Bürgerinformationssystem
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Antrag der VerwaltungDer Ausschuss für Umweltschutz und Kreisentwicklung nimmt vom Bericht Kenntnis. Sachverhalt/Begründung1. Ausgangslage Am 9. Dezember 2007 startete OstalbMobil, die Fahrpreiskooperation des Ostalbkreises mit allen Busunternehmen und der DB Regio. In der Sitzung des Kreistages vom 22. Juli 2008 wurde ein erster Bericht über die Entwicklung der Nachfrage in den ersten 5 Monaten von OstalbMobil gegeben. Nachdem nun OstalbMobil seit 1 ½ Jahren in Betrieb ist, kann für den Zeitraum vom Start bis einschließlich März 2009 eine Übersicht über die Entwicklung der Nachfrage nach den einzelnen Produkten sowie über deren Inanspruchnahme gegeben werden. 2. Nachfrageentwicklung Entsprechend den Beschlüssen des Kreistages werden von den Verkehrsunternehmen von OstalbMobil folgende Fahrausweise ausgegeben: - Einzelfahrscheine bar und rabattiert, Gruppenfahrscheine und seit Januar 2009 die verschiedenen Baden-Württemberg-Tickets - Monatskarten im Barverkauf und im Abo für Erwachsene und Schüler/Auszubildende - lokale Zeitkartenangebote (garantierte Abgabepreise) Die Entwicklung der einzelnen Angebote ist detailliert den beigefügten Übersichten zu entnehmen. Zu beachten ist hierbei, dass die Verkäufe zu den Haustarifen der einzelnen Unternehmen in diesen Zusammenstellungen nicht enthalten sind. Diese werden angeboten, sofern sie günstiger als das vergleichbare OstalbMobil-Angebot sind. Zu den einzelnen Angeboten sind folgende Punkte besonders hervorzuheben: Einzelfahrscheine: Die Zahl der verkauften Einzelfahrscheine von OstalbMobil (ohne Gruppenfahrscheine und Baden-Württemberg-Tickets) stieg von Januar 2008 (130.406 Stück) bis März 2009 um 21,4 % auf nunmehr 158.365 Stück im Monat an. Saisonbedingt wurden im November und Dezember 2008 ca. 163.000 Einzelfahrscheine/Monat verkauft. Bei den rabattierten Einzelfahrscheinen, die auf Grundlage der Chipkarten verkauft werden, betrug die Zunahme sogar 35,8 %. Mittlerweile werden pro Monat über 100.000 Fahrscheine von OstalbMobil mit diesen Chipkarten bezahlt. Seit Start von OstalbMobil bis März 2009 waren es 1,27 Mio., was ein Anteil von 58 % der Einzelfahrscheine bedeutet. Entwicklung Einzelfahrscheine
Angesichts von ca. 25.000 ausgegebenen Chipkarten und einem Anteil des bargeldlosen Zahlens von bis zu 70 % bei einzelnen Unternehmen, hat das Chipkartensystem den Durchbruch sofort erzielt. Dabei werden monatlich derzeit immer noch ca. 500 neue Chipkarten an Fahrgäste verkauft. Von den seit Anfang 2009 auch in den Bussen der OstalbMobil-Partner erhältlichen Baden-Württemberg-Tickets wurden im I. Quartal 2009 alleine 15.028 Stück verkauft. Der Anteil des Verkaufs im Bus beläuft sich auf ca. 7 %. Monatskarten im Einzelkauf: Die Zahl der zum OstalbMobil-Abgabepreis verkauften Zeitkarten im Einzelkauf für Erwachsene und Auszubildende stieg vom Januar 2008 von 888 leicht um ca. 2 % auf 904 Stück im März 2009. Auch hier sind Verkäufe zu günstigeren Haustarifen oder zu den ebenfalls günstigeren Abgabepreisen von FahrBus Ellwangen und FahrBus Gmünd nicht enthalten. Die Zahl der bar verkauften Monatskarten ist daher kreisweit deutlich höher. OstalbMobil-Abos für Erwachsene und Auszubildende: Bei den Monatskarten im ABO müssen neben den reinen OstalbMobil-Produkten auch die lokalen Angebote im Abonnement (garantierte Abgabepreise) berücksichtigt werden. Entsprechend den vom Kreistag beschlossenen Vorgaben werden diese günstigeren Angebote sukzessive an das kreisweite Niveau angepasst. Die Zahl aller Abos stieg von Januar 2008 (6.815 Stück) kontinuierlich auf mittlerweile 8.861 Stück an. Dies bedeutet einen Zuwachs um insgesamt 30 %. Hier wirkt sich neben dem günstigen Preis insbesondere die Abo-Kampagne im Herbst 2008 mit deutlichen Steigerungen aus. Hierbei wurden die Vorteile des Abos durch Plakate, Handzettel, Banner und Presseberichte dargestellt. So stieg die Zahl der Abonnenten von September 2008 (7.633 Stück) auf 8.769 Stück im Monat Oktober (+ 15 %). Erwartungsgemäß verzeichnen insbesondere die Abos für Auszubildende Zuwächse, aber auch bei den erwachsenen Nutzern ist ein Zuwachs von über 2 % festzustellen. Entwicklung OstalbMobil-Abos
Ostalb-Abos: Nachdem sich die Ostalb-Abos für eigenanteilspflichtige Schülerinnen und Schüler bei der Finanzierung von OstalbMobil stark bemerkbar machen, ist auch auf deren Nachfrageentwicklung hinzuweisen. Im ersten Monat der Umstellung der Abrechnung (Februar 2008) wurden 21.076 Ostalb-Abos abgerechnet. Diese Zahl ist nahezu konstant geblieben und liegt im März 2009 bei 20.542. Hinzuweisen ist darauf, dass die Abdeckung der Ostalb-Abos bei den berechtigten Schülern mit Sicherheit über 95 % liegt und dass hier durch Werbemaßnahmen kaum weitere Zuwächse zu erzielen sind. Zudem sind verstärkt Anträge auf Erlass der Eigenanteile zu erzeichnen. Für diese Schüler werden keine Ostalb-Abos ausgestellt. Entwicklung Ostalb-Abos
Beförderte Personen: Von besonderem Interesse ist, wie viele Personen die Angebote von OstalbMobil (ohne Ostalb-Abos) insgesamt nutzen. Hierzu werden für die Nutzungen für Zeitkarten im Abonnement und im Einzelkauf für die verschiedenen Benutzergruppen allgemein anerkannte Schlüsselzahlen (Fahrten je Person und Monat) herangezogen. Die Zahl der erwachsenen Nutzer stieg demnach um ca. 20 %, die Nutzer des Auszubildendenbereichs (ohne Ostalb-Abos) stieg bis März 2009 um ca. 30 %. Die Zahl der mit Fahrscheinen von OstalbMobil und der lokalen Abgabepreise beförderten Fahrgäste erhöhte sich im Ergebnis von 490.000 im Januar 2008 bis März 2009 um nahezu 25 % auf nunmehr ca. 611.000 pro Monat. Die Zunahme bei den erwachsenen Nahverkehrsnutzern ist besonders hervorzuheben, da dieser Personenkreis wegen einem meist verfügbaren Pkw nur schwer zum Umsteigen auf Bus + Bahn bewegt werden kann. Inklusive der Nutzung der Ostalb-Abos beläuft sich die Zahl der beförderten Personen im März 2009 auf ca. 1,54 Mio. (ebenfalls ohne Personen mit Fahrscheinen zum Haustarif). Diese sehr positive Entwicklung der Nachfrage nach den verschiedenen Angeboten von OstalbMobil ist ein großer Erfolg der Fahrpreiskooperation. Nach Auffassung der Koordinierungsstelle von OstalbMobil beim Landratsamt Ostalbkreis ist OstalbMobil bei den Fahrgästen im Ostalbkreis gut angekommen und wird rege genutzt. Nach diesen Zahlen ist davon auszugehen, dass sich der Nahverkehr einer steigenden Beliebtheit erfreut und für eine zunehmende Zahl von Einwohnern des Ostalbkreises eine echte Alternative zum Pkw darstellt. Hierzu hat OstalbMobil mit dem einfacheren, günstigeren und attraktiveren Angebot als vor Dezember 2007 entscheidend beigetragen. Dass OstalbMobil in das Bewusstsein der Bevölkerung gerückt ist, zeigt sich auch an Anfragen zu verschiedenen Fragen des Nahverkehrs. Diese gehen nach wie vor auch bei den jeweils befördernden Verkehrsunternehmen ein, jedoch nimmt die Zahl der Anfragen bei der Koordinierungsstelle laufend zu. Erfreulich ist, dass die Zahl der Beschwerden über OstalbMobil sich bei der Koordinierungsstelle sehr in Grenzen hält. Insbesondere ist dies damit zu begründen, dass bei Start von OstalbMobil im Dezember 2007 kein Fahrpreis erhöht wurde. Die zum Teil deutliche Erhöhung der Abgabepreise zum Oktober 2008 führte auch bei der Koordinierungsstelle zu keiner deutlichen Zunahme von Beschwerden. Auch bei der Nachfrageentwicklung ist kein Einbruch in diesem Zeitraum zu verzeichnen. 3. Kostenentwicklung OstalbMobil In der Vorlage für den Kreistag zur Festlegung der Abgabepreise vom Mai 2007 wurde von folgenden laufenden Kosten ausgegangen: - Ausgleich für Harmonisierung/Durchtarifierung inklusive Finanzierung Garantiepreise 3,35 Mio. € - Koordinierungsstelle 0,07 Mio. € - Verrechnungsstelle 0,07 Mio. € - Marketing 0,04 Mio. € - Ausgleich Beförderung Schwerbehinderter 0,15 Mio. € Gesamt 3,68 Mio. € Tatsächlich fielen für das Kalenderjahr 2008 für OstalbMobil folgende Kosten an: - Ausgleich der Harmonisierung/Durchtarifierung inklusive lokale Abgabepreise 3,613 Mio. € - Koordinierungsstelle 0,058 Mio. € - Verrechnungsstelle 0,023 Mio. € - Marketing 0,031 Mio. € - Schwerbehinderte 0,000 Mio. € Gesamt 3,725 Mio. € Gegenüber dem ursprünglichen Haushaltsansatz von 3,505 Mio. € und den tatsächlichen Kosten im Kalenderjahr 2008 in Höhe von 3,725 Mio. € entstand ein Mehraufwand von 220.000 € (+ 6 %). Diese Mehraufwendungen müssen in Zusammenhang mit der unter Ziffer 2 dargelegten Nachfrageentwicklung bei OstalbMobil gesehen werden. So erhöhte sich die Zahl der Nutzer der verschiedenen Angebote von Januar bis Dezember 2008 um über 25 % (die Abonnements nahmen um 30 % zu). Finanzierung und FolgekostenDie Kostenentwicklung ist bei der Neukalkulierung der Abgabepreise von OstalbMobil und bei der Vorbereitung des Haushalts für das Jahr 2010 bei der Festlegung der Haushaltsansätze für OstalbMobil zu berücksichtigen. Anlagen1
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