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Antrag der Verwaltung
Der Kreistag des Ostalbkreises nimmt die Informationen zum Metropoltarif in der Region Stuttgart zur Kenntnis und beauftragt die Landkreisverwaltung, im Rahmen von OstalbMobil das Thema weiter zu verfolgen.
Sachverhalt/Begründung
Hintergrund
Der Verdichtungsraum Stuttgart und die angrenzenden Räume sind im Landesentwicklungsplan als Europäische Metropolregion ausgewiesen. Nach den Festlegungen des Landesentwicklungsplans soll sich die Entwicklung der Metropolregion Stuttgart auf dezentrale räumliche und organisatorische Strukturen stützen. Die Vernetzung ist dabei durch leistungsfähige Verkehrsinfrastrukturen im öffentlichen Verkehr zu fördern.
Hierzu soll eine Verknüpfung innerhalb der Metropolregion mit nachfragegerechten Tarifangeboten für die Nutzer des öffentlichen Verkehrs beitragen. Anzustreben sind dabei nicht nur punktuelle Lösungen z. B. an Verbundgrenzen, sondern echte tarifliche Alternativen im Rahmen eines "Metropoltarifs" zu den angrenzenden Ober- und Mittelzentren.
Ziel
Ziel des Metropoltarifs ist die Schaffung eines Tarifangebots für gelegentliche und regelmäßige Fahrgäste auf der Schiene, das die Nutzung des ÖPNV am Zielort, z. B. in den Kernzonen des VVS, mit einschließt. Hiermit verbunden ist eine deutliche Vereinfachung der Nutzung des öffentlichen Verkehrs in der ganzen Metropolregion. In einem zweiten Schritt sollen die ÖPNV-Verbünde am Startbahnhof einbezogen werden.
Koordinierungsausschuss - Vorschlag
Der Koordinierungsausschuss der Metropolregion, in dem kommunale und regionale Vertreter aus den Regionen Stuttgart, Heilbronn-Franken, Neckar-Alb, Nordschwarzwald und Ostwürttemberg vertreten sind, beauftragte federführend den Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart VVS mit der Ausarbeitung eines Vorschlags für einen Metropoltarif. Bei den vorbereitenden Arbeitsgesprächen waren Vertreter aller angrenzenden Verbünde und Kooperationen, somit auch Vertreter von OstalbMobil, vertreten. Die DB Regio AG steht diesem Modell aufgeschlossen gegenüber.
In der Sitzung des Koordinierungsausschusses am 2. April 2009 wurde nachfolgender Vorschlag zum Metropoltarif positiv aufgenommen:
Geltungsbereich: Innerhalb des VVS und den kompletten angrenzenden Verbünde/Kooperationen: Heilbronn (HNV), Schwäbisch Hall (KVSH), Göppingen (VGS), Reutlingen/Tübingen/Balingen (NALDO), Calw (VGC), Pforzheim (VPE) und Ostalbkreis (OstalbMobil)
Finanzierung: Die laufende Finanzierung erfolgt durch die Fahrgäste über einen Zuschlag auf den Fahrpreis für jeden verkauften Fahrschein (Einzelfahrscheine und Zeitkarten) des SPNV einer Verbindung innerhalb der Metropolregion Stuttgart. Finanzielle Leistungen der Gebietskörperschaften sind hierfür nicht vorgesehen.
Integration Busverkehre: Die Integration der Busverkehre soll in einer zweiten Stufe erfolgen, da der Aufwand voraussichtlich sehr hoch ist.
Vorteil dieses Vorschlags ist, dass ab einem Bahnhof im Ostalbkreis z. B. in Stuttgart jede S-Bahn-Haltestelle oder in Tübingen jede Bushaltestelle mit einem Fahrschein angefahren werden kann. Ziel dieses Vorschlags ist unter anderem, dass keine finanzielle Beteiligung der Gebietskörperschaften außerhalb des VVS an dessen Grundlasten anfällt. Ebenfalls wird die Tarifhoheit der DB auf den Schienenstrecken, die auf Stuttgart zulaufen, beibehalten. Dies bedeutet, dass z. B. die BahnCard und tarifliche Angebote der DB weiterhin Gültigkeit haben. Ebenfalls wird kein Einfluss auf die internen Angebote der Verbünde/Kooperationen außerhalb des VVS genommen.
Der Koordinierungsausschuss bat die Verbünde/Kooperationen, das Thema zielstrebig voranzubringen und in diesen ein grundsätzliches Votum zur Beteiligung an dem Tarifmodell "Metropoltarif" herbeizuführen.
Weiteres Vorgehen
Nach der Erörterung innerhalb der Gremien in den angrenzenden Verbünden ist die Ermittlung des notwendigen Daten- und Erhebungsaufwandes erforderlich. Auf diesen aufbauend sind Angebote externer Gutachter zur Datenerhebung und Kalkulation der notwendigen Fahrtkostenanteile einzuholen. Für die Vorabuntersuchungen ist eine einmalige Förderung durch Dritte notwendig. Hierzu sind Gespräche zwischen dem Verband Region Stuttgart und den angrenzenden Gebietskörperschaften zu führen. Nach Durchführung der Erhebung und deren Auswertung ist die Prüfung der Marktverträglichkeit der notwendigen Aufschläge auf die Einzelfahrscheine und Zeitkarten vorzunehmen.
Der Ostalbkreis begrüßt ausdrücklich die Einbindung von OstalbMobil in das angedachte Metropolticket.
Landrat Klaus Pavel und Oberbürgermeister Wolfgang Leidig und in dessen Vertretung Verbandsdirektor Thomas Eble sind Mitglieder des Koordinierungsausschusses der Metropolregion. Finanzierung und Folgekosten
Es kann davon ausgegangen werden, dass eine direkte finanzielle Beteiligung des Ostalbkreises nicht anfällt. Anlagen
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