Bürgerinformationssystem
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Antrag der Verwaltung:1. Kenntnisnahme zu I. und II. 2. Zustimmung zu den Verwaltungsvorschlägen unter III. Sachverhalt/Begründung:I.
Ausgangssituation und Allgemeines
Im Kreishaushalt 2008 sind unter der Haushaltsstelle 2.4980.9870 wiederum 45.000 € zur Förderung von Hilfsprojekten in der Dritten Welt und Osteuropa eingesellt. Aus dem Haushaltsjahr 2007 steht daneben ein Restbetrag in Höhe von 27.150 € zur Verfügung. II.
Neue Förderanträge Derzeit liegen der Verwaltung folgende Zuwendungsanträge vor: 1. Antrag des Freundeskreises
„Küche der Barmherzigkeit“, Schwäbisch Gmünd, auf 2. Antrag der Stiftung „Pro Vita“, Schwäbisch Gmünd, auf Unterstützung eines Kinderheimprojektes im Dorf Knong, Region Phom Phen in Kambodscha. 3. Antrag der Justus-von-Liebig-Schule Aalen auf Unterstützung der Hilfsprojekte für die Gehörlosenschule St. Vinzent in Ruhuwiko in Tansania. 4. Antrag der Stadt Heubach auf Förderung der medizinischen Grundversorgung in Anderamboukane in Mali. 5. Antrag von Frau Christel Trach-Riedesser, Hüttlingen, auf Unterstützung eines Hilfsprojektes in Burkina Faso. 6. Antrag des Katholischen Pfarramtes St. Peter und Paul Oberkochen, auf Unterstützung eines Partnerschaftsprojektes in Kariobangi in Kenia. 7. Antrag des Heuchlinger Helferkreises auf Förderung eines Missionsprojektes in Indien. 8. Antrag der Aktion Tschernobyl-Kinder Aalen - Hilfstransporte - auf Unterstützung bei der Beschaffung eines Operationsgerätes. 9. Antrag des Lions Club Aalen auf Förderung eines Schulbauprojektes in Togo. III. Stellungnahme der Verwaltung zu den vorliegenden Anträgen und
Förderempfehlung 1. Antrag des Freundeskreises der
„Küche der Barmherzigkeit“, Schwäbisch Gmünd Im Frühjahr 2008 ist die 14. Saison der „Küche der
Barmherzigkeit“ in Armeniens Hauptstadt Eriwan zu Ende gegangen. Einmal
mehr haben insbesondere Menschen aus und um Schwäbisch Gmünd mit ihren Spenden
dafür gesorgt, dass rund 600 alte Menschen und 300 Kinder täglich mindestens 1
warme Mahlzeit bekommen haben. Am 17.10.2008 soll die 15. Saison der
„Küche der Barmherzigkeit“ im Schwäbisch Gmünder Münster eröffnet
werden. Für den Freundeskreis der „Küche der
Barmherzigkeit“ hat Pfarrer i. R. Karl-Heinz Scheide um Unterstützung des
Ostalbkreises zur Durchführung eines neuen Projektes in Gyumri/Armenien
gebeten. Die Stadt Gyumri gehörte zu den durch das
Jahrhunderterdbeben am 07.12.1988 am meisten zerstörten Städten der Region.
Noch heute gibt es viele Menschen, darunter viele Familien, die in
Behelfsunterkünften wohnen. Die Kriminalitätsrate ist in den letzten Jahren stark
angewachsen. Dies hängt insbesondere mit der hohen Arbeitslosigkeit und
Abwanderung großer Teile der Gesellschaft zusammen. Verhaltensstörungen und
Verwahrlosung bei Kindern und Jugendlichen sind weit verbreitet. Viele von ihnen
leben auf der Straße oder notdürftig in Containern. Diese Kinder werden durch das Armenische Rote Kreuz sowie
durch eine Armenische Jugendhilfeeinrichtung betreut. Mit vielen Bemühungen
wird versucht, die Rehabilitierung der oft straffällig und verwahrlost
gewordenen Kinder und Jugendlichen voran zu bringen. Mit seinem Hilfsprojekt will der Freundeskreis „Küche
der Barmherzigkeit“ die Armenische Jugendhilfeeinrichtung unterstützen.
Konkret geht es um die Versorgung mit Lebensmitteln, Kleidung und Schulbedarf.
Daneben sollen Beratungsangebote für die schulische und berufliche Zukunft der
Kinder und Jugendlichen aufgebaut werden. Der vorliegende Kostenplan, der den Projektzeitraum 2008
und 2009 umfasst, weist in der Summe Sach- und Personalausgaben für das Projekt
in Höhe von 24.400 € aus. Sofern die finanziellen Grundlagen geschaffen
werden können, soll das Projekt in den Folgejahren fortgesetzt werden. Die
Verwaltung schlägt vor, den Freundeskreis „Küche der
Barmherzigkeit“ bei der Durchführung des o. a. Projektes mit 5.000
€ zu unterstützen. 2.
Förderantrag der Stiftung „Pro Vita“, Schwäbisch Gmünd Seit ihrer Gründung setzt die Stiftung „Pro
Vita“ ihre Schwerpunkte in den Kampf gegen Kinderhandel und
Zwangsprostitution minderjähriger Mädchen sowie in die Resozialisierung von
behinderten, missbrauchten und benachteiligten Kindern in der sogenannten
„Dritten Welt“. Durch das gezielte Engagement der Stiftung konnten
in den letzten Jahren die Lebensbedingungen für viele Menschen in Not in Nepal,
Indien, Sri Lanka und Swasiland wirkungsvoll verbessert werden. Anfang des Jahres 2007 wurde die Stiftung darauf
aufmerksam, dass seit dem Ende der Diktatur der Roten Khmer und der Öffnung des
Landes, die Zahl der Fälle von Kinderhandel und Kinderprostitution in
Kambodscha explodiert. Schätzungsweise 100.000 Prostituierte
„arbeiten“ in Kambodscha - ein Drittel ist jünger als 18 Jahre.
Betroffen sind in der Regel fast nur Mädchen. Sie kommen aus armen ländlichen
Regionen und den Slums der Städte. Viele Familien verkaufen ihre Kinder an
Händler, da ihnen sichere und bezahlte Jobs versprochen werden. Über die Deutsche Botschaft in Phom Phen kam „Pro
Vita“ in Kontakt mit Herrn Roger Valkenborghs, dem Vereinsgründer von
Kidshelp-Kambodscha e. V., einem privaten, konfessionell und politisch
unabhängigen Verein für Kinder, Jugendliche und deren Familien. Der Verein
unterstützt speziell in der Region um die Hauptstadt Phom Phen arme Kinder und
deren Familien durch verschiedene Projekte. Im Februar 2006 hatte der Verein
ein Waisenhaus fertiggestellt, das bis zu 120 Kindern eine Heimat bieten kann. In Abstimmung mit Kidshelp e. V. und Herrn Valkenborghs,
hat sich die Stiftung „Pro Vita“ dazu entschlossen, auf dem
Waisenhaus-Grundstück ein weiteres Haus zu errichten, das für den Aufenthalt
und die Unterbringung von Helferinnen und Helfern, unter anderem auch aus
Deutschland, verwendet werden soll. In einem nächsten Schritt ist der Bau eines
kleinen medizinischen Zentrums vorgesehen. Das von der Stiftung „Pro Vita“ geplante
Gebäude wird ca. 20.000 € kosten. Es
wird vorgeschlagen, den Bau dieses Gebäudes mit 7.000 € zu unterstützen. 3.
Förderantrag der Justus-von-Liebig-Schule Aalen Seit mehr als 10 Jahren unterhält die
Justus-von-Liebig-Schule Aalen eine Patenschaft mit der Gehörlosenschule St.
Vinzent in Ruhuwiko/Tansania. Durch diese Unterstützung und das große
Engagement der Vinzentinerinnen konnte vieles zum Wohle der Patenschule
angestoßen und bewegt werden. Was gleichermaßen wichtig ist, ist jedoch die
Tatsache, dass mit dieser Patenschaft das Bewusstsein für die Not in den
Entwicklungsländern bei den Schülerinnen und Schülern der
Justus-von-Liebig-Schule geschärft wurde. Tansania ist das größte Land Ostafrikas. An den fruchtbaren
tropischen Küstenstreifen schließt sich im Landesinneren die Steppe an. In der
Mitte und im Süden liegt ein Hochplateau mit gemäßigtem Klima, das der Ost- und
Zentralafrikanische Graben durchzieht. Täglich sterben Menschen in Tansania, weil 80 % der
erwachsenen Bevölkerung nur eine Mahlzeit am Tag haben. Bei Kindern sind es ca.
70 %. Tansania zählt immer noch zu einem der ärmsten Länder der Welt. 29 % der
Kinder unter 5 Jahren sind untergewichtig und 43 % der Gesamtbevölkerung sind
unterernährt. Hörbehinderung und Armut stehen in den Entwicklungsländern
in unmittelbarem Zusammenhang: Armut schafft Hörbehinderung, Hörbehinderung
schafft Armut. Am problematischsten ist der fehlende Zugang zu Bildung und
damit auch die mangelnde Möglichkeit, Gebärdensprache zu erlernen. Dies führt
unweigerlich zu Arbeitslosigkeit, Ausgrenzung und Diskriminierung. Die Patenschule St. Vinzent in Ruhuwiko/Tansania benötigt
dringend Werkzeuge für die eigene Schreinerei sowie Sachmittel für die Näherei.
An mehreren Gebäuden müssen grundlegende Sanierungsmaßnahmen durchgeführt
werden, weil ansonsten der Ausbildungsbetrieb gefährdet ist. In der
Gehörlosenschule werden armen und gehörlosen Kindern auch
Ausbildungsmöglichkeiten in handwerklichen Berufen geboten. Die
Verwaltung schlägt vor, die Justus-von-Liebig-Schule Aalen mit 4.000 €
für ihr Patenprojekt in Tansania zu unterstützen. 4.
Förderantrag der Stadt Heubach Der Gemeinderat der Stadt Heubach hat im Februar 2008
beschlossen, eine neue Städtepartnerschaft zu gründen. Es handelt sich dabei um
die Stadt Anderamboukane in Mali. Die Stadt Heubach wird dieses Projekt
zusammen mit ihrer französischen Partnerstadt Laxou durchführen. Unter Leitung von Bürgermeister Klaus Maier hat eine kleine
deutsch-französische Delegation Anderamboukane Ende Januar 2008 besucht. Mali zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Die natürlichen
Grundlagen wie Bodenbeschaffenheit, Witterung und Topografie sind äußerst
ungünstig. Das Vorrücken der Wüste gefährdet die Lebensgrundlage der Bewohner.
Das Land ist vom Regen stark abhängig, weil die Nahrungsgrundlage einzig und
allein aus der eigenen Ernte besteht. Aufgrund des extrem hohen Wassermangels sind die
hygienischen Verhältnisse katastrophal. Viele Krankheiten und Epidemien sind
darauf zurückzuführen. Die Lebenserwartung beträgt durchschnittlich 53 Jahre. Die Fläche von Anderamboukane beträgt ca. 9.000 km². Die
Bevölkerung besteht zu 90 % aus Tuareg, die als Nomaden leben. Um vor allem Frauen in der Schwangerschaft und nach der
Entbindung zu unterstützen und die Menschen mit Impfungen gegen Krankheiten wie
Malaria, Gelbfieber, Meningitis, Cholera, Hepatitis und ähnlichem zu versorgen,
benötigt die Krankenstation in Anderamboukane Medikamente, Impfstoffe und eine
kleine Grundausstattung an Sachmitteln und Geräten. Die Stadt Heubach will für die Beschaffung dieser
Medikamente und medizinischen Hilfsmittel sorgen und dazu noch weitere wichtige
Ausrüstungsgegenstände für die Krankenstation beschaffen. Neben dieser
Unterstützung im Gesundheitswesen soll mit Heubacher Hilfe eine Verbesserung
der Wasserversorgung und eine bessere Lebensmittelversorgung erreicht werden.
Daneben sind Projekte mit einheimischen Handwerkern geplant. Im ersten Schritt sollen die dringend benötigten
Medikamente besorgt werden, allerdings nicht in Deutschland, sondern direkt in
Mali, weil dort der Einkauf deutlich günstiger ist. Die
Verwaltung schlägt vor, das Heubacher Hilfsprojekt in Mali mit 6.000 € zu
unterstützen. 5.
Förderantrag von Frau Christel Trach-Riedesser, Hüttlingen Mit bewundernswertem Engagement unterstützt Frau
Trach-Riedesser seit Jahren kirchliche Einrichtungen in Burkina Faso. Burkina
Faso in Westafrika gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, zeichnet sich heute
jedoch durch eine gewisse Stabilität und kulturelle Vielfalt aus. Regelmäßig
wiederkehrende Dürreperioden sorgen oft für große Not der hauptsächlich als
Bauern lebenden Bevölkerung. Etwa 90 % der Bevölkerung leben von Anbau von
Obst, Gemüse und Getreide für den Eigenbedarf. Für den Export wichtig sind
Erdnüsse und vor allem Baumwolle. Frau Trach-Riedesser unterhält Kontakte zur Kongregation
der Brüder der Heiligen Familie in Ouagadougou, der Hauptstadt und größten
Stadt von Burkina Faso und zu Schwester Rosemarie Zane von der Kongregation der
Schwestern der Unbefleckten Empfängnis ebenfalls in Ouagadougou. In beiden
Einrichtungen sorgt sie mit Spenden seit Jahren dafür, dass die Kosten für das
Essen bedürftiger Schüler, Schulgeld, Schulmaterialien, Impfungen und Kleidung
finanziert werden können. Durch die starken Regenfälle im Herbst letzten Jahres wurde
die einzige Grundschule in Godin, einer ca. 11.000 Einwohner zählenden
Ortschaft stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Wiederaufbau ist derzeit eines
der drängendsten Probleme. Daneben müssen schnellstmöglich Hütten für ca. 500
Familien aufgebaut werden, die durch die Fluten obdachlos geworden sind. Neben diesen Projekten sind die Menschen auf den Bau von
Brunnen angewiesen. Die große Zahl von Kindern im Schulalter macht in Kürze den
Bau einer zweiten Grundschule in Godin notwendig. Die räumliche Enge und der
eklatante Mangel an Unterrichtsmaterialien sind nahezu unbeschreiblich. Wie Frau Trach-Riedesser ausführt, sind Lebensmittel in den
letzten Monaten um mehr als 300 % teurer geworden. Ein Bauer oder ein
Handwerker in Burkina Faso haben einen Tageslohn von ca. 80 Cent. Dies reicht
weder für die Ernährung der Familie noch für die Schulbildung der Kinder. Die
Verwaltung schlägt vor, Frau Trach-Riedesser zur Umsetzung ihrer Hilfsprojekte
in Burkina Faso mit 5.000 € zu unterstützen. 6. Zuwendungsantrag der Katholischen
Kirchengemeinde St. Peter und Paul, Seit 25 Jahren unterhält die Katholische Kirchengemeinde
St. Peter und Paul aus Oberkochen eine Partnerschaft mit der großen
Slumgemeinde Kariobangi (ca. 350.000 Einwohner) in Kenia, am Rande von Nairobi.
Durch vielerlei Aktionen und zahlreichen Einzelspenden, vor allem aber dem
Reinerlös des jährlichen Kirchweihfestes, wird regelmäßige finanzielle
Unterstützung für Karionbangi geleistet. Damit werden soziale Dienste,
Kinderspeisungsprogramme, die Mutter-Kind-Klinik, Straßenkinderprojekte,
Aids-Kranke und Aids-Waisen unterstützt. Auch für kirchliche Bauten, Schulen
und Kindergärten wird Hilfestellung geleistet. Seit 30 Jahren wird die große Pfarrei Kariobangi von den
Comboni-Missionaren geleitet. Als Tagelöhner, Straßenhändler und Arbeitslose
kämpfen sich die Menschen durch das Leben. Die Armut hat viele Gesichter.
Kinder und Jugendliche leben vom nahe gelegenen Müllplatz und suchen nach
Resten, die Nairobi übrig lässt. Mütter versuchen dort ihren Lebensunterhalt
für ihre Kinder zu finden. Viele Hunderte von Kindern schlagen sich als Straßenkinder
in Karionbangi durch das Leben. Man sieht sie in den Straßen bettelnd und
klebstoffschnüffelnd, um sich den Hunger zu vertreiben. Viele von ihnen
gruppieren sich in kleinen Banden und leben von Überfällen und Diebstählen. Mit ihrer Sozial- und Missionsarbeit versuchen die
Comboni-Missionare Kinder in ein normales Leben zu führen. Sobald möglich und
so viele wie möglich werden in Schulen aufgenommen. Jedes Jahr werden rund 270
Kinder, die drogenabhängig oder kriminell geworden sind, rehabilitiert. Die
Katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul möchte in diesem Jahr
schwerpunktmäßig die Schülerspeisung in Kariobangi und die Schulausbildung
unterstützen. Die Schülerspeisung für eine Schulklasse (60 Schüler) kostet in
einer Woche ca. 22 €. Die Kosten der Schulausbildung für ein Waisenkind
betragen im Monat ca. 18 €. Es
wird vorgeschlagen, das Hilfsprojekt der Kirchengemeinde St. Peter und Paul
Oberkochen mit 5.000 zu unterstützen. 7.
Förderantrag des Heuchlinger Helferkreises Seit nunmehr 16 Jahren unterstützt der Heuchlinger
Helferkreis ein Missionsprojekt in Nordindien. Mit verschiedensten Aktivitäten,
unter anderem Flohmärkten, regelmäßigem Verkauf von Kaffee und Kuchen,
Gartenfesten und privaten Spenden erhält Pfarrer Philip jährlich ca. 10.000
€ und kann mit diesen Mitteln insbesondere schulische und soziale
Projekte umsetzen. Pfarrer Philip arbeitet im Missionsgebiet Patna in
Nordindien. Es ist das ärmste und rückständigste Bundesland Indiens. Auf einer
Fläche fünfmal so groß wie Baden-Württemberg leben ca. 85 Mio. Menschen. 70 %
von ihnen sind Analphabeten. Das Missionsgebiet Patna umfasst 43 Missionsstationen. Nur
mit Hilfe von ausländischen Organisationen und Initiativen können diese ihre
wichtige humanitäre Arbeit leisten und fortsetzen. Schlechte Straßenverhältnisse,
wochenlang keine Stromversorgung, weit abgelegene Dörfer, die nur durch
stundenlangen Fußmarsch zu erreichen sind, Krankheiten wie Malaria, Polio und
Lepra, kennzeichnen neben schwierigen klimatischen Bedingungen die dortigen
Verhältnisse. Pfarrer Philip legt seine Schwerpunkte auf Schulbildung, um
somit langfristig Hilfe zu ermöglichen. Das Projekt, für das der Heuchlinger Helferkreis um
Unterstützung des Ostalbkreises bittet, soll ca. 80 Jugendlichen eine
schulische und berufliche Ausbildung ermöglichen. Die Jugendlichen kommen aus weit abgelegenen Dörfern, sie
haben noch nie eine Schule besucht. Oft haben diese Jugendlichen Sklavenarbeit
auf den Feldern oder in Fabriken leisten müssen. Die Missionare holen sie in
ihre Einrichtung nach Patna. Sie werden dort betreut, bekommen Essen und
Kleidung, werden unterrichtet und bekommen anschließend einen Ausbildungsplatz
bei Handwerkern (Schreinern, Autowerkstätten, Fahrradwerkstätten, etc.). Somit
haben die Jugendlichen die Chance, ihr Leben künftig selbständig zu gestalten
und nie mehr Sklavenarbeit leisten zu müssen. Bei vergleichbaren Projekten hat sich gezeigt, dass alle
Jugendlichen erfolgreich an Handwerksbetriebe vermittelt werden konnten. Von
den Missionaren wird geprüft, ob die Betriebe auch den vereinbarten Lohn
bezahlen. Die 80 Jugendlichen die am Projekt teilnehmen sollen,
stellen nur einen geringen Teil der Bedürftigen dar. Gerne würden die
Missionare mehr ausbilden, wenn die finanzielle Unterstützung gewährleistet
wäre. Es
wird vorgeschlagen, das Ausbildungsprojekt des Heuchlinger Helferkreises mit
6.000 € zu unterstützen. 8.
Förderantrag der Aktion Tschernobyl-Kinder - Hilfsgütertransporte Neben den alljährlichen Ferienaufenthalten von Kindern aus
der Raumschaft Tschernobyl, organisiert die Aktion Tschernobyl-Kinder Aalen
seit 1991 Hilfstransporte nach Mogiljow, einer Stadt in der Nähe von
Tschernobyl in Weißrussland. Vor 200 Jahren wurde das Krankenhaus für Nothilfe in
Mogiljow gebaut. Das Haus verfügt über 1.000 Betten und 24 Abteilungen. Pro
Jahr werden in der Geburtsklinik ca. 1.000 Kinder geboren. Die Aktion
Tschernobyl-Kinder versucht über den Transport von Hilfsmitteln hinaus immer
wieder mit einzelnen Anschaffungen die schlechte Situation des Krankenhauses zu
verbessern. Schon im Sommer 2007 baten die Ärzte um ein Operationsgerät für die
Urologie. Für Prostata-Operationen ist ein Resektoskop unverzichtbar und
dringend notwendig. Nachdem ein Ultraschallgerät noch dringender war, wurde
dieses u. a. mit einer großzügigen Spende der Firma Carl Zeiss AG angeschafft.
Das Gerät hat eine hohe Auflösung und ermöglicht damit feindifferenzierte
Diagnosen, insbesondere von kleinen Organen. Die Anschaffung des für die Urologie benötigten
Resektoskops kostet ca. 15.000 €. Nachdem die Aktion Tschernobyl-Kinder 3
weitere große Projekte in Mogiljow durchführt, ist es ihr nicht möglich, dieses
Gerät mit eigenen Mitteln zu besorgen. Es
wird vorgeschlagen, für die Anschaffung des Resektoskop eine Zuwendung in Höhe
von 7.000 € zu bewilligen. 9. Förderantrag des Lions
Club Aalen Der Lions Club Aalen beabsichtigt in Abstimmung mit der
Togo Hilfe e. V. in Waldstetten, eine Grund- und Hauptschule in Togo/Afrika zu
bauen. Der Verein „Hilfe für Togo“ führt seit 1992 ständig
Projekte in Togo durch. Vor Ort werden die Maßnahmen von einem ehemaligen
Mitarbeiter des Deutschen Entwicklungsdienstes betreut und koordiniert.
Regelmäßig sind Mitglieder des Vereins vor Ort und können sich dabei über den
Einsatz der Hilfsgelder informieren. Die Entwicklung der schulischen und beruflichen Ausbildung
ist eine der größten Herausforderungen in Togo. Ohne diese Grundlagen haben
junge Menschen keine Chancen, ihr Leben selbständig gestalten zu können. In Elavanjon (Plateau de Daye) an der Grenze zu Ghana, will
der Lions Club Aalen ab September 2008 eine Grundschule für ca. 300
Schülerinnen und Schüler bauen. Es soll ein festes Gebäude mit 3
Klassenzimmern, Lehrerzimmer mit Magazin, WC-Anlage und Nebenräumen entstehen.
Das Bauvorhaben wird ca. 40.000 € kosten und soll komplett vom Lions Club
Aalen finanziert werden. Die langjährigen Erfahrungen in Togo haben gezeigt, dass
bei einer Konfessionsschule der Schulbetrieb durch die Kirche sichergestellt
ist. Das Baugrundstück für den geplanten Schulbau wurde von der Evangelischen
Kirche bereits zur Verfügung gestellt. Die
Verwaltung schlägt vor, den Schulhausneubau des Lions Club Aalen in Togo mit
8.000 € zu unterstützen. Finanzierung und FolgekostenDie Zuwendungen werden aus der Haushaltsstelle 2.4980.9870 finanziert. Anlagen- - - |
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