesetz für Baden-

Württemberg die Zustimmung der obersten Schulaufsichtsbehörde einzuholen.

 

Sachverhalt/Begründung:

Sachverhalt/Begründung:

 

1. Ausgangslage:

 

Eine qualifizierte Ausbildung von jungen Menschen hat im Ostalbkreis höchste Priorität. Der Landkreis als Schulträger, die dualen Partner und die Beruflichen Schulen stehen in der Pflicht, diesem gesellschaftspolitischen Auftrag in vollem Umfang zu entsprechen.

 

Um diese qualifizierte Ausbildung in allen Berufen zu gewährleisten und eine Beschulung entsprechend den Lehrplänen umzusetzen, sind starke Klassen an allen Standorten der Beruflichen Bildung in Aalen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd Voraussetzung. Die dezentrale Unterrichtsversorgung der Schülerinnen und Schüler ist der politische Wille des Schulträgers.

 

Starke Klassen bedeutet, dass die Bildung von sogenannten “Klappklassen” aufgrund zu geringer Schülerzahlen zu vermeiden ist. Bereits am 3. April 2001 hat der Kreistag des Ostalbkreises aus diesem Grund der Neuordnung für die Elektro- und Kfz-Berufe zwischen der Technischen Schule Aalen und dem Kreisberufsschulzentrum Ellwangen zugestimmt.

 

2. Aktuelle Situation:

 

Am Kreisberufsschulzentrum Ellwangen werden aufgrund der geringen Schülerzahlen die Schüler in diversen Ausbildungsberufen in Klappklassen unterrichtet. Die Unterrichtssituation stellt sich im Schuljahr 2002/2003 folgendermaßen dar:

 

a) Ausbildungsberuf Groß- und Außenhandel

 

Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau

im Groß- und Außenhandel

1. Klasse

2. Klasse

3. Klasse

Ellwangen

8 Schüler

9 Schüler

8 Schüler

Aalen

20 Schüler

35 Schüler

39 Schüler

 

Für eine qualifizierte Beschulung wird vorgeschlagen, diesen Ausbildungsberuf ab dem Schuljahr 2003/2004 ausschließlich an der Kaufmännischen Schule Aalen zu unterrichten. Die Übernahme der Schüler würde zu keiner weiteren Klassenbildung führen. Die Ausbildung der Schüler in der 2. und 3. Klasse in Ellwangen wird dort zu Ende geführt.


b) Ausbildungsberufe Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Industriekaufmann/-frau,

    Bürokaufmann/-frau

 

Ellwangen

1. Klasse

2. Klasse

3. Klasse

Kaufmann/-frau im Einzelhandel

15 Schüler

16 Schüler

9 Schüler

Industriekaufmann/-frau

16 Schüler

15 Schüler

15 Schüler

Bürokaufmann/-frau

12 Schüler

11 Schüler

9 Schüler

 

Aalen

1. Klasse

2. Klasse

3. Klasse

Kaufmann/-frau im Einzelhandel

68 Schüler

71 Schüler

57 Schüler

Industriekaufmann/-frau

67 Schüler

66 Schüler

59 Schüler

Bürokaufmann/-frau

37 Schüler

47 Schüler

36 Schüler

 

Für einen leistungsstarken Fachklassenstandort Ellwangen wird vorgeschlagen, die Ausbildungsbetriebe aus den Räumen Riesbürg, Bopfingen, Lauchheim und Westhausen von der Kaufmännischen Schule Aalen an das Kreisberufsschulzentrum Ellwangen zu verlagern. Im Schuljahr 2002/2003 würde dies folgende Schüler und Ausbildungsberufe betreffen:

 

 

1. Klasse

2. Klasse

3. Klasse

Bürokaufmann/-frau

3 Schüler

12 Schüler

5 Schüler

Industriekaufmann/-frau

11 Schüler

12 Schüler

10 Schüler

Einzelhandelskaufmann/-frau mit

Verkäufer/Verkäuferinnen

12 Schüler

4 Schüler

9 Schüler

 

Dies hätte zur Folge, dass in Ellwangen relativ starke Klassen geführt werden könnten und damit der Bestand gesichert wäre. Die Ausbildung der bestehenden 2. und 3. Klassen in Aalen wird dort zu Ende geführt.


3. Inhaltliche Abstimmung:

 

Auf Einladung des Oberschulamtes Stuttgart hat am 14. März 2003 eine Abstimmung mit allen Beteiligten stattgefunden. Neben dem Oberschulamt Stuttgart haben die Vertreter der Firmen, der IHK Ostwürttemberg, der Kreishandwerkerschaft, der Schulen und der Verwaltung teilgenommen. Im Rahmen des Gesprächs kam einmütig der Wille zur Umstrukturierung der angesprochenen Ausbildungsberufe zum Ausdruck. Die Erreichbarkeit beider Schulen mit dem ÖPNV ist ebenfalls problemlos möglich und kostenneutral.

 

Die Verwaltung unterstützt diesen Schülerausgleich im Sinne einer qualifizierten Ausbildung aber auch unter dem Aspekt von leistungsstarken Bildungsangeboten an den Kreisberufsschulzentren unserer Raumschaft.

Finanzierungen und Folgekosten:

 

 

Finanzierungen und Folgekosten:

 

Keine

Anlagen:

 

 

Anlagen:

 

Keine

 

 

 

Sichtvermerke:

 

Fachamt__________________________________________________

Höschle

 

Fachdezernent/__________________________________________________

KämmereiHubel

 

Hauptamt__________________________________________________

Wolf

 

Landrat__________________________________________________

Pavel