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Antrag der Verwaltung
Der Krankenhausausschuss empfiehlt / Der Kreistag beschließt:
1. Der Planung des Parkhauses auf dem Gelände der St. Anna-Virngrund-Klinik zwischen Wohnheim, Gesundheits- und Krankenpflegeschule und der DRK-Rettungswache mit 170 Stellplätzen wird zugestimmt.
2. Die erforderlichen Architektenleistungen (Leistungsphasen 5-7) zur Vorbereitung der Vergabe des Parkhausbaus werden stufenweise an die loftwerk_D Gmbh, Leibnizweg 1, 79540 Lörrach vergeben.
AnmerkungDem Antrag der Verwaltung wurde in der Sitzung des Krankenhausausschusses am 15. April 2013 einstimmig zugestimmt. Sachverhalt/Begründung
1. Ausgangs- und Beschlusslage
In der Sitzung des Krankenhausausschusses am 10. Juni 2008 wurde über die Parksituation an der St. Anna-Virngrund-Klinik informiert und die Erstellung einer Machbarkeitsstudie beschlossen. Es wurden von zwei Büros entsprechende Studien erstellt und in der Sitzung des Krankenhausausschusses am 29. September 2008 erörtert.
Im Rahmen der Planungen für den 4. Bauabschnitt wurde auch die Variante einer Tiefgaragenlösung unter dem Baukörper der Inneren Medizin untersucht. Diese erwies sich aber nicht als günstig. Im Zuge der Planungen des DRK-Kreisverbands Aalen e.V. zum Umbau der Rettungswache Ellwangen, haben sich im Bereich der Krankenpflegeschule Lösungsmöglichkeiten zur Parkproblematik der Klinik entwickelt. Das Büro loftwerk_D von Herrn Steinbach wurde mit der Ausarbeitung der Vorplanung beauftragt.
Der Kreistag hat am 26. Juli 2011 dem Bau eines Parkhauses auf dem Gelände der St. Anna-Virngrund-Klinik zwischen Wohnheim, Gesundheits- und Krankenpflegeschule und der DRK-Rettungswache grundsätzlich zugestimmt und die Planungsfreigabe erteilt sowie die Entwurfs- und Genehmigungsplanung an das Büro loftwerk_D vergeben.
Im Rahmen der Entwurfsplanung wurden zahlreiche Abstimmungsgespräche mit Vertretern der Stadt Ellwangen und Angrenzern geführt. Aufgrund unterschiedlicher Problemstellungen wurden auch ein Schallimmisionsprognosegutachten, eine Baugrunduntersuchung sowie eine Vorstatik erstellt.
Im weiteren Planungsprozess wurden verschiedene Varianten erstellt und die Kubatur des Gebäudekörpers etwas verkleinert. Die nun vorliegende Planung stellt aus Sicht der Verwaltung eine genehmigungsfähige und funktionale sowie städtebaulich gelungene Planung dar.
Der Krankenhausauschuss wurde zuletzt in der Sitzung am 2. Oktober 2012 mündlich über die aktuelle Planung informiert und hat diese zustimmend zur Kenntnis genommen.
2. Aktuelle Planung
Die vorgeschlagene Lösung sieht drei durchgehende Parkebenen vor, die durch Längsrampen verbunden sind. Es ist grundsätzlich eine rechtwinklige Kubatur geplant, damit eine Erstellung in Fertigbauweise möglich ist. Die Höhe der Konstruktion liegt mit ca. 5,50 m leicht unter der Höhe der DRK-Rettungswache und wird aus Blickrichtung Gesundheits- und Krankenpflegeschule durch eine, das Bauwerk frei umgreifende, Wandscheibe optisch auf 3,5 m begrenzt.
Insgesamt können 170 Stellplätze geschaffen werden, deren Anzahl sich gegenüber der Vorplanung (215 Stellplätze) aufgrund der Rücknahme der Gebäudegröße verringert hat. Hierdurch gelang aber eine deutliche Verbesserung der städtebaulichen Situation. Die Flucht der Süd-Ostseite endet nun vor den Balkonen der Wohnungen des Schwesternwohnheims. Gleichzeitig kann die Hofsituation der Gesundheits- und Krankenpflegeschule über eine rückwärtige Mauerkonstruktion aufgewertet werden, die mit ihrer Abschirmung auch die visuelle Wirkung aus Nachbarsicht verbessert, da das Gebäude nicht wie ein typisches Parkhaus wirkt. Wesentliches Element ist hierbei eine das Bauwerk frei umgreifende Wandscheibe, die sich weitgehend vom Gebäude löst und grüne Vorhöfe bildet, über die die dahinterliegende offene Parkhausstruktur belichtet und belüftet ist. Die Entwurfsidee ist, dass diese Wand und das Eingangsbauwerk des Parkhauses die nach außen gestaltbildenden Elemente sind und die eigentlichen Parkdecks auf eine sehr einfache Weise als offene Struktur hergestellt werden können. Erreicht wird damit auch, dass die Umgebung im Hinblick auf Lärm, Licht und Einblick möglichst wenig vom Parkhausverkehr beeinträchtigt wird. Die Zu- und Abfahrt ist bereits möglichst weit in Richtung Dalkinger Straße verlegt. Ein wichtiges Element ist auch die in Richtung Krankenpflegeschule vorgelagerte Pergola mit Bänken und Bäumen, die dem entstehenden geschlossenen Vorhof zusätzliche Aufenthaltsqualität verleiht.
Im Zuge der Planung wurde der Lärmschutz wesentlich verbessert und die in der Immisionsprogonose beschriebenen Maßnahmen zum Schallschutz berücksichtigt. Die Zufahrt ins Parkhaus erfolgt auf der untersten Ebene und die Verkehrsführung im Gebäude sowie an der Zufahrt kreuzungsfrei. Die oberste Ebene ist - auch aus Gründen des Lärmschutzes - mit einer Überdachung geplant. Das Dach soll begrünt werden und die Möglichkeit einer Photovoltaiknutzung offen lassen.
Des Weiteren wurde gegenüber der Vorplanung die Wegeführung vom und zum Parkhaus für Fußgänger verbessert. Die Wegeleitung sieht die Trennung des Zufahrts- und des Fußgängerverkehrs durch z. B. eine Pergola vor.
Die Fassadengestaltung der umgreifenden Wand und des Eingangsbauwerks ist mit Holzelementen aus Lärchenholz in Form von Rippen, die senkrecht auf einer Trägerplatte montiert sind, vorgesehen. Die vertikale Struktur erinnert an einen Zaun, der sich gut in die Radien biegen lässt. Einen Einfluss auf die Gestaltung hat auch das Gebäude des DRK, das mit einer hellgrauen Sichtmauerwerksfassade ausgeführt wird und die mit dem Eingangsbauwerk des Parkhauses eine Bauflucht bildet.
3. Kostenrahmen
In der Kostenschätzung der Vorentwurfsplanung vom August 2011 wurden voraussichtliche Baukosten i. H. v. 1.902.000 € kalkuliert. Den im Vergleich zur Kosten-schätzung entstehenden Minderkosten aufgrund der geringeren Bauwerksgröße
Die aktuellen Gesamtkosten für das Parkhaus liegen somit bei 2.192.000 € ohne MwSt. (Kostenvergleich ohne MwSt. wegen der Möglichkeit des Vorsteuerabzugs) und daher 290.000 € über der Kostenschätzung. Die Baupreisentwicklung seit 2011 ist hierbei bereits berücksichtigt. Einsparpotenziale bestehen evtl. noch im Ausschreibungsverfahren und bei der Möglichkeit, den Erdaushub für andere Geländemodellierungen zu verwenden.
4. Zeitplanung und weiteres Vorgehen
Aktuell wird von den Architekten die Genehmigungsplanung erstellt. Die Realisierung des Parkhauses soll über eine funktionale Ausschreibung durch einen Generalunternehmer erfolgen. Derzeit wird noch geprüft, inwiefern die Aufteilung in zwei Lose (Los 1: Erdarbeiten/Außenwand und Los 2: Parkhaussystem) möglich und sinnvoll ist. Nach der Genehmigung der Planung und der Erteilung der Baugenehmigung wird die Ausschreibung vorbereitet. Nach der Baufreigabe durch den Krankenhausausschuss / den Kreistag wird dann die Ausschreibung erfolgen. Baubeginn wird voraussichtlich im Herbst 2013 bzw. im Frühjahr 2014 sein. Für die Baumaßnahme ist insgesamt mit einer Bauzeit von rund 9 Monaten zu rechnen. Finanzierung und Folgekosten
In den vergangen Wirtschaftsjahren wurden bereits im Haushaltsplan des Landkreises Trägermittel in Höhe von 300.000 € bereitgestellt. Im Haushalt 2013 sind 1.100.000 € veranschlagt. Die Finanzplanung sah für das Jahr 2014 bislang eine Restfinanzierung von 500.000 € vor. Zur Finanzierung der Maßnahme sind gemäß der aktuellen Kostenberechnung in den Jahren 2014 bzw. 2015 jedoch noch 800.000 € bereitzustellen. Anlagen
Anlage 1: Planzeichnung der Entwurfsplanung Anlage 2: Kostenberechnung
Sichtvermerke
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