Bürgerinformationssystem
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Antrag der Verwaltung
Der Ausschuss stimmt den Ertüchtigungen im Bereich der Integrierten Leitstelle Ostwürttemberg zu.
Die Kostenanteile des Ostalbkreises für das neue Einsatzleitsystem (51.600 €) und die standardisierte Notrufabfrage (2.700 €) sind über das „Grüne Deckblatt“ in den Haushaltsplan 2016 aufzunehmen.
Sachverhalt/Begründung
1. Neues Einsatzleitsystem in der Integrierten Leitstelle Ostwürttemberg
1.1 Sachstand
Für die Integrierte Leitstelle Ostwürttemberg (IRLS) muss ein Upgrade für das Einsatzleitsystem angeschafft werden. In der IRLS kommt aktuell das Einsatzleitsystem ISA Cobra C3 zum Einsatz. Die Software stammt noch aus den 1990er-Jahren und basiert im wesentlichen auf Windows 3.11. Nachdem der Hersteller angekündigt hat, ab dem Jahr 2016 nur noch schwerwiegende Fehler zu beheben und die Software teilweise nicht mehr zu pflegen und zu unterstützen, ist ein Update des Einsatzleitsystems unumgänglich.
Spätestens zur Einführung des Digitalfunks muss das System ersetzt sein, da ein Betrieb mit Digitalfunk mit dem bisherigen System nicht möglich ist. Sinnvoll ist deshalb die zeitgleiche Umstellung auf den Nachfolger Cobra C4 auch zur Einführung der digitalen Alarmierung, da bei der Umstellung von C3 auf C4 ein großer Teil der Daten und der Alarm- und Ausrückordnung neu versorgt werden muss.
Schon heute steht fest, dass bei einer Beauftragung heute ein Projektbeginn zur Umstellung von C3 auf C4 vor dem 3. Quartal 2016 seitens des Herstellers ISE nicht realistisch ist. Die Migration von C3 auf C4 zur Einführung der digitalen Alarmierung ist mehr als ambitioniert. Die Migration erfordert vor Ort (Administration Leitstellensystem) erfahrungsgemäß für einen Zeitraum eines Jahres ca. eine 0,75-VK-Stelle.
Deshalb hat der Bereichsausschuss in seiner Sitzung am 7. Oktober 2015 die schnellstmögliche Umstellung von C3 auf C4 beschlossen. Verzögerungen bei der Beauftragung würden zu Verzögerungen in der Umsetzung führen.
1.2 Kosten
Die Kosten betragen für
Testinstallation, Schulungskosten22.795,33 € zzgl. MwSt.
Die Kosten für die Ausbildung von 25 Mitarbeitern in 5 Tagen Schulungsdauer betragen 35.529,71 €. Basis sind die Personalkosten für einen Disponenten in Höhe von (55.000 € für 1.548 Nettojahresarbeitsstunden an 5 Tage in der Woche á-8 Stunden).
Die Gesamtkosten für den Ostalbkreis betragen somit:
2.1 Sachstand:
In der Vergangenheit war die Abfrage des Notrufes, an dessen anderen Ende ja meistens ein Laie einen für ihn unbekannten Sachverhalt meldet, der Erfahrung des Disponenten und den Angaben des Anrufers überlassen. Im ungünstigsten Fall wurden Fragen vergessen oder es verging einfach zu viel Zeit damit, überflüssige Dinge zu intensiv konkretisieren zu wollen. Auch das in den Erste-Hilfen-Kursen vermittelte Schema zur Meldung eines Notfalls (Wo ist der Notfallort? Was ist passiert? Wie viele Verletzte? Warten auf Rückfragen!) kann vom Laien in einer stressigen Situation nicht vollständig reproduziert werden. Die Gesprächsführung muss bei der Leitstelle liegen, nur diese kann wirklich sagen, welche Informationen wichtig sind.
In den letzten Jahren nun setzt sich zunehmend in den Leitstellen die Erkenntnis durch, dass eine standardisierte Abfrage den besseren Erreichungsgrad hat. Über immer identische Fragestellungen wird Zeit gespart, wichtige Informationen werden vorrangig abgefragt und die richtigen Fragen werden immer wieder von allen Personen gestellt.
In einer logischen und vorgegebenen Reihenfolge werden alle wichtigen Informationen abgefragt. So gelingt es z.B. bei medizinischen Notfällen nach nur drei Fragen festzustellen, ob es sich um eine lebensbedrohliche Situation handelt oder nicht. Parallel zur Notrufabfrage können dann Hinweise zur Ersten Hilfe gegeben werden oder auch telefonisch eine Herz-Lungen-Wiederbelebung angeleitet werden. Sowohl für die telefonische Erste Hilfe als auch bspw. für die Herz-Lungen-Wiederbelebung werden vorgegebene Texte abgerufen und wörtlich abgelesen. So ist garantiert, dass jedem Anrufer die maximal mögliche Unterstützung, immer auf einem gleich hohen Niveau, angeboten werden kann.
Die standardisierte Notrufabfrage ist vor allem in einem Flächenlandkreis wie dem Ost-albkreis sinnvoll, da unter Umständen länger auf den Rettungsdienst gewartet werden muss als in einer großen Stadt und die Zeit ohne Versorgung minimiert werden muss.
Der Bereichsausschuss des Ostalbkreises sowie der Leitstellenbeirat der IRLS Ostwürttemberg haben sich in den vergangenen Monaten intensiv mit der standardisierten Notrufabfrage beschäftigt und auch in der Leitstellen in Ravensburg ein vergleichbares System in Augenschein genommen. Positive Aspekte und die Notwendigkeit wurden von allen Gremien erkannt. Grundsätzlich begrüßen alle Beteiligten die Einführung einer standardisieren Notrufabfrage in der IRLS. Auch auf Landesebene wird die Einführung eines SNAS in den Leitstellen in Baden-Württemberg forciert. Die Planung des Projektes kann nicht alleine vom DRK-Kreisverband Aalen als Betreiber der IRLS Ostwürttemberg geschultert werden.
Zur Umsetzung des Projektes ist angedacht eine Firma zu beauftragen (INTERMED nursing medical services), die auch die Einführung des SNAS in der Leitstelle Bodensee/Oberschwaben begleitet hat. Hierbei soll zunächst die Beauftragung so erfolgen, dass eine Analyse der Ausgangslage erfolgt und dann die Erstellung eines Konzeptes für den Ostalbkreis (im Projekthandbuch der Firma ist dies Phase 2.6). Anhand der dann vorliegenden Analysen und Kostenberechnungen kann anschließend in den Gremien über die weitere Umsetzung beraten werden.
2.2 Kosten:
Basierend auf dem Angebot der Firma INTERMED ergeben sich folgende Kosten:
10 Projekttage á 8h á 68,00 € 5.440,00 € Fahrtkosten 936,00 € Kosten bis Phase 2.6: 6.376,00 € zuzüglich 19 % MwSt. 1.211,44 € Gesamtkosten bis Phase 2.6. 7.587,44 €
Finanzierung und Folgekosten
Die Kostenanteile des Ostalbkreises für das neue Einsatzleitsystem (51.600 €) und die standardisierte Notrufabfrage (2.700 €) sind über das „Grüne Deckblatt“ in den Haushaltsplan 2016 aufzunehmen.
Sichtvermerke
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