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Vorlage - 136/2026  

 
 
Betreff: Neubau OP-Module Ostalb-Klinikum Aalen - Vergabe Generalunternehmer Modulbau
Status:öffentlich  
Federführend:Eigenbetrieb Immobilien Kliniken Ostalb   
Beratungsfolge:
Betriebsausschuss Klinikimmobilien Vorberatung
21.07.2026 
Sitzung des Betriebsausschusses Klinikimmobilien ungeändert beschlossen   
Kreistag Entscheidung
28.07.2026 
Sitzung des Kreistags ungeändert beschlossen   

Antrag der Verwaltung

 

Der Betriebsausschuss Klinikimmobilien empfiehlt / der Kreistag beschließt

 

die Vergabe der Generalunternehmerleistung für den Neubau der OP-Module am Ostalb-Klinikum Aalen an Bieter 2.

 

 


Sachverhalt/Begründung

 

Gemäß Beschluss des Verwaltungsrats der Kliniken Ostalb gkAöR und des Betriebsausschusses Klinikimmobilien vom 23.04.2024 sowie des Kreistags vom 14.05.2024 (VO 052/2024) wurde ein zweistufiges VgV-Verfahren für die Generalplanerleistung für Gebäude und raumbildende Bauten gemäß Vergabebestimmungen für den Neubau der OP-Module mit Anbindung und Umbau des Bestands-OP am Ostalb-Klinikum Aalen durchgeführt. Die Generalplanerleistung wurde per Eilentscheidung am 23.12.2024 an FG Architekten und Sachverständige GmbH aus Sonthofen vergeben.

 

FG Architekten als Generalplaner erarbeiteten folgende Architekten- und Ingenieurleistungen:

-          Objektplanung Gebäude (Architektur)

-          Brandschutzleistungen

-          Tragwerksplanung

-          Technische Gebäudeausrüstung

 

Im Rahmen der Objektplanung Gebäude stehen zuerst die Vorarbeiten (Errichtung eines „Tisches“ inkl. Erd- und Rohbauarbeiten) für die Platzierung der Moduleinheiten an.

 

Nachfolgend geht es um die Vergabe der Generalunternehmerleistung. Diese beinhaltet die planerische und bauliche Leistung zur Errichtung von OP-Modulen inkl. technischer Ausstattung (z. B. raumlufttechnische Anlage) mit Anbindung an den Bestand, sowohl funktional als auch energieeffizient.

 

Die europaweite Ausschreibung erfolgte über die Zentrale Vergabestelle des Ostalbkreises. Im Rahmen eines Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnehmerwettbewerb nach VOB/A erfolgte die Veröffentlichung von Step 1 für den Teilnehmerwettbewerb am 16.12.2025. Bis zum 27.01.2026 gingen sechs Anträge für die Teilnahme am Wettbewerb fristgereicht ein.

 

Die Veröffentlichung von Step 2 für das Verhandlungsverfahren erfolgte am 25.02.2026. Submission war am 28.05.2026 und es gingen vier prüffähige Angebote für das Verhandlungsverfahren ein.

 

Die Verhandlungsgespräche mit allen Bietern fanden am 15.06. und 16.06.2026 im Beisein des Generalplaners (FG Architekten), der Zentralen Vergabestelle Ostalbkreis, unserem Rechtsbeistand (Kanzlei Lutz Abel) sowie dem Baumanagement der Kliniken Ostalb statt.

 

Anschließend erfolgte die finale Angebotsabgabe. Submission dafür war am 03.07.2026 Es reichten lediglich zwei Bieter ein Letztangebot ein.

Die Angebote wurden durch FG Architekten GmbH aus Sonthofen inhaltlich und fachtechnisch geprüft. Alle Gebote sind richtig und vollständig und es wurden keine Ausschlüsse vorgenommen. Alle angeforderten Unterlagen wurden nachgereicht. Die Ausschreibungskriterien wurden somit erfüllt.

 

Die Bieter wurden auf ihre Eignungsfähigkeit insbesondere hinsichtlich Fachkunde, Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit, Referenzen und Wertungskriterien gemäß Anlage der Bekanntmachung geprüft. Es lagen keine Informationen vor, die einen Ausschluss erforderlich gemacht hätten.

 

Alle Angebote entsprechen den technischen Mindestanforderungen. Die Ergebnisse der rechnerischen Prüfung (nach § 16 c VOB/A) werden durch eine Punkteermittlung in der Bewertungsmatrix dargestellt.

 

Die wirtschaftliche Wertung der Angebote erfolgte nach § 16d VOB/A mit folgender Gewichtung:

-          A Preis (65 % - 650 Punkte)

-          B Terminliche Bieteroptimierung (15 % - 150 Punkte)

-          C Funktionale Bieteroptimierung/technische Qualität (20 % - 200 Punkte)

 

Aus Gründen der Geheimhaltungsverpflichtung bei Vergabeverfahren nach VOB/A muss bis zur Zuschlagserteilung auf die Nennung der Namen und Angebotspreise der Bieter verzichtet werden.

 

Anhand der Punktebewertung hat Bieter 2 das wirtschaftlichste Angebot eingereicht.

FG Architekten und Sachverständige GmbH empfehlen die Vergabe der Generalunternehmerleistung an Bieter 2.

 

Das Angebot von Bieter 2 liegt um 4,3 % unter den Werten der Kostenberechnung.

 

Die Planung der Module beginnt unmittelbar nach Auftragserteilung. Die Produktion der OP-Module soll Ende Oktober beginnen. Montagebeginn und Platzierung der OP-Module ist ab März 2027 vorgesehen. Die Inbetriebnahme ist für Juni 2027 geplant.


Finanzierung und Folgekosten

 

Die Erweiterung der OP-Module ist Teil der Gesamtmaßnahme „Übergangskonzept Zentral-OP, IMC und Funktionsbereiche“.

 

Die Gesamtmaßnahme ist mit 27,09 Mio. € veranschlagt. Die Plankosten verteilen sich wie folgt auf die Teilmaßnahmen:


ZNA-Erweiterung:              2,79 Mio. €

Erweiterung Intensivstation mit IMC-Bereich:              2,10 Mio. €

OP-Module:              22,20 Mio. €

Gesamt:              27,09 Mio. €

 

Die Gesamtmaßnahme wurde in das Jahreskrankenhausbauprogramm 2026 aufgenommen. Die konkreten Fördersummen werden im Juli verhandelt. Das Sozialministerium Baden-Württemberg hat Fördergelder in Höhe von ca. 25 % für Umbauten im Bestand in Aussicht gestellt. Für die Gesamtmaßnahme „Übergangskonzept Zentral-OP, IMC und Funktionsbereiche“ wären das rd. 6,772 Mio. €. Zusätzlich ergeben sich aus den Restrukturierungsmaßnahmen finanzielle Einsparungen im laufenden Betrieb.

 

Die verbleibenden Baukosten werden über einen Anteil des Ostalbkreises in Höhe von 7,169 Mio. € (in voller Höhe über Haushalte bis 2025 bereitgestellt) sowie Kreditaufnahmen in Höhe von insgesamt rd. 13,149 Mio. € in den Haushalten 2026 bis 2028 finanziert. Im Jahr 2026 ist eine Kreditaufnahme Höhe von 4 Mio. EUR eingeplant. Zins und Tilgung der Kreditaufnahme werden in den Folgejahren über den Ostalbkreis refinanziert.

 

Kreisanteil:              7,169 Mio. €

geplanter Landesanteil:              6,772 Mio. €

geplante Kreditaufnahme:              13,149 Mio. €

Gesamt:              27,090 Mio. €

 

Auf Basis des aktuellen Projektstands liegen für die Teilmaßnahmen folgende Kostenprognosen vor:

 HH-Plan V-Ist 

ZNA-Erweiterung:              2,79 Mio. €              3,80 Mio. €

Erweiterung Intensivstation mit IMC-Bereich:              2,10 Mio. €              2,10 Mio. €

OP-Module:              22,20 Mio. €              22,20 Mio. €

Gesamt:              27,09 Mio. €              28,10 Mio. €

 


Anlagen

 

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Sichtvermerke

 

gez. Rieß, Betriebsleiter

gez. Kurz, Dezernat II

gez. Dr. Bläse, Landrat