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Vorlage - 036/2011  

 
 
Betreff: Schulpatenschaften für die Natur und Landschaft im Ostalbkreis
Status:öffentlich  
Federführend:D e z e r n a t IV   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Umweltschutz und Kreisentwicklung Kenntnisnahme
05.04.2011 
Sitzung des Ausschusses für Umweltschutz und Kreisentwicklung ungeändert beschlossen   

Antrag der Verwaltung

Antrag der Verwaltung

 

Kenntnisnahme

Sachverhalt/Begründung

Sachverhalt/Begründung

 

 

1.               Projektbeschreibung

 

              Die Schulen im Ostalbkreis sollen motiviert werden, sich für Natur und Landschaft zu engagieren. Es ist geplant, über mehrere Jahre hinweg laufende
Projektmaßnahmen anzubieten, die für die Schüler besonders geeignet sind. Durch diese Schulpatenschaft sollen sie einen Bezug zu Natur und Landschaft
erhalten und gleichzeitig einen positiven Beitrag zu deren Erhalt leisten. Zielvorstellung ist die Beteiligung von etwa der Hälfte der Schulen im Ostalbkreis (d.h. ca. 80 Schulen).

 

2.              Rahmenbedingungen

 

              Ausgangspunkt sind die Aktivitäten des Landes Baden-Württemberg im Rahmen des Artenschutzes. Im sogenannten 111-Artenkorb des Landes wurde ein repräsentativer Teil der im Land gefährdeten Tier- und Pflanzenarten ausgewählt, zu deren Erhalt verstärkt Maßnahmen ergriffen werden sollen.

 

 

3.               Projektträger

 

              Das Projekt wurde vom Regierungspräsidium Stuttgart und dem Landratsamt Ostalb­kreis als Pilotprojekt im Regierungsbezirk im Rahmen des 111-Artenkorbes initiiert. Die Umsetzung soll in enger Zusammenarbeit zwischen Landkreis, Landschaftserhaltungs­verband, Schulen und den Schulgemeinden erfolgen.

 

 

4.               Projektmaßnahmen und Tätigkeiten

 

4.1              Geeignete Tätigkeiten:
 

              ?                 Graben (z.B. für Pflanzungen)

?              Pflanzen (Ausfälle müssen einkalkuliert werden, ggf. Vorarbeiten erforderlich)

?              Sägen mit Handsäge

?              Rechen

?              Händischer Materialtransport (z.B. Mähgut, Gehölzschnitt)

?              Obst aufsammeln

?              Bauen und Aufhängen von Nisthilfen etc.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4.2. Maßnahmentypen für im Ostalbkreis vorkommende Artenkorbarten

Nr.

Maßnahmentyp

profitierende Arten

1

Nisthilfen

 

1.1

Fledermauskästen bauen & aufhängen

Großer Abendsegler, Bechstein-Fledermaus, Braunes Langohr

1.2

Vogelnistkästen bauen & aufhängen

Gartenrotschwanz, Hohltaube, Steinkauz, Mehlschwalbe, Gartenschläfer

1.3

Bienenhotel bauen und aufstellen

Wildbienenarten

2

Pflanzungen

 

2.1

Weiden stecken

Biber

2.2

Pflanzen/Sägen zur Schaffung strukturreicher Waldränder, Zusammenarbeit mit FNO

Haselmaus, Plumpschrecke, Elsbeere

2.3

Heckenpflanzung und Pflegemahd

Neuntöter, Rebhuhn

2.4

Streuobstbäume pflanzen, schneiden und Schnittgut beräumen

Mittelspecht, Steinkauz, Wendehals

3

Tümpel

 

3.1

kleine Tümpel anlegen und vegetationsfrei halten

Gelbbauchunke, Libellenarten

3.2

größeren Tümpel/Teich anlegen

Laubfrosch, Libellenarten

4

Steine/Rohboden

 

4.1

Anlage Trockenmauer/Steinhaufen

Eidechsen, Schlingnatter

4.2

Vegetationsentfernung auf Kiesbank

Flussregenpfeifer

4.3

Schaffung Sandrohbodenstellen

Berg-Sandglöckchen

5

Flächenpflege

 

5.1

Entbuschung , Mahd und Abtragen auf Wacholderheide

Küchenschelle, Mondraute, Esparsetten-Widderchen u.a.

5.2

Nasswiesenmahd mit Abtragen

Sumpfschrecke, Breitblättriges Knabenkraut u.a.

 

 

5.               Aufwand

 

              Für die Gesamtdurchführung mit 80 Schulen pro Jahr ist ungefähr eine Vollzeitarbeitskraft erforderlich. Die Aufgaben werden auf vier Personen aus der Unteren Naturschutzbehörde, dem GB Forstwirtschaft und dem LEV verteilt und den Ressourcen entsprechend umgesetzt.

 

 

6.               Auftaktveranstaltung

 

              Am 31. März 2011 fand die Auftaktveranstaltung für das Projekt statt. Das Regierungspräsidium führte unter Beteiligung der Stadt Schwäbisch Gmünd, der Ortschaft Herlikofen und des LEV eine Lehrerfortbildung in der Herlikofener Pestalozzischule durch. Die Fortbildungsteilnehmer wurden am Vormittag theoretisch zum Thema geschult und am Nachmittag wurde eine beispielhafte Heckenpflanzung in Herlikofen durchgeführt.

 

 

 


Finanzierung und Folgekosten

 

     

 

 

Anlagen

Anlagen

 

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Sichtvermerke

 

Landschaftserhaltungsverband

__________________________________________

 

Worm

 

 

Dezernent/in

__________________________________________

 

Seefried

 

 

Dezernat II

__________________________________________

 

Kurz

 

 

Landrat

__________________________________________

 

Pavel